Erinnerungen, Teil 4

25. Juli 2016

(Fast immer) Einmal in der Woche teile ich, immer zu einer bestimmten Frage, eine oder auch mal mehrere Erinnerungen, die dann auch in der gleichnamigen Kategorie zu finden sind. In der letzten Woche wurde die Reihe unterbrochen, weil ich es nicht geschafft habe – und auch nicht wirklich Muße dazu hatte. Heute geht es aber wie gehabt weiter.
Wer mitmachen möchte, ist herzlich dazu eingeladen.

Zähle fünf Lieblingsgerichte deiner Kindheit auf. Waren es Pizza, Königsberger Klopse, Pfannkuchen? Wer hat sie für dich gekocht?

Hach, Essen… Ich esse ja sehr gern, allerdings mochte ich viele Dinge als Kind nicht. Einige mag ich immer noch nicht (Eier, Speck, Käse), an andere traue ich mich mittlerweile heran.
Wenn ich an Lieblingsgerichte aus meiner Kindheit denke, kommen mir vor allem folgende Essen in den Sinn:

  1. Rouladen mit Salzkartoffeln und Möhren – so ein richtiges Sonntagsgericht, das meine Mama ab und zu (meist im Herbst dun Winter) kochte. Rouladen selbst mochte ich als Kind gar nicht, ich aß stattdessen einfach nur die braune Sauce mit Kartoffeln (schön zerknetscht, mhhh) und Möhren dazu. Die kräftige, dunkelbraune Sauce und dazu die süßlichen Möhren, hachja, schon beim Gedanken daran läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Gleich gilt übrigens für Gulasch, der nach fast demselben Rezept zubereitet wurde.
  2. Sauerteigbrot mit Salami – das war lange Zeit mein bevorzugtes Schulbrot und noch heute muss ich nur ein Salamibrot riechen, schon sitze ich wieder im Klassenzimmer neben meiner besten Freundin und packe meine beerenfarbene Brotdose aus. Bei uns wurde immer eine Viertelstunde vor der Pause gemeinsam in der Klasse gefrühstückt, so hatten wir während der Pause richtig Zeit zu spielen. In den ersten zwei Jahren gab es sogar noch die sogenannte „Schulmilch“, die ich zwar nicht regelmäßig bekam, manchmal aber doch. Kein Wunder, dass ich auch heute noch manchmal ein Salamibrot esse und mir dazu einen Kakao mache. Dann habe ich meinen Sitzplatz vor Augen, stelle mir vor, wie ich mein Tischset hervorhole und schon ungeduldig auf die Pause warte…
  3. Toastbrot mit Schmand und Zucker – das ist ein Essen, welches ich vor allem mit meiner Mama verbinde. Irgendwie kenne ich niemanden sonst, der das gerne ist. Bei uns gab es von Zeit zu Zeit nachmittags Schmandbrot; also ein Toastbrot mit Schmand bestrichen und dünn mit Zucker bestreut. Am Besten schmeckte es, wenn man es noch eine Weile stehen ließ und der Zucker sich langsam auflöste – meist konnte ich jedoch nicht so lange warten. Heute habe ich selten Schmand zu Hause, wenn es aber doch mal so ist, gibt es meist auch ein Schmandbrot für mich.
  4. Erdbeerkuchen mit Vanillepudding – den ersten dieser Sorte gab es jedes Jahr an Karfreitag, nach Fisch und Kartoffelsalat (für mich Fischstäbchen und Salzkartoffeln), bei meiner Oma auf der Terasse. Besonders gut war er, weil meine Oma extra wenig Gelatine benutzte (moch ich nämlich gar nicht), dafür aber unten auf dem Kuchen Vanillepudding verstrich. Später durfte ich ihr vormittags jelfen und die Erdbeeren verteilen. Meistens machte sie gleich zwei Kuchen, da die ganze Familie großzügig zulangte.
  5. Apfelkuchen mit Streuseln –  auch diesen Kuchen gab es, wenn wir bei meiner Oma waren. Egal ob an Geburtstagen, Ostern oder einfach so: Dieser Kuchen durfte nicht fehlen. Der Boden war unglaublich lecker und nicht zu süß, darauf die Äpfel aus dem eigenen Schrebergarten, getoppt mit knusprig-buttrigen Streuseln. Mhhh! Glücklicherweise habe ich das Rezept noch und weiß natürlich auch noch, dass dieser Kuchen am nächsten Tag am Besten schmeckt.

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