Halbzeit

30. Juni 2016

Unglaublich – die ersten sechs Monate dieses Jahres sind tatsächlich schon vorbei.
Zeit also, kurz innezuhalten um zurückzuschauen und nachzufühlen: Was ist in der ersten Hälfte des Jahres passiert? Was hatte ich mir vorgenommen?
Meine kompletten Vorsätze für das Jahr findet ihr an dieser Stelle.

Tatsächlich war ich in diesem Jahr bisher sehr viel draußen und habe dabei auch gleich etwas für mich getan: Ich habe begonnen, laufen zu gehen. Das ist ein guter Ausgleich und macht mir manchmal sogar Spaß, auch wenn ich gestehen muss, dass ich ohne den Liebsten wohl nicht so drangeblieben wäre. Daher macht sich auch bemerkbar, dass er in den letzten zwei Wochen nicht laufen durfte. Zwischendurch kam mir dann noch ein extrem schlimmer Heuschnupfen (teilweise mit Atemnot) in die Quere und so werde ich wohl am Wochenende endlich wieder durchstarten.

Eine wirklich Reise steht bisher nicht an, auch wenn mein Fernweh mich arg beschäftigt. Dafür gibt es aber einfach so viel anderes zu tun und eine wunderbare Zeit mit Freunden und meinem Liebsten habe ich bisher allemal verbracht.
Überhaupt, mein Mann und ich – das ist schon etwas ganz, ganz tolles. Etwas über ein Jahr sind wir verheiratet und bald fünfeinhalb Jahre teilen wir unsere Leben miteinander. Trotzdem wird es nie langweilig und uns ist bisher auch noch nicht der Gesprächsstoff ausgegangen. Wir können albern und ausgelassen sein, ebenso sind wir oft ernst und führen lange, tolle Gespräche. Wir mögen unsere Familien gegenseitig, unsere Freunde sowieso. Das Band, das uns verbindet, hat sich auch in diesem halben Jahr weiter gefestigt, ohne uns die Luft abzuschnüren. Wir haben Freiraum, gemeinsame Zeit und ich hoffe, dass wir nie aufhören, in Kontakt zu bleiben.

Schaue ich in meinen Kalender, so wirkt das bisherige halbe Jahr vor allem ziemlich vollgepackt. So viele Pläne wurden umgesetzt, Listen habe ich geschrieben und auch viel erlebt.
Ich war im Kino, im Theater, unterwegs in der Stadt und der umliegenden Gegend. Ich habe Erfurt kennengelernt und auch Berlin mal wieder einen Besuch abgestattet. Mein Kleiderschrank wurde entrümpelt und ich habe mir lange Zeit nichts neues zugelegt – das hat sich jetzt nochmal geändert, als ich ein paar Teile für meine Sommergarderobe entdeckt und reduziert dann auch erstanden habe.
Ich habe neue Rezepte ausprobiert, ein Instrument zu spielen begonnen (mein erstes seit dem Blockflöten-Unterricht in der Grundschule!) und bin inzwischen stolze Patentante eines wunderbaren Kindes. Ich war auf einer Hochzeit, habe ein tolles Osterfest verbracht und dem Liebsten einen schönstmöglichen Geburtstag bereitet.
Oft musste ich mich in Geduld üben (und muss es noch) und manchmal kann ich die Veränderungen, die vielleicht noch bevorstehen, kaum erwarten. Ich habe viele, viele Nachrichten an meine liebste Brieffreundin geschrieben und an anderen Stellen lernen müssen, dass man Menschen manchmal einfach gehen lassen muss – wenn sie einem nicht mehr guttun und auch kein Interesse an einer weiteren Freundschaft zeigen.
Ich bin viel und gern Auto gefahren, habe Hunderte von Fotos gemacht und zwei Alben gebastelt.
Ich hatte endlich wieder Zeit und Muße, mehr zu lesen.

Bisher war das definitiv – und trotz aller Höhen und Tiefen und all der Zeit des Wartens – ein gutes halbes Jahr und ich glaube fest daran, dass es weiter so geht.
Um ehrlich zu sein, kann ich es kaum erwarten.

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