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Denken

Wochenrückblick | KW 18

 

Hui, diese Woche hatte es wirklich in sich. Nachdem wir den gefühlt ewig langen vierten Schub hinter uns gelassen haben, zahnt das Winterbaby seit einer Woche. So richtig mit Durchfall, wundem Po, Schmerzen und Weinerlichkeit. Und es ist auch kein Schneidezahn, sondern ein Eckzahn. Echt gemein und ich habe es nicht glauben wollen, aber seit heute zeigt sich eine miniwinzigkleine Spitze… Außerdem dreht sie sich wie eine Weltmeisterin, lacht seit einigen Tagen mit Simme und auch wenn ich dahinschmelze – das geht alles sooo schnell. Mein Baby!
Quasi nebenbei haben wir dann heute mal wieder das Wohnzimmer im Fuchsbau umgeräumt (so sommerlich, so luftig) und den Balkon bereit für die nächste Woche gemacht, da soll es ja richtig schön sommerlich werden.


Gesehen: Sonne, eine kleine Eckzahnspitze, viele Windeln.
Gehört: Hauptsächlich Radio und meine Sommerplaylist.
Gelesen: Nur ein paar Blogs und die ein oder andere Stoffwindelreview.
Gegessen: Seeehr leckeren Schokokuchen.
Getrunken: Definitiv zu wenig – da muss ich mir mal was überlegen.
Gesagt: „Waaaah, mein Baby!“
Gefreut: Darüber, dass das Zahngel Wirkung gezeigt hat. Und über das Lachen vom Winterbaby
Getan: Viel draußen gewesen, rumgeräumt.
Geplant: Nicht wirklich irgendwas.
Gedacht: „Eckzähne sind der Feind.“
Gewünscht: Dass es dem Winterbaby besser geht, ruhigere Nächte.
Gekauft: Möbel für den Balkon (nach langem Hadern und Rechnen, aber ich freu‘ mich so).

 

[Nach einer Idee von Fräulein Julia]

Wochenrückblick | KW 08

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Diese Woche war eigentlich nicht ungewöhnlich anstrengend und trotzdem war ich eben so froh, als der Liebste mich ins Bett schickte und ich mal eine Stunde schlafen konnte – ich bin echt müde.


Gesehen: Ganz viel Sonne, zum Glück. Außerdem „In meinem Himmel“.
Gehört: „Die Schlafwandler“ von Christopher Clark – naja, zumindest begonnen habe ich damit und es gefällt mir richtig gut.
Gelesen: Ein bisschen in „Nüchtern: Über das Trinken und das Glück“ von Daniel Schreiber.
Gegessen: Endlich mal wieder Nudel-Brokkoli-Pfanne.
Getrunken: Ganz viel Tee.
Gesagt: „Das geht ab!“
Gefreut: Über das erste auf-den-Rücken-rollen des Winterbabys und über Frühlingsblumen, die mir meine Mama mitgebracht hat.
Getan: Einen langen Spaziergang gemacht.
Geplant: Ein Treffen in der nächsten Woche.
Gedacht: „Wie wunderbar die Sonne scheint.“
Gewünscht: Schlaf (was denn sonst?), manchmal eine Pause, Frühling.
Gekauft: Eine neue Trage als Ergänzung zu unseren Tüchern und dem Ringsling. Nun sind wir – glaube ich – für so ziemlich jede Situation ausgestattet.

 

[Nach einer Idee von Fräulein Julia]

Wochenrückblick | KW 05

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Diese Woche war, wenn ich sie so im ganzen betrachte, wirklich ausgeglichen und gut. Leider wurde das Winterbaby immer wieder von Bauchweh geplagt, aber so langsam scheint sich das ein wenig zu bessern. Auch die Nächte spielen sich ein, sodass der Liebste und ich allmählich wieder etwas besser und auch mehr schlafen können.


