05. März 2016

6. März 2016

Frau Brüllen fragt „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ und ich antworte gern – wenn auch einen Tag später.

Es ist Samstag, Zeit zum ausschlafen… eigentlich. Stattdessen erwache ich um 7.51 Uhr und fühle mich ziemlich wach. Ein Blick hinüber zum Liebsten: Auch er schlägt gerade die Augen auf. Wir beraten uns kurz, sollen wir uns nochmal rumdrehen oder lieber aufstehen? Wir entschließen uns dazu, noch ein halbes Stünchen zu vertrödeln und dann den Tag zu nutzen und aufzustehen. Um 9.00 Uhr sitzen wir am Frühstückstisch und freuen uns nochmal darüber, dass wir früher als sonst aufgestanden sind. Am Vormittag steht noch ein bisschen was an und so haben wir entspannt Zeit dafür. Gegen 10.00 Uhr brechen wir auf und fahren zum Lieblingströdler, der zum Glück nicht weit entfernt ist. Am Dienstag habe ich dort einen Schrank gesehen, den ich mir ganz wunderbar in unserem Flur vorstellen kann.
Der Flur war bisher eher ein bisschen vernachlässigt, zwar nicht hässlich oder unschön, aber auch ohne viel Liebe zum Detail und ziemlich zweckmäßig. Der neue, tolle Schrank soll eine Veränderung einläuten! Er ist knapp 1,85m groß, ziemlich tief und fasst sicher viel Kram. Noch dazu ist er alt und wunderbar weiß lackiert, unten hat er eine Schublade. Beim Trödler überlegen wir: Wie sollen wir den wohl ins Auto bekommen? Zusammen schleppen wir ihn erst einmal bis zum Kofferraum und schauen dann. Irgendwie klappt es tatsächlich, der Kofferraum steht nur ein kleines bisschen auf und es ist ein leichtes, ihn zuzubinden. Sogar der Liebste und ich finden im Auto noch Platz und so geht es schnell nach Hause. Dort dann das nächste Problem: Das enge Treppenhaus… Der Schrank passt wirklich gerade so und mit viel Umgreifen durch das Treppenhaus. Ein Glück, dass wir inzwischen im ersten Stock wohnen und nicht mehr – wie in Berlin – im dritten Stock eines Altbaus. Um 11.00 Uhr steht der Schrank im Flur und sieht einfach nur wunderbar aus. Direkt danach geht es für uns weiter, im Baumarkt wollen wir Regalbretter zurechtsägen lassen und ein paar Kisten zur Aufbewahrung hätte ich auch noch gern. Zwischendurch kommt die Wäsche in den Trockner und wir schauen eben bei meiner Mama vorbei, die uns vorschlägt, für den Abend Ravioli zu machen. Mhh, wer würde da Nein sagen?
Im Baumarkt müssen wir einige Zeit warten, doch dafür haben wir anschließend vier wunderbar gleichgroße Regalbretter. Kisten gibt’s dort nicht (zumindest keine, die schön und nicht zu teuer sind), aber während wir noch ein paar Dinge einkaufen finden wir auch welche, die uns gefallen. Zu Hause heißt es dann also Schrank ausstaubsaugen, einmal auswischen und dann einräumen. Schals, Mützen, Handschuhe, Schlüssel, aber auch Vasen und Taschen finden einen Platz und ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Nun werden noch ein paar Möbel aus den anderen Zimmern getauscht und dann passt auch alles. Im Büro haben wir jetzt wieder einen gemütlichen Sessel stehen (stand im Schlafzimmer), im Flur steht ein kleines Billy-Regal für meine Schuhe (stand im Büro) und in der Küche steht eine Glasvitrine (stand im Flur). Ich liebe es ja, Dinge umzustellen, dabei aufzuräumen und auszumisten. Und als ich mich um 14.30 Uhr umschaue, habe ich zum ersten Mal das Gefühl, dass ich mich wirklich in diesem Flur aufhalten möchte.
Bis um 16.00 Uhr sitzen der Liebste und ich auf dem Sofa, erholen uns vom Schleppen und Umräumen, lesen ein bisschen und dann klingelt meine Mama und es gibt duftenede Zimtschnecken zum Nachmittag.
Zwischendurch muss sie nochmal weg, einkaufen, aber um 18.30 Uhr sitzen wir dann zusammen in unserer Küche und lassen uns die Ravioli schmecken. Wie so manches Mal, wenn wir uns treffen, verquatschen wir uns ganz wunderbar.
Es geht um ernste und lustige Themen, um Freunde und Familie, irgendwie ein bisschen um alles. Dazwischen gibt es Tee, Schokolikör, für den Liebsten einen Whisky, …
Als ich um 23.65 Uhr im Bett liege und nochmal auf die Uhr schaue, bin ich rundum zufrieden und freue mich über das, was wir heute geschafft haben. Und morgen dann: ausschlafen, nichts tun, ein Bad nehmen, … Hachja!

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