Konsumauszeit | Woche 2

14. November 2016

Nachdem ich in der letzten Woche schon eine kleine Zusammenfassung geschrieben und mir danach noch Gedanken über Minimalismus im Zusammenhang mit unserem Umzug gemacht habe, ist es Zeit für einen Rückblick auf die zweite Woche der Konsumauszeit.

Neue Woche, neue Herausforderungen?

Nachdem die erste Woche ohne größere Probleme oder Einschränkungen vorüberging, war die zweite Woche vor allem davon geprägt, dass wir Dinge für das neue Haus gekauft haben – teure Dinge! Die hatte ich zwar von vornherein aus der Konsumauszeit ausgeschlossen, dennoch kam auch hier immer mal wieder der Gedanke auf „Brauche ich/brauchen wir das wirklich?
Bei einer mir ganz wichtigen Sache war das schon seit Monaten klar: Statt eines regulären Backofens habe ich mir einen mit Dampfgarfunktion gegönnt. Der Liebste und ich haben dafür nochmal extra gespart und ich kann kaum beschreiben, wie sehr ich mich darüber und darauf freue! Besonders beim Backen von Brot und Brötchen kam ich immer wieder an meine Grenzen, das ist nun aber bald vorbei (hoffe ich).
Die Küche selbst finde ich vom Preis in Ordnung (dabei ist immerhin neben dem Dampfgar-Backofen auch noch eine Geschirrspülmaschine), sie ist wirklich so, wie ich sie mir gewünscht habe und wird dann noch ein bisschen individualisiert. Da wir nur ein kleines Auto haben, war von Anfang an klar, dass wir sie uns liefern lassen, aber selbst aufbauen werden. Da haben wir zum Glück tolle, tatkräftige Freunde, die uns dann beim Aussägen der Arbeitsplatte und dem Ausrichten der Schränke helfen werden.
Ich habe mir tatsächlich auch etwas gekauft! Im Moment, als ich es tat, kam mir die Konsumauszeit tatsächlich überhaupt nicht in den Sinn – hinterher habe ich dann schon darüber nachgedacht.

Nur eine Ausnahme…

2015 haben der Liebste und ich geheiratet. Wir ließen uns Ringe in Roségold anfertigen, da dieser Ton zu uns beiden gut passt und mir einfach viel besser gefiel, als Gelbgold. Platin oder Silber schied schnell aus, da ich mir meinen Ehering eher klassisch wünschte und Schmuck in kalten Farben nur selten trage. Nun ist es so, dass ich schon seit vielen Jahren ein Septumpiercing habe, meist ist es ein goldener Ring (ich habe allerdings auch einen in silberfarben). Dieser passte nicht so hundertprozentig zu meinem Ehering und ich wünschte mir seit 2015, ein passendes Piercing zu finden. Zwischendurch vergaß ich es, dann schaute ich wieder aktiver danach. Im Internet wollte ich nicht gern bestellen, da ich immer mal wieder Allergien habe und nichts riskieren mochte. In dem ein oder anderen Piercingstudio, in dem ich war, wurde ich nicht fündig.
Dann, am Samstagmorgen schlenderten der Liebste und ich noch kurz durch die Innenstadt und da sah ich sie in einer Auslage – sollten das wirklich roségoldene Piercings sein? Wir gingen hinein, fragten nach und zehn Minuten später kam ich mit neuem Septumpiercing und einem riesigen Grinsen aus dem Laden. Ich bereue es absolut nicht, mein Geld dort ausgegeben zu haben. So lange habe ich danach gesucht und ich wollte einfach nicht länger warten.
Was ich wirklich schön finde ist, dass ich immer mehr merke (nicht nur seit der Konsumauszeit, doch seitdem reflektiere ich auch noch ein bisschen mehr), was ich wirklich haben möchte. Dieses Piercing wird mich hoffentlich mindestens so lange begleiten wie mein Ehering. 😉
Mit dem Kalender ist es ja genaus so, den habe ich mir allerdings noch nicht bestellt. Ich habe beschlossen, damit bis nach unserem Umzug zu warten, sodass ich mich ihm dann auch in Ruhe widmen kann.

Damit starte ich also in die dritte Woche und bin gespannt, wie es weitergeht… Ob mir die Arbeit im Haus (streichen, Lampen anschließen, putzen, …) in dieser Woche wohl Zeit für etwas anderes lässt?
Alles, was ich bisher so zur Konsumauszeit und Minimalismus aufgeschrieben habe, gibt es übrigens an dieser Stelle.

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