Dänemark

11. Januar 2015

Seit gestern Abend bin ich zurück, die Koffer sind ausgepackt, zwei Maschinen Wäsche gelaufen und die Bilder durchgeschaut. Es war ein rundum guter, erholsamer und schöner Urlaub, den ich da mit meinem liebsten Menschen verbringen durfte.
Am Samstag vor einer Woche brachen wir früh am Morgen mit zwei Autos auf: Acht Menschen, ein Hund und jede Menge Gepäck.
Am frühen Nachmittag trafen wir an unserem Haus an und schafften es sogar noch, einmal schnell zum Strand zu laufen und das Meer zu sehen. Endlich wieder durchatmen und zur Ruhe kommen.
Jeden Tag verbrachten wir ein paar Stunden am Strand. Mal früh am Morgen (nur ich mit Hund, einfach wunderbar), mal mittags alle zusammen oder am Nachmittag die, die gerade nicht lasen oder schliefen. Ich spürte mit jedem Tag, wie ich mich ein wenig mehr entspannen konnte.
Zwar erfuhr ich zwischendrin, dass mein Job auf eine mickrige Urlaubsvertretung geschrumpft ist, doch die Zukunfstängste und Sorgen, die damit verbunden sind, verbannte ich aus dem Urlaub.
Inzwischen habe ich mir vier Stellenangebote herausgesucht und ab morgen geht dann der Bewerbungsmarathon wieder los. Irgendetwas wird sich finden, da bin ich sicher.

Der ganze Urlaub hat mich wieder etwas weicher werden lassen. Ich konnte spüren, wie das dicke Fell, dass ich mir in den letzten Monaten und Jahren zugelegt habe, durchlässiger wurde. Ich hoffe, dass ich diesen Zustand nun beibehalten kann. Das bin einfach mehr… ich. Die, die bei einer Fernsehreportage weint, oder bei Musik, oder bei einem Buch, oder, oder, oder. Ich lasse mich gern berühren und möchte nicht immer tough sein müssen – ich muss mir das nur selbst manchmal sagen.
Am Strand sammelte ich dann nicht nur jede Menge Lochsteine, die nun schon zu einer Kette aufgefädelt sind, sondern ich fand auch ein großes Stück Treibholz. Mit beiden Armen trug ich es nach Hause, legte es auf den Kamin und trocknete es. Dann befreite ich es vom Sand und heute trieb ich drei Kerzenhalter in das weiche, glatte Holz. Wunderschön strahlt er nun am Fenster, mein Kerzenständer. In der ein oder anderen kleinen Stadt waren wir auch und ich hatte die Gelegenheit, endlich wieder einmal Kerzen zu ziehen. Eine so entspannende Tätigkeit! Die Kerzen liegen jetzt im Schlafzimmer und warten auf ihren Einsatz – ich möchte sie mir für den Winter aufheben, damit ihre Farbe und ihr Licht mir Freude bereiten und mich an diesen wunderschönen Urlaub erinnern.

Morgen beginnt dann offiziell die Uni wieder. Da ich jedoch in der nächsten Woche nicht arbeiten kann, werde ich Bewerbungen schreiben und ein Buch lesen. Dienstag beginnen dann meine Seminare wieder. Ich bin motivierter als noch vor der Winterferien und habe mir vorgenommen, mich schon einmal auf meine Hausarbeiten vorzubereiten (zwei Stück sind es, und das nach immerhin einem Jahr Pause…), damit ich die Semesterferien dann richtig genießen kann.

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