Gesehen: Wunderschöne Wintermorgen und Sonne.
Gehört: Hörbücher – und davon ganz viele.
Gelesen: Ein bisschen in „Die Schlafwandler“ von Christopher Clark.
Gegessen: Pommes, Schokolade und allgemein zu ungesund für meinen Geschmack.
Getrunken: Wahrscheinlich zu wenig, da ich es so oft vergesse.
Gesagt: „Sie tut mir so Leid!“
Gefreut: Über das riesengroße Lächeln des Winterbabys.
Getan: Spazierengegangen, müde gegähnt, langsam ein Morgenritual etabliert.
Geplant: Unser neues Schlafzimmer und eine Wand im Wohnzimmer.
Gedacht: „…nur nochmal ein Stündchen schlafen.“
Gewünscht: Dass das Bauchweh beim Winterbaby schnell besser wird.
Gekauft: Einen Body für das Winterbaby und eine Kleinigkeit für das ganz neu geborene Baby einer Freundin.

 

[Nach einer Idee von Fräulein Julia]

Wochenrückblick | KW 04

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In dieser Woche hat der Liebste – nun für zwei Monate in Teilzeit – wieder zu arbeiten begonnen. Als das Winterbaby eine Woche bei uns war, hatte ich Angst vor dem Moment, wenn ich mit ihm allein sein würde; und die wildesten Befürchtungen, was alles passieren könnte. Natürlich war dem nicht so, alles klappte sehr gut und ich hoffe, dass das so weitergeht. Nun liegt erst einmal ein hoffentlich entspanntes Wochenende vor uns.


Gesehen: Morgendämmerung.
Gehört: Meine Lieblingsplaylist.
Gelesen: Blogs.
Gegessen: Spaghetti mit Zucchini-Sauce, das leckerste Pizzabrot beim Lieblingsitaliener.
Getrunken: Viel Tee – bei dem Wetter genau das Richtige.
Gesagt: „Müüüde!“
Gefreut: Über den Jahrestag mit dem Liebsten und vier Wochen mit dem Winterbaby.
Getan: Bilder angeschaut, das erste Mal mit dem Winterbaby (und dem Liebsten natürlich) Essen gegangen.
Geplant: Ich glaube, ausnahmsweise mal nichts.
Gedacht: „Ob ich mich wohl kurz hinsetzen könnte?“
Gewünscht: Eine Federwiege zum Testen.
Gekauft: Ein Geburtstagsgeschenk für meine Mama und mir selbst einen Cardigan.

 

[Nach einer Idee von Fräulein Julia]

Wochenrückblick | KW 03

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Mehr und mehr spielen wir uns zu Hause ein und so habe ich auch mal wieder Zeit, auf die Woche zurückzublicken. Nach wie vor bin ich unglaublich dankbar dafür, dass der Liebste momentan (noch knapp eine Woche) zu Hause ist und dass wir danach die Möglichkeit haben, dass er zwei Monate Teilzeit-Elternzeit nimmt und nur vier Stunden am Tag arbeitet. Die gemeinsame Zeit ist so schön und wichtig.


Gesehen: Schnee, Sonne und Regen.
Gehört: Mal wieder ein paar Hörbücher, ansonsten hauptsächlich Babygeräusche. 😉
Gelesen: Ich habe mit „Kinder verstehen“ von Herbert Renz-Polster angefangen und mich gleich festgelesen – das Buch macht wirklich Spaß!
Gegessen: Ofenkartoffeln mit Möhren und Falafel.
Getrunken: Viel Tee und viel zu wenig Wasser…
Gesagt: „Die sind so doof!“
Gefreut: Über das schlafende Baby im Tragetuch und über Zeit zum Hefeteig ansetzen.
Getan: Spazieren gegangen, zu Hause gekuschelt, Kuchen gebacken.
Geplant: Ein bisschen die nächste Zeit, wenn der Liebste wieder (Teilzeit) arbeitet.
Gedacht: „Hoffentlich geht es dem Winterbaby bald besser.“
Gewünscht: Dass es dem Winterbaby besser geht und die elendigen Blähungen bald ein Ende haben.
Gekauft: Geburtstagsgeschenke für mein Patenkind und ein Oberteil für das Winterbaby, außerdem ein wunderschönes Kleid für mich.

