Mein Himmelfahrts-Wochenende

10. Mai 2016

Eigentlich sollte ich gerade ein Buch für die Uni lesen – aber das letzte Wochenende war so schön, dass ich mich nun dazu entschlossen habe, erst noch darüber zu schreiben. Prokrastination kann ich!
Das Wochenende begann dank Brückentag bereits am Donnerstag und ich freute mich so sehr, dass ich gar nicht wirklich ausschlafen konnte.
Kennt das außer mir eigentlich noch jemand? Ganz oft geht es mir samstags so, dass ich am Liebsten aus dem Bett springen möchte, weil ich frei habe und so viele Möglichkeiten, etwas schönes zu tun. Irgendwie glaube ich aber, dass diese Eigenschaft nicht sehr verbreitet ist – zumindest murmelt der Liebste regelmäßig morgens „Guck‘ mich nicht so an!“, wenn ich darauf warte, dass er wach wird.
Jedenfalls waren wir dieses Mal beide recht früh wach, was sicherlich auch an dem schönen Wetter lag. Wir standen also auf und waren an diesem Tag ziemlich produktiv! Nach dem Frühstück räumten wir auf, putzten Fenster und Bad und ich guckte auch gleich mal wieder den Kühlschrank durch; was sich da immer so ansammelt…
Nachmittags gingen wir dann zu meiner Mama, wo wir gemeinsam grillen wollten. Vorher gab es aber erst mal Waffeln und währenddessen saßen wir auf dem Balkon und ließen uns die Sonne ins Gesicht scheinen. Am frühen Abend wurde dann der Grill entfacht und es gab das erste gegrillte Essen des Jahres. Außerdem entdeckte ich mein altes Lieblingsspiel wieder – Kniffel (auch Yahtzee genannt). Wir spielten tatsächlich einige Runden und hatten dabei sehr viel Spaß.
Der Freitag startete ebenfalls recht früh, denn der Liebste und ich mussten noch einige Dinge besorgen und beschlossen so, direkt nach dem Aufstehen aufzubrechen. Mit den Fahrrädern fuhren wir in Richtung Innenstadt und merkten natürlich auch sofort, wie groß unser Hunger war. Wir überlegten kurz, holten uns dann aber nur etwas Kleines zum verspäteten Frühstück und beschlossen, später dafür dann noch etwas richtiges zu essen. Nachdem wir in der Stadt alles, was wir brauchten (inklusive eines Kniffel-Blocks!, bekommen hatten, kauften wir Baguettes und Eistee und fuhren dann weiter in den Stadtpark. Dort suchten wir uns ein schönes Plätzchen, aßen und kniffelten dann eine Runde – die Blick der Spaziergänger waren einfach unbezahlbar!
Gegen Nachmittag machten wir uns dann auf den Heimweg, hielten jedoch unterwegs noch bei einem unserer liebsten Cafés direkt am Wasser und aßen dort ein Stück Kuchen. Der Liebste wollte dann noch bei unserem Trödler nach einem Notenständer schauen, wurde aber leider nicht fündig. Dafür entdeckte ich eine alte, wunderschöne Kommode mit Marmoraufsatz. Ich war sofort verliebt und nach kurzem Abwägen kauften wir sie, um die IKEA-Kommode in der Küche zu ersetzen. In einer super Aktion schafften wir sie dann nach Hause und ich hatte an diesem Abend gut damit zu tun, den Inhalt der vorigen Kommode umzusortieren und auszumisten.
(Die Aktion sah übrigens wie folgt aus: Der Liebste borgte sich eine Sackkarre und brachte so das Unterteil der Kommode ohne Schubladen nach Hause, während ich mit dem Fahrrad vorausfuhr. Dann ging es mit dem Auto (under der Sackkarre) zurück zum Trödler, die Marmorplatte und die Schubladen wanderten ins Auto, mit dem ich zurückfuhr; der Liebste nahm sein Rad. Zu Hause musste die Kommode dann noch in den ersten Stock und dort wurde sie einmal komplett geputzt und entstaubt. Wie gut, dass wir so nah am Trödler wohnen!)
Der Samstag war wiederum recht entspannt, morgens mussten wir einkaufen, ich buk einen Kuchen und dann ging es nochmal auf den Balkon meiner Mama (wir haben ja leider keinen eigenen). Abends waren wir bei meinem Vater und seiner Frau eingeladen, wo wir ziiiemlich lecker aßen und ganz lange gemeinsam draußen saßen. Ich hatte ein paar Hochzeitsbilder dabei, die wir anschauten und tief in der Nacht radelten wir dann zurück nach Hause und fielen müde ins Bett.
Am Muttertag schliefen wir dann ziemlich lange und machten nicht wirklich etwas (ich war so müde, dass ich meine Augen zwischendurch eine Stunde auf dem Sofa ausruhen musste…), bevor wir spätnachmittags bei meiner Mama eingeladen waren. Auch mein Bruder war da und wir konnten erneut lange, lange draußen sitzen.

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Ich hatte wirklich ein ganz wunderbares, vollgepacktes, glücklich machendes Wochenende und konnte zwar etwas müde, aber dafür super erholt in die neue Woche starten.

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