Erinnerungen, Teil 1

27. Juni 2016

Vor einigen Monaten erstand ich ein Flow-Magazin, dem ein kleines Heftchen beilag.
In diesem Heftchen, einem Erinnerungsbüchlein, standen einige Fragen. Da mir diese sehr gut gefielen, legte ich das Heftchen direkt beiseite, um diese Fragen irgendwann einmal in Ruhe zu beantworten.
Ich bin jemand, der sich wirklich sehr gern erinnert. Egal ob Geschmäcker, Düfte, Ereignisse oder Menschen – ich liebe es, noch einmal in meiner Erinnerung zu erleben und zu schauen, an was ich mich alles noch erinnern kann.
Dann verging jedoch einige Zeit und ich vergaß das Büchlein erst einmal-
Bis ich bei der Schattenmalerin auf einen schönen Eintrag stieß. Sie hatte es sich zur Aufgabe auf ihrem Blog gemacht, 1000 Fragen, die in einem ähnlichen Heftchen standen, zu beantworten. So an das Erinnerungsbüchlein erinnert, holte ich es hervor und besah mir die Fragen noch einmal.
Sogleich strömten Erinnerungen ein und ich beschloss, ebenfalls eine Blogreihe zu beginnen – eine mit Erinnerungen.
Als Beitragsbild wählte ich ein altes Bild meiner Mama aus Kindertagen, das ich wirklich sehr liebe. Außerdem habe ich auch gleich mal eine neue Kategoerie angelegt, um die Blogreihe direkt aufrufen zu können.
So starte ich heute also mit der ersten Frage und möchte versuchen, in den kommenden Wochen möglichst montags meine Erinnerungen mit euch zu teilen.
Sollte irgendwann eine_r von euch Lust haben, mitzumachen, lasst es mich gern wissen, damit ich auf eure Blogs verweisen kann.
Nun aber auf zur ersten Frage!

Ob Kiosk, Bonbonladen oder Bäckerei. In welchem Geschäft deiner Kindheit warst du besonders gern? Wie sah die Auslage aus?

Bei dieser Frage muss ich direkt an ein Geschäft denken, an dem ich auf meinem Schulweg jeden Morgen vorbeikam: Die Bäckerei. Es gab dort nicht nur Brot, Brötchen und Backwerk, sondern auch Süßigkeiten.
Ab und zu gingen meine Schulfreundinnen und ich vor der Schule hinein und stellten uns, ausgerüstet mit ein paar Groschen, eine Schnucketüte zusammen.
In der Schule wurde dann probiert, getauscht und gefeilscht. Besonders gern mochte ich die Lippenstifte aus Zucker oder auch Schlümpfe, die sich besonders hartnäckig in den Backenzähnen festsetzten.
Was ich hingegen niemals von selbst ausgesucht hätte, waren Ufos – außen aus Esspapier, innen mit saurem Brausepulver gefüllt – denn die wurden mir zu schnell matschig.
An die eigentliche Auslage der Bäckerei kann ich mich kaum erinnern, denn mein Weg führte immer schnurstracks vom Eingang auf die rechte Seite des Ladens, wo all die Süßigkeiten aufgereiht waren. Manche gab es nur selten, andere wiederum waren recht teuer, sodass ich sie nur selten aussuchte.
Alle waren sie aber in großen, runden und durchsichigen Boxen. Irgendwann kam dann eine Bäckereifachverkäuferin zu einem herüber, nahm eine der kleinen Bäckertüten und dann durfte man auswählen, was man haben wollte – und wie viel.
Nach der Schule hielt ich eigentlich nie dort, immer nur vorher, um für die Pause gerüstet zu sein.

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