 

[Nach einer Idee von Fräulein Julia]

Wochenrückblick | KW 51

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Noch hat sich das Winterbaby nicht auf den Weg gemacht, aber ich glaube, dass es nun nicht mehr lange dauern wird… Langsam wird es ja auch Zeit! Diese Woche war dementsprechend eher von Ruhe und dem Warten geprägt; ich bemühe mich, mit meiner Kraft zu haushalten, nehme mir nichts größeres mehr vor und mag überhaupt am Liebsten zu Hause sein.


Gesehen: „Der Herr der Ringe“, bisher den ersten und den zweiten Teil in der Extended Version. Das letzte Mal ist wirklich lange her und ich freue mich schon auf den dritten Teil.
Gehört: Ein bisschen was von Laura Marling.
Gelesen: Eher geblättert, in der ein oder anderen Zeitschrift.
Gegessen: Weißbrot mit Schmand, njom. Das hatte ich so lange nicht, mag es aber sehr gern.
Getrunken: Wasser, Tee und Spezi.
Gesagt: „Ich hab‘ keine Lust mehr.“
Gefreut: Darüber, dass es dem Winterbaby gut geht, sodass es sich nicht beeilen muss, sondern selbst den Startschuss geben kann.
Getan: Gewartet und geschlafen – zumindest gefühlt war das alles.
Geplant: Finanziell das erste Quartal des neuen Jahres. Durch meinen Mutterschutz, meine Elternzeit und die Teilzeit-Elternzeit des Liebsten wird das echt ein hin und her und ich wollte gern zumindest grob wissen, was auf uns zukommt.
Gedacht: „Wann es wohl losgeht?“
Gewünscht: Dass es dem Winterbaby gut geht.
Gekauft: Hmm, da muss ich überlegen. Für meine Mama ein paar schöne Servietten, aber ich glaube, das war es schon. Die Weihnachtsgeschenke habe ich bereits seit einigen Wochen zu Hause und eingepackt sind sie auch schon.

 

[Nach einer Idee von Fräulein Julia]

Wochenrückblick | KW 50

So, heute ist also der „errechnete Geburtstermin“ des Winterbabys. Ich bin gespannt, wann es sich auf den Weg machen wird… Gestern war ich noch einmal zur Vorsorge und es ist alles bereit, wenn es losgeht, geht es los. Ich schwanke zwischen Vorfreude, Angst (nicht vor der Geburt, sondern vor der Zeit danach), dem Wunsch, noch ganz viel zu schlafen und dass das Winterbaby schon da ist… Alles sehr ambivalent, aber der Liebste war da und wir konnten uns ganz wunderbar austauschen. So starte ich zuversichtlich und gespannt ins Wochenende.

Gesehen: „Tatsächlich Liebe“, „Liebe braucht keine Ferien“ und einige Folgen „New Girl“.
Gehört: Neue Musik.
Gelesen: Hauptsächlich Blogs, mal wieder.
Gegessen: Wraps und Bagel, njom.
Getrunken: Leider etwas zu wenig, da muss ich mehr aufpassen.
Gesagt: „Schön, dass du da bist.“
Gefreut: Darüber, dass der Liebste die Woche über zu Hause war – und über ganz viel Zweisamkeit.
Getan: Geredet, Filme geschaut, draußen gewesen.
Geplant: Nichts, ausnahmsweise.
Gedacht: „Wann sich das Winterbaby wohl auf den Weg macht?“
Gewünscht: Manchmal, dass es losgeht – dann wieder, dass noch etwas Zeit ist. Das gehört wohl dazu.
Gekauft: Ich glaube, außer Lebensmittel nichts.

