Fasten: Das Ende der Klamottenkur

24. März 2016

Heute ist Gründonnerstag, die Fastenzeit ist somit fast vorbei. Da sich bei mir jedoch schon in den letzten Wochen abgezeichnet hat, wie es für mich danach weitergeht, ziehe ich schon heute ein Resümee.
Insgesamt fand und finde ich die Idee nach wie vor wirklich gut. Es hat mir gefallen, nur eine bestimmte Anzahl Kleidungsstücke zu besitzen. Ich musste nicht ständig darüber nachdenken und ich kam – nachdem ich zu Beginn noch etwas ausgetauscht hatte – sehr gut mit meiner Auswahl zurecht. Dazu muss ich sagen, dass ich mir aber auch einige Gedanken gemacht habe; ein bisschen so, als führe ich in den Urlaub: Was passt wozu, welches Oberteil zu welchem Rock, welcher Cardigan zum Kleid? Das hat mir insofern geholfen, als dass sich eigentlich fast alles miteinander kombinieren ließ. Ein paar Mal habe ich mir dann auch Oberteile des Liebsten ausgeliehen und meinen Kleiderschrank so aufgestockt.
Gestern habe ich mir dann schon mal überlegt, wie es nach dem Fasten weitergehen soll. Alles wieder zurück in den Kleiderschrank und weiter wie vorher? Radikal ausmisten? Ganz anders?
Ich habe mich dann dazu entschieden, nicht radikal auszumisten. Zum Einen habe ich das erst vor kurzem gemacht und so gab es nicht wirklich Sachen, die ich weggeben wollte oder konnte, zum Anderen finde ich es aber auch vollkommen okay, dass ich bestimmte Sachen habe, die ich nicht immer anziehe. Seien es Kleider zu besonderen Anlässen oder auch andere Teile, die eben für mich in eine bestimmte Jahreszeit gehören. Der letzte Punkt war dann auch ausschlaggeben für mich und so habe ich meinen Kleiderschrank gestern aktualisiert.
Das heißt, ich habe geschaut, welche Sachen ich nun, wenn es Frühling ist (oder zumindest wird) nicht mehr anziehen möchte (weil sie zu warm sind oder mir zu winterlich aussehen zum Beispiel) und dann in meinem Bestand geschaut, wogegen ich diese Kleidungsstücke tausche.
Ich komme also wie am Anfang auch auf 35 Kleidungsstücke, jedoch zu etwa 50 Prozent andere als vorher. Das gibt mir sofort das Gefühl von neuer Kleidung, ohne dass ich dafür auch nur einen Euro ausgegeben habe.
Nach wie vor zähle ich allerdings Unterwäsche, Socken, Strumpfhosen, Sportsachen und gemütliche Zuhausekleidung nicht mit.
Im nächsten Schritt werde ich dann auch noch meine Winterschuhe putzen, teilweise zum Schuster geben und dann gut verstauen, damit auch hier der Frühling Einzug halten kann.

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Was mir übrigens unerwartet leicht fiel war, mir fast nichts neues zu kaufen. Vorgestern habe ich ein paar Teile Unterwäsche ersetzt und zu Beginn hatte ich mir ja eine Strickjacke für die bevorstehende Hochzeit meines Vaters gekauft, aber ansonsten war es nur ein Cardigan, den ich mir gegönnt und über den ich mich sehr gefreut habe. Vom Liebsten habe ich zudem ein Kleid (ebenfalls für die Hochzeit) und ein Oberteil geschenkt bekommen.
Neu war für mich auch das Gefühl, keine Lust zum „Shoppen“ zu haben. Sonst gibt es immer mal wieder so Phasen, in denen ich durchaus Lust habe, in die Stadt zu gehen und nach schönen Dingen zu schauen. Dem war dieses Mal – vielleicht auch aus Zeitgründen – nicht so. Stattdessen habe ich lieber mal in einem Café einen Tee getrunken, war Essen und habe mir hin und wieder frische Blumen gegönnt.

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Hier geht es zu meinem ersten Artikel zur Klamottenkur und dort findet ihr meinen ersten Rückblick.

Die Aktion zur Klamottenkur findet ihr übrigens auf dieser Seite.

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  • irka 24. März 2016 at 11:54

    Spannend! Ich finde den Gedanken, einen überschaubaren Schrank zu haben, auch sehr angenehm und hatte irgendwann ausgemistet. Und kam dabei an die Grenze, dass ich wegen Bau und Garten nicht Konmari-Like einfach entsorgen kann, zudem bin ich keine Wegschmeißerin, sondern recycle ganz gerne oder gebe weiter. Ich habe wenige Teile für gut, die ich derzeit auf kompatibilität prüfe, viel fürs Rumschlumpern im Haus und kaputtes und löchriges für Bau und Garten (was danach in die Putzlumpenkiste geht) – aber nichts mehr, das ich nicht trage, aus welchen Gründen auch immer. Alles andere ist weggegangen. Ein gutes Gefühl. Und was neu (also neu oder 2ndHand) reinkommt, muss kompatibel sein. Zugute kommt mir, dass ich nicht gerne shoppen gehe 😀

    LG irka

    • Waldgängerin 28. März 2016 at 16:52

      Hach, jetzt habe ich es so lange nicht geschafft, deinen Kommentar freizuschalten, bitte entschuldige.
      Ich wollte aber unbedingt darauf antworten! 🙂
      Genau so wie dir ging es mir auch – irgendwo gibt es eine Grenze, an der ich nicht weiterkomme. Ich finde es aber auch total in Ordnung, da dann einfach zu stoppen. Denn (m)ein langfristiges Ziel ist es ja, einfach weniger zu konsumieren und wenn ich alles weggebe, was ich selten anziehe, werde ich es wohl früher oder später wieder nachkaufen.
      Ich finde es total spannend, dass du auf deinem Blog darüber berichtest, wie du entrümpelst und ausmistest… 🙂
      Viele liebe Grüße und eine wunderbare neue Woche!