Es geht wieder los…

30. April 2014

Morgen geht es zum ersten Mal nach vier Jahren wieder in die Luft! Dies ist auch der Hauptgrund dafür, dass es in der letzten Zeit so still war – ich musste zu diversen Nachschulungen, meinen Erste-Hilfe-Kurs auffrischen, Tests schreiben… In der letzten Woche war ich von Dienstag bis Freitag jeden Tag weg und hatte dazu noch drei schriftliche und zwei praktische Tests zu bestehen. Aber: Nun ist die Theorie (soweit man das so nennen kann) geschafft und ich bin schon ordentlich aufgeregt. Wie werden die Kollegen sein, wie der erste Umlauf? Werden die Passagiere mit mir zufrieden sein? Werde ich das alles – Müdigkeit, wenig Zeit zur Regenration, fordernde Gäste – körperlich gut wegstecken? Ich möchte vor allem während meiner freien Tage mehr als beim letzten Mal auf mich achten – da bekam ich dann nämlich die Quittung in Form von Herpesbläschen an der Lippe, einer Blasenentzündung sowie einer Magenverstimmung: alles auf einmal!
Darum habe ich meinen Koffer bereits gepackt, meine Uniform herausgelegt und mir außerdem für nachher ein Entspannungsbad besorgt, in welches ich am späten Nachmittag eintauchen werde; so habe ich danach noch genug Zeit mit dem Liebsten gemeinsam zu entspannen, lecker zu Abend zu essen und etwas runterzukommen.
Passend dazu beschäftige ich mich seit ein paar Tagen mit Meditation und habe auch schon angefangen, jeden Abend für 25 Minuten zu meditieren. Empfohlen wurde, am Morgen zu meditieren, doch ich habe gemerkt, dass es mir gut tut, diese Form der Entspannung auf den Abend zu verlegen, sodass ich danach ganz ruhig und relaxt ins Bettchen krabbeln kann.
Besonders freue ich mich auch darauf, dann hier über meine Erfahrungen berichten zu können – und vor allem über jene Orte, an denen ich etwas mehr Zeit verbringen darf.
Ich habe lange hin und her überlegt, ob ich darüber schreiben soll oder nicht, aber ich denke, es hilft mir in schweren Phasen, das Schöne zu sehen und all die Eindrücke zu verarbeiten. Ich habe auch gemerkt, dass viele Freunde und auch meine Familie zu Beginn nicht so richtig wussten, was ich da tue. Für sie war es einfach nur toll und spannend und meistens verstanden sie nicht, wenn ich müde war und niemanden sehen wollte, nachdem ich 36 Stunden auf den Beinen war. Vielleicht schaffe ich es so, das Bild von jenen Menschen, die hoch oben arbeiten und stets lächeln und sich bemühen, freundlich zu sein, etwas realistischer zu zeigen.
Außerdem sollen meine Bilder ja nicht irgendwo verstauben…

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  • Frau M. vom zehnten Stock Links 15. Mai 2014 at 5:33

    Ich würde mich sehr über deine Erfahrungen freuen…bin einige male Langstrecke geflogen und ziehe immer meinen Hut. Das klingt alles spannend, aber so ganz ohne ist es mit Sicherheit nicht.
    Und was für Idioten ich schon auf normalen INlandsflügen erlebt habe – gern auch in der Businessclass – da fehlen einem manchmal echt die Worte.
    LiebGruss.