Mein Osterwochenende

28. März 2016

Ich wollte meiner liebsten Nicht-mehr-nur-Brieffreundin von meinem Osterwochenende berichten – doch dann dachte ich mir, dass ich ja auch einen Blog-Eintrag daraus machen könnte; so hätte vielleicht jemand, der hier mitliest, auch noch Freude daran.

Da ich gebürtig aus Nordhessen komme, beginnt Ostern bei uns traditionell schon am Gründonnerstag – mit echt nordhessischer „Grüne Sauce“ mit Pellkartoffeln und für den Liebsten noch gekochte Eier dazu. Die Grüne Sauce kam direkt vom Bauern aus der Nähe und war sooo gut! Richtig frisch, frühlingshaft und nicht so schwer. Meine Mama war so lieb, alles vorzubereiten, da wir noch regulär bis abends arbeiteten. Nach der Arbeit fuhren wir also direkt vorbei und zwei Freunde waren auch noch da. Wir verbrachten einen wunderbaren, entspannten Abend mit gutem Essen und ich freute mich schon auf das laaange Wochenende, das vor uns lag.
Am Freitag erwachte ich recht früh und machte erst einmal eine meiner gefürchteten berüchtigten „Zu Erledigen“-Liste. Da stand ziemlich viel drauf, von Osternester vorbereiten bis Kühlschrank aufräumen, über Bad putzen und Küchenfliesen abwaschen. Leider hatte ich mir einen Nerv eingeklemmt und daher böse Rückenschmerzen, aber wir kamen dann doch gut voran und ich schaffte es sogar noch, unsere Arbeitsplatte mal wieder zu ölen. Das letzte Mal war schon eine ganze Weile her! Am frühen Nachmittag ging es zu meiner Mama, die Fisch, Kartoffelbrei und Salat vorbereitet hatte – so viel gutes und leckeres Essen zog sich durch das ganze Wochenende. Wir saßen dann noch bei ihr zusammen, leider war das Wetter aber nicht schön genug für einen Ausflug, also schauten wir (ganz untypisch eigentlich) zwei Filme, bevor der Liebste und ich wieder nach Hause gingen. Dort ging es dann noch ein bisschen weiter mit unserer Aufräumaktion.
Den Samstag vertrödelten wir mehr oder weniger; wir schliefen aus, lasen, ich buk Kränze und kleine Hasen aus Quark-Öl-Teig, außerdem schauten wir einen Film und zum Abend gab es eine richtig leckere Gemüse-Nudel-Pfanne.
Am Frühling mag ich ja auch so gerne, dass endlich meine Lust auf frisches und leichte(re)s Essen zurückkehrt.
Zwischendurch kauften wir noch ein paar Dinge für die freien Tage ein und brachten Altpapier, Altglas und Altkleider weg. Das war ein ziemlich gutes Gefühl, denn der Keller schaute schon wieder ziemlich voll aus… Auf dem Weg zum Einkauf fuhren wir außerdem an dem Haus vorbei, in dem meine Großeltern früher lebten. Wir gingen dort ein bisschen spazieren und ich konnte aus meiner Kindheit erzählen und dem Liebsten mal wieder Orte zeigen, die er noch nicht kannte – das ist immer ein schönes Gefühl. Zudem schien die Sonne ein bisschen und es war ganz mild und angenehm.
Wir waren noch recht lange wach und konnten, im dunklen Schlafzimmer liegend, die Kirchenglocken in der Osternacht hören – das war ein wirklich schönes Gefühl.
Am Ostersonntag wachte ich dann dank Zeitumstellung nicht ganz soo früh auf, musste den Liebsten aber doch aufwecken. Wir suchten unsere Osternester (ich bekam wunder-wunderschöne Ohrringe und eine soo schöne Tasse) und frühstückten dann ganz entspannt auf der Couch, da der Küchentisch noch immer voll mit Sachen stand, die sonst auf der Arbeitsplatte stehen (oder eigentlich sowieso ganz woanders hingehören…).
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Irgendwie verging die Zeit ziemlich schnell und am frühen Abend trafen wir uns mit meinem Bruder bei meiner Mama. Die hatte – sie ist wirklich die Beste! – noch einmal für uns gekocht und so gab es wieder einmal richtig leckeres Essen. Ich koche auch unglaublich gern, aber ich war so froh, dass ich das an diesem langen Wochenende kaum tun musste. Wir saßen bis um zwei Uhr nachts zusammen, redeten, aßen, spielten irgendwann Karten und es war einfach ein richtig toller Abend. Gegen drei Uhr fiel ich ins Bett und schlief bis um elf Uhr einfach durch, ohne einmal wirklich aufzuwachen. Dafür war ich dann heute Morgen ziemlich hungrig! Ein letztes Mal frühstücken auf der Couch und irgendwie lief die Zeit nur so davon. Eben kam mein Vater noch auf einen Kaffee vorbei und wir konnten uns nochmal ganz in Ruhe über seine bevorstehende Hochzeit unterhalten, was auch richtig entspannt und schön war.

Nun ist der Tag gefühlt schon beinahe vorbei, aber die Sonne kommt gerade raus und vielleicht mache ich doch noch einmal einen Spaziergang… Heute Abend gibt es dann eines meiner aller-allerliebsten Essen (Reis mit Wokgemüse, Erdnusssauce und zwei Tage lang eingelegtes Hühnchenfleisch) und morgen habe ich glücklicherweise einen zusätzlichen freien Tag.

Das Wochenede war wirklich wunderbar – so entspannt wie (glaube ich) lange kein Osterwochenende mehr, mit viel Familie und lieben Menschen, Zeit vertrödeln, ausschlafen und lesen… Eben genau so, wie ich es mir oft wünsche.

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