[Nach einer Idee von Fräulein Julia]

Wochenrückblick | KW 49

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Hach, diese Woche war zwar nicht ganz so ruhig, wie mal angedacht, dafür aber nicht weniger schön. Ich war beim Yoga und bei der Akupunktur, konnte wieder besser und auch mal länger schlafen und habe mir Pausen gegönnt, wann immer es nötig war. Es ist interessant – besonders jetzt, zum Ende, gewöhne ich mich langsam an dieses Schwangersein. Wahrscheinlich auch, weil all die Unannehmlichkeiten nachgelassen haben und ich gelernt habe, wie ich mich bewegen und was ich noch tun kann.

Gesehen: Im Traum das Winterbaby.
Gehört: Die Stimme des Liebsten, wenn er mir abends vorliest.
Gelesen: „Die Farbe von Milch“ von Nell Leyshon.
Gegessen: Nach langer Zeit mal wieder Porridge, lecker und wärmend.
Getrunken: Wasser und Tee – meist abwechselnd.
Gesagt: „Wann es wohl losgeht?“
Gefreut: Über so liebevoll ausgewählte Post, ganz für mich. Über besseren Schlaf.
Getan: Mir Ruhe gegönnt, auch wenn es schwer war.
Geplant: Die erste Zeit im Wochenbett.
Gedacht: „Eigentlich ist jetzt alles fertig – oder?“
Gewünscht: Noch ein entspanntes Wochenende, bevor das Winterbaby dann auch wirklich gern kommen darf.
Gekauft: Ein wunderschönes, gebrauchtes Tragetuch. Heute sollte es ankommen und ich freue mich schon sehr darauf.

 

[Nach einer Idee von Fräulein Julia]

Veränderungen III

Langsam aber sicher neigt sich die Schwangerschaft mit dem Winterbaby dem Ende zu. Immer öfter frage ich mich, wer da wohl bald bei uns sein wird – was für ein Mensch ist das wohl? Nun, nach so vielen Wochen, kann ich sagen, dass sich bewahrheitet hat, was ich immer wieder gelesen aber doch nicht wirklich gedacht hätte: die bisherigen Veränderungen betrafen nicht nur den Liebsten und mich, meinen Körper, oder auch den Fuchsbau.
Auch Freundschaften haben sich verändert, ebenso Beziehungen zur weiteren Familie. Mit manchem hätte ich nie gerechnet – ich wurde sowohl positiv, als auch negativ überrascht.
Sicherlich liegt es an anderen Prioritäten, denn was bei mir sicherlich nicht so war ist, dass es kein anderes Thema mehr gegeben hätte. Ich war und bin ein Mensch, der gern erzählt – aber nicht, wenn kein Interesse zurückkommt. Ich habe immer wieder gern erzählt wie es ist, wie es mir geht, was so passiert. Kamen aber keine Nachfragen (und das war sowohl familiär, als auch in zum Teil langjährigen Freundschaften der Fall), hörte ich auf damit. Ich möchte gewiss niemanden langweilen und kann sehr gut verstehen, dass es andere, spannendere Themen gibt. Dann waren da meine lange, sehr schlimme Übelkeit und die Tatsache, dass ich einfach Prioritäten setzen musste. Ruhe und Entspannung waren wichtiger als Treffen oder Neuigkeitenaustausch.
Und als das endlich geschafft war, musste ich mich erst einmal neu sortieren und positionieren.

