1. Hochzeitstag

19. Juni 2016

An diesem Wochenende feierten der Liebste und ich tatsächlich schon unseren ersten Hochzeitstag… Bei Stepanini fand ich vor etwas mehr als einem Jahr (ein paar Tage vor unserer Hochzeit) ein schönes Zitat, welches mir gefiel und worüber ich lange nachdachte.
Hin und wieder kommt es mir in den Sinn und dann kann ich nicht anders, als in Gedanken leise zu nicken.

Der Sinn der Ehe ist nicht mehr aus früheren Vorgaben zu beziehen, vielmehr wird es zur Aufgabe der Beteiligten selbst, ihr Sinn zu geben, mit ihr wiederum dem Leben: Beispielsweise, um im Anderssein, das einer für den Anderen ist, eine größere Spannweite des Lebens zu erfahren, sich wechselseitig eine Ressource, eine immer neue Quelle von Kraft zu sein, ein Schutz um mit den Stärken des Einen die Schwächen des Anderen abzuschirmen, ein Ansporn, um sich weiterzuentwickeln und Dinge gemeinsam zu verwirklichen, ein Ärgernis, um negative Energien beieinander loszuwerden, ein Anlass zu Auseinandersetzungen, die den eigenen Kern berühren und ihn damit spürbar machen, eine frei gewählte Schicksalsgemeinschaft, um den Weg durchs Lebens nicht alleine zu gehen.

Schon vor einiger Zeit hatten der Liebste und ich gemeinsam überlegt, wie und wo wir unseren ersten Hochzeitstag verbringen wollten. Schließlich kamen wir überein, ihn in noch kleinerer Runde zu feiern, als vor einem Jahr unsere Hochzeit. Zu Zweit fuhren wir ein gutes Stündchen weit und verbrachten drei Tage in einem ganz abgelegenen, kleinen Gasthaus und den umliegenden Örtchen. Wir fanden Zeit für Gespräche, zum lesen, wir aßen ganz fabelhaft (und viel…), gingen noch mehr spazieren und glücklicherweise schien ganz oft die Sonne, sodass wir zwischendurch auch mal auf einer Bank im Garten sitzend ausruhen konnten.
Am Samstagabend waren wir noch bei einer fabelhaften und sehr kurzweiligen Lesung; dafür hatte eine sehr nette Dame extra ihren privaten Garten geöffnet. Es gab aber nicht nur ganz viele Lieder, Gedichte und eine Kurzgeschichte, sondern auch heißen Melissentee und frischen Apfelsaft.
Heute Nachmittag kamen wir zurück und meine Mama überraschte uns noch mit einer superleckeren Biskuitrolle – zur Feier des Wochenendes sozusagen. Rundum gelungen waren diese Tage und so können wir morgen hoffentlich froh, entspannt und noch immer verliebt (und „in Liebe“, ganz wörtlich aus dem Englischen übersetzt sozusagen) in die neue Woche starten.

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Susanne sammelt auf ihrem Blog übrigens noch viel mehr Wochenenden in Bildern.

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  • stepanini 20. Juni 2016 at 22:11

    Alles Gute zum Einjährigen!

  • Im Juli möchte ich… – Waldgängerin 1. Juli 2016 at 19:44

    […] ersten Hochzeitstag mit dem Liebsten […]