Denken

Konsumauszeit | Woche 1

7. November 2016

Die erste Woche der Konsumauszeit ist ohne größere Einschränkungen vorübergegangen und so dachte ich mir, dass es an der Zeit für einen ersten Rückblick ist.
Der Liebste wie ich haben wie immer Lebensmittel für die Woche gekauft (meist planen wir am Sonntag oder Montag, was wir in der nächsten Woche essen wollen und stellen danach unseren Einkaufszettel zusammen), uns aber für diese Woche dazu entschieden, erst einmal weiter alles aufzubrauchen, was wir noch haben. Ich hätte es zunächst gar nicht gedacht, doch nachdem wir einen Blick in unseren Gefrier- sowie den Vorratsschrank geworfen hatten sahen wir, dass wir in der kommenden Woche eigentlich nur Brot benötigen.
Da sieht man mal, wie die Wahrnehmung trügen kann. In meinem Kopf stand eigentlich immer fest, dass wir nur ein oder zwei Mahlzeiten mit vorbereitetem Essen überbrücken können, bevor wir einkaufen gehen müssen.

Was brauche ich?

Was mir doch recht schwerfiel war die Tatsache, dass ich mir sooo gern einen neuen Kalender bestellen möchte, um in diesen schon einmal Geburtstage und feste Termine für das nächste Jahr zu übertragen. Ich mache das immer gern früh und freue mich dann darauf, dass der Kalender schon vorbereitet in meinem Schrank liegt. Nun überlege ich seit über einer Woche, ob ich mir den Kalender bestellen soll oder nicht.
Natürlich finde ich es schon einmal gut, dass ich überhaupt so lange darüber nachdenke – da ich ihn mir aber sowieso kaufen werde, muss ich mit mir selbst noch ausmachen, ob ich damit bis zum Dezember warte oder in den nächsten Wochen schon bestelle.

Was mir wider Erwarten leicht fiel war dagegen unser Besuch auf einem Kunsthandwerkermarkt. Auf den freue ich mich jedes Jahr, weil es da wirklich wunderschöne Sachen gibt. Der Liebste und ich schlenderten darüber und schauten uns alles genau an, letztendlich wurde es dann aber nur ein Stück für die Küche (also nach dem Umzug). Das freut mich schon irgendwie, denn ich hätte am liebsten alles gekauft. Als ich dann aber darüber nachdachte, was wir denn wirklich auch brauchen könnten, blieb nur ein Teil übrig.

Altes gehen lassen

In der letzten Woche schaffte ich es aber nicht nur, kein Geld auszugeben, gleichzeitig konnte ich auch noch ein paar Möbel, die wir nach dem Umzug (in der Form) nicht mehr benötigen, verkaufen. Heute wird das letzte Stück abgeholt und ich glaube, damit ist es dann auch wirklich geschafft und wir haben diesbezüglich nichts mehr zu tun.
Dann steht nur noch einmal Sperrmüll und noch ein bisschen Kleinkramentsorgung an, aber das war es!
Heute haben wir dann auch unseren neuen Kleiderschrank geplant und mussten da nochmal einiges umwerfen, da es nicht so passen will, wie wir uns das gedacht haben. Letztendlich läuft es darauf hinaus, dass wir alles selbst bauen. Das macht mir nicht nur Spaß, es ist dann auch wirklich perfekt auf uns zugeschnitten (und sieht noch dazu oft schöner aus).
Geld sparen wir dabei zwar voraussichtlich nicht (oft sind ja die Fertigsachen im Möbelhaus günstiger, als Hartholz, etc.), aber allein schon, dass wir alles selbst gemacht haben und keinen Platz verschwenden, stimmt mich sehr fröhlich. Zudem wird die Schlüsselübergabe nun aller Voraussicht nach (ich klopfe dreimal ;)) zwei oder drei Wochen früher als geplant stattfinden und wir haben dann wirklich Zeit, in Ruhe alles, was wir schon haben, aufzubauen.

Wie geht es weiter?

Was nicht nur mir, sondern auch anderen Mitstreiter_innen der Konsumauszeit Kopfzerbrechen bereitet ist die Frage, ob Einladungen okay sind… Ich habe da für mich kurz drüber nachgedacht und beschlossen: Wenn ich selbst kein Geld ausgebe, dann ist das für mich in Ordnung. Der Liebste wollte zum Beispiel am Samstag vor dem Besuch des Kunsthandwerkermarktes gern mit mir essen gehen und da wir beide Hunger hatten, sagte ich (natürlich) zu. Da ich diese Einladung aber nicht forciert habe, sondern notfalls auch einfach eine Ausnahme gemacht hatte, ist das für mich kein Problem.
In dieser Woche stehen eventuell ein oder zwei Ausgaben an; dabei geht es einmal um den Umzug (wir brauchen noch zwei Rollroste für unser neues altes Bett) und einmal um den Adventskalender des Liebsten. Diesen möchte ich gern fertigstellen, bevor der Umzugsstress wirklich beginnt und so überlege ich, mir das am Samstag vielleicht mal vorzunehmen. Da geht es aber wirklich nur noch um Kleinigkeiten.

Nun schaue ich mal, wie es den Anderen so ergangen ist! Eine vollständige Teilnehmerliste gibt es natürlich bei Svenja und alle meine Gedanken (den Beginn und später auch die Rückblicke) zum Thema findet ihr an dieser Stelle.

 

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  • Annika 7. November 2016 at 15:13

    Hallo liebe Waldgängerin,

    bei einer Einladung zum Kaffee, etc. steht ja oft auch der soziale Aspekt (zusammen setzen, sich miteinander austauschen) im Vordergrund und in diesem Zusammenhang wäre es für mich in Ordnung.

    Liebe Grüße
    Annika

    • Waldgängerin 8. November 2016 at 10:19

      Hej Annika. 🙂

      Ja, das sehe ich ganz genau so wie du, deshalb habe ich für mich auch beschlossen, dass das für mich in Ordnung ist. 🙂
      Viele Grüße,

      Waldgängerin

  • Katrin Brombeerhecke 10. November 2016 at 21:21

    Hallo Waldgängerin,
    da ich die meisten meiner Freundinnen zum Essengehen treffe, mache ich hier auch eine Ausnahme. Ich habe mir erst überlegt, ob ich alternativ zum Essen zu Hause einlade. Aber irgendwie wird es dann stressig für mich. Es kostet einfach mehr Vorbereitung, dann der Abwasch … wahrscheinlich alles reine Gewohnheit LG Katrin

    • Waldgängerin 11. November 2016 at 16:09

      Huhu Katrin. 🙂
      Ich kann dich gut verstehen – mir ist es auch oft zu stressig, für alle zu kochen und mich um die komplette Vor- und Nachbereitung zu kümmern. In einem Freundeskreis machen wir es mittlerweile so, dass wir uns abwechseln und reihum einladen. Das ist auch schön, aber es gibt trotzdem immer eine Person, die dann nicht ‚richtig da‘ ist – beim Essengehen haben alle Zeit und sind entspannt.
      Viele liebe Grüße,
      Waldgängerin