Familie

Die Verkündung meiner Schwangerschaft wurde glücklicherweise von allen Familienmitgliedern (Eltern, Geschwister, Tanten und Onkel, Großeltern, …) durchweg positiv aufgenommen. Dann jedoch geschah etwas interessantes: während manche Familienmitglieder plötzlich viel mehr Interesse an unserem Leben zeigten, sich gerne nach der Schwangerschaft erkundigten und Hilfe anboten, kam von anderen – gar nichts.
Das fanden wir an sich gar nicht schlimm, denn zum einen bin ich immer für Ehrlichkeit (und wenn kein Interesse da ist, kann ich das durchaus verstehen) und zum anderen war ich (bedingt durch die schlimme Übelkeit) die ersten Monate sowieso nicht in der Lage, mich groß darum zu kümmern.
Meine Mama war wohl diejenige, die am unaufdringlichsten und zugleich doch immer am präsentesten war. Sie fragte nach, interessierte sich, hörte zu – jedoch ohne mich oder den Liebsten auszufragen. Wir unterhielten uns einfach gut. Die Eltern des Liebsten waren sehr interessiert und – trotz weiter Anreise und meist wenig Zeit – mehrmals zu Besuch, riefen oft an und unterstützten uns auch finanziell, sodass wir uns den ein oder anderen Wunsch für das Winterbaby erfüllen konnten. Auch zu weiter entfernten Familienmitgliedern wurde der Kontakt wieder reger, viele schauten selbst noch einmal im Keller oder auf dem Dachboden nach Babysachen und so kamen wir zu dem ein oder anderen schönen Stück und mussten nur wenig neu (und selbst) kaufen.
Wie es da im Einzelnen weitergeht, wenn das Winterbaby da ist, darauf bin ich auf jeden Fall gespannt.

Freunde

Ich dachte immer, dass Freundschaften – die vielleicht doch keine, oder nicht so tiefe waren, wie gedacht – am ehesten zerberechen, wenn das Winterbaby da ist und plötzlich Themen für mich relevant und am allerwichtigsten werden, die sonst niemanden betreffen. In meinem engeren Freundeskreis bin ich die erste Schwangere, im etwas weiteren Freundeskreis die zweite. Ich stellte mich innerlich darauf ein wie es sein würde, wenn da ein Mensch wäre, der für mich so faszinierend und so wichtig sein würde, dass ich alles andere darüber vergessen oder als unwichtig abtun würde.
Womit ist nicht gerechnet hatte: Schon vorher „verabschiedeten“ sich Freunde von mir – manche mit Ausreden, manche mit dem Versprechen, sich bald wieder zu melden, manche wortlos. Das tut mir immer mal wieder weh, wenn ich darüber nachdenke. Diese Menschen waren nicht umsonst wichtig für mich und ich habe viel mit ihnen geteilt. Ich hätte mir gewünscht, sie an meiner Seite zu wissen und ihnen das erste Bild meines Kindes schicken zu dürfen. Betrachte ich es rational, so bin ich sehr froh darum, dass sich diese Personen früher verabschiedet haben und nicht erst, wenn ich womöglich ohnehin gerade total emotional im Wochenbett bin und sich liebe Freunde plötzlich nicht mehr bei mir melden.
Trotzdem kann ich es nicht verstehen – besonders nicht bei jenen, die mir noch ein lapidares „Bis bald“ oder „wir bleiben in Kontakt“ zuwarfen. Mich befremdet es hin und wieder, zu wissen, dass es da (ehemalige) Freunde gibt, die mir auf sozialen Kanälen folgen, ohne aber mit mir persönlich zu interagieren. So ein Verhalten finde ich ziemlich merkwürdig, erkläre es mir inzwischen aber einfach mit Neugier – was jedoch nicht mit Interesse an mir zu verwechseln ist!

Den negativen Entwicklungen möchte ich aber eigentlich gar nicht so viel Beachtung schenken (zumal das hier auch keine Abrechnung oder ähnliches sein soll) – viel wichtiger ist es mir festzuhalten, dass es Freundschaften gibt, die so sehr an Tiefe gewonnen haben, dass ich immer noch darüber staune.
Gerade eine Freundin, die mir zwar schon lange die liebste und nächste war, aber auch so ein ganz anderes Leben führt als ich, hat mich mit ihrem ehrlichen Interesse und ihrer großen Anteilnahme sehr be- und gerührt. Für eine Nacht ist sie vorbeigekommen, damit wir uns vor der Geburt des Winterbabys auf jeden Fall noch einmal sehen. Wir hatten zwei großartige Tage gemeinsam, haben so viel geredet, dass ich hinterher fast keine Stimme mehr hatte und sind uns dadurch noch näher als zuvor. Uns verbindet ganz viel, wir sind uns sehr ähnlich und bei manchem doch ganz verschieden. Bei uns stimmt die Chemie und ich habe da auch gar keine Angst, dass sich die Freundschaft auseinander entwickeln könnte, wenn das Baby erst einmal da ist. Wir werden unseren gemeinsamen Weg finden.
Dann ist da noch der beste Studienfreund des Liebsten und mir, der uns im Sommer besuchen kam und einfach immer da ist. Wir müssen nicht ständig Kontakt halten, denn sobald wir uns sehen, ist alles wie immer. Er ist einer der verständnisvollsten und nettesten Menschen, die ich kenne. Ich weiß genau, wenn der Liebste und ich ihn bräuchten, stünde er in ein paar Stunden auf der Matte. Nach gemeinsamen Seminaren, Umzügen, Hochs und Tiefs ist er verlässlich für uns beide da.
Außerdem gab es auch Freundschaften, die neu belebt wurden. Das durfte ich gerade erst erleben, als der Liebste und ich in Berlin waren und unsere Theaterfreunde besuchten. Wir hatten uns – glaube ich – drei Jahre nicht gesehen und mir war schon etwas mulmig, wie sie wohl auf einen Überraschungsbesuch reagieren würden. Tatsächlich hatten wir dann aber so viel Spaß und saßen noch stundenlang zusammen. Wir tauschten uns aus, redeten, erinnerten uns gemeinsam und schafften eine neue, wundervolle Erinnerung.

Wenn ich an all das Schöne denke, wird mir ganz warm ums Herz und ich freue mich auf die Zeit, die kommen wird. Da sind Familie und Freunde, die immer da waren. Manche sind etwas nähergerückt. Und ein paar neue Freundschaften entstehen gerade, ganz langsam. Mit Gleichgesinnten. Und das ist so schön!

Wochenrückblick | KW 47

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Nach einem wunderbaren langen Wochenende, verging der Rest der Woche wirklich schnell. Heute hat die Rufbereitschaft begonnen und auch, wenn es sich noch nicht so anfühlt: Wenn das Winterbaby sich jetzt auf den Weg machen würde, wäre das vollkommen in Ordnung. Ich hoffe natürlich trotzdem, dass es sich in meinem Bauch noch wohl genug fühlt, um die nächsten drei Wochen dort zu bleiben.

Gesehen: Berlin – so ein Glück. Wann wir es wohl im nächsten Jahr dorthin schaffen?
Gehört: Radio.
Gelesen: „Die Farbe von Milch“ von Nell Leyshon.
Gegessen: Leckeres Brot, Donuts, Tomatensuppe – ziemlich viel leckeres.
Getrunken: Viel Tee und Wasser – wie immer also.
Gesagt: „Ich bin müüüde!“
Gefreut: Darüber, dass der Urlaub so wunderschön war. Und über (manchmal) besseren Schlaf. Darüber, dass die Rufbereitschaft begonnen hat.
Getan: Eine Küchenwand gestrichen, Hörbücher gehört, mir Pausen genommen.
Geplant: Termine für nächste Woche.
Gedacht: „Jetzt könnte es wirklich losgehen.“
Gewünscht: Dass das Winterbaby noch ein bisschen geduldig ist und weiter wächst.
Gekauft: Ein Waffeleisen für den Liebsten – unseres ist schon lange kaputt.

 

[Nach einer Idee von Fräulein Julia]