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Denken

Wochenrückblick | KW 47

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Nach einem wunderbaren langen Wochenende, verging der Rest der Woche wirklich schnell. Heute hat die Rufbereitschaft begonnen und auch, wenn es sich noch nicht so anfühlt: Wenn das Winterbaby sich jetzt auf den Weg machen würde, wäre das vollkommen in Ordnung. Ich hoffe natürlich trotzdem, dass es sich in meinem Bauch noch wohl genug fühlt, um die nächsten drei Wochen dort zu bleiben.

Gesehen: Berlin – so ein Glück. Wann wir es wohl im nächsten Jahr dorthin schaffen?
Gehört: Radio.
Gelesen: „Die Farbe von Milch“ von Nell Leyshon.
Gegessen: Leckeres Brot, Donuts, Tomatensuppe – ziemlich viel leckeres.
Getrunken: Viel Tee und Wasser – wie immer also.
Gesagt: „Ich bin müüüde!“
Gefreut: Darüber, dass der Urlaub so wunderschön war. Und über (manchmal) besseren Schlaf. Darüber, dass die Rufbereitschaft begonnen hat.
Getan: Eine Küchenwand gestrichen, Hörbücher gehört, mir Pausen genommen.
Geplant: Termine für nächste Woche.
Gedacht: „Jetzt könnte es wirklich losgehen.“
Gewünscht: Dass das Winterbaby noch ein bisschen geduldig ist und weiter wächst.
Gekauft: Ein Waffeleisen für den Liebsten – unseres ist schon lange kaputt.

 

[Nach einer Idee von Fräulein Julia]

Wochenrückblick | KW 46

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Endlich, endlich klingt die Erkältung ab. Passend dazu haben der Liebste und ich spontan beschlossen, dieses Wochenende (okay, von Donnerstagabend bis Montagnachmittag) nochmal nach Berlin zu fahren. Heute ist nochmal Vorsorge und gleichzeitig auch Aufklärungsgespräch im Geburtshaus und ich denke, dass ich mich danach sicher genug fühle – zumal ich nicht glaube, dass das Winterbaby sich so früh auf den Weg macht. Lieber mache ich es ihm mit warmer Kleidung und gutem Essen nochmal richtig gemütlich.

Gesehen: Immer wieder die Sonne, die den Fuchsbau erhellt.
Gehört: Hörbücher – ganz viele davon.
Gelesen: Ein paar Blogs, was dank unregelmäßigem Internet aber nur mäßig funktionierte.
Gegessen: Oft Nudeln.
Getrunken: Schwarzen Tee, Eistee und Wasser (aber davon eigentlich zu wenig).
Gesagt: „Ich freu‘ mich so!“
Gefreut: Über die sich bessernde Erkältung und ein paar schlafreichere Nächte, in denen ich nicht 5x aufgewacht bin.
Getan: Beschlossen, mit dem Liebsten nochmal übers Wochenende nach Berlin zu fahren – mit der Hoffnung, dass das Winterbaby kein Berliner werden möchte. 😉
Geplant: Den Spontanurlaub am Wochenende.
Gedacht: „Nur noch drei Mal schlafen.“
Gewünscht: Ein schönes Wochenende, weniger frieren.
Gekauft: Zugtickets.

 

[Nach einer Idee von Fräulein Julia]

Wochenrückblick | KW 45

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Es gibt ja so diese Wochen, in denen man gefühlt zu gar nichts kommt – und es gibt diese Wochen, in denen man wirklich zu gar nichts kommt. Nachdem sich schon in der letzten Woche eine Erkältung anbahnte, brach sie dann diese Woche richtig aus… Außer Ruhe, Wärme und Nasenspülung konnte/durfte/sollte ich (so als Schwangere) eigentlich gar nichts dagegen machen, also verbrachte ich fast die gesamte Zeit mit matschigem Kopf und Husten-Schnupfen-Heiserkeit auf dem Sofa, natürlich immer daran denkend, was ich in dieser Woche so alles schaffen wollte. Es nützt aber ja nichts, auch wenn die Geburt des Winterbabys näher und näher rückt und langsam geht es mir zum Glück wieder besser. Die Nächte werden etwas hustenärmer, die Tage sind häufiger von einer freieren Nase geprägt. Ich lasse es also weiterhin langsam angehen und hoffe, dass ich dann dafür in der nächsten Woche wieder wirklich fit bin.

Gesehen: Hauptsächlich aus dem Wohnzimmerfenster, während ich auf dem Sofa saß oder lag.
Gehört: Radio und ab und zu ein bisschen Hörbuch.
Gelesen: Fast nichts, dafür reichte die Konzentration nicht.
Gegessen: Sehr leckere Kürbissuppe.
Getrunken: „Hals wohl“-Tee und Wasser.
Gesagt: Nicht viel, da ich die meiste Zeit kaum eine oder keine Stimme hatte.
Gefreut: Über eine liebe Nachricht und auf Besuch.
Getan: Mit dem Liebsten bei der Beratung zum Elterngeld gewesen, viel geruht und eher nichts gemacht.
Geplant: Die erste Zeit nach der Geburt des Winterbabys.
Gedacht: „Och nö.“
Gewünscht: Bessere Nächte, schnell gesund werden.
Gekauft: Ein paar Lieder über iTunes.

 

[Nach einer Idee von Fräulein Julia]

Wochenrückblick | KW 44

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Die Woche war ziemlich durchwachsen – Montag und Dienstag waren wir noch im Urlaub und hatten eine ganz wunderbare, entspannte Zeit. Leider wurde danach jedoch der Liebste krank und inzwischen habe ich auch eine Erkältung oder einen grippalen Infekt. Schwanger macht das irgendwie noch weniger Spaß; vor allem, wenn das Sodbrennen wieder ziemlich schlimm ist.
Das Wochenende wird also aller Voraussicht nach ziemlich entspannt werden, mit viel Ruhe und Auszeiten.

Gesehen: Viel Nebel.
Gehört: Die wunderschöne Cover-Version von „Dancing in the dark“ von Ruth Moody.
Gelesen: Ein bisschen in einer Zeitschrift, ein paar Blogs.
Gegessen: Bagel mit Frischkäse.
Getrunken: „Hals wohl“-Tee.
Gesagt: „Mein Hals tut weh.“
Gefreut: Über drei Päckchen, die endlich angekommen sind.
Getan: Beim Yoga und zur Vorsorge gewesen.
Geplant: Ein großes Tablett für die Fensterbank im Wohnzimmer – und gebaut hab‘ ich es dann auch.
Gedacht: „Ich möchte bitte nicht krank werden.“
Gewünscht: Weniger Husten.
Gekauft: Holz.

 

[Nach einer Idee von Fräulein Julia]

Wochenrückblick | KW 43

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Knapp anderthalb Wochen waren wir Zuhause, heute Mittag geht es, gemeinsam mit meiner Mama, nochmal für ein langes Wochenende weg. Dieses Mal nicht ganz so weit und ans Wasser, statt in die Berge. Ich freue mich schon sehr auf diese Auszeit – es war dann wahrscheinlich die letzte, bevor das Winterbaby kommt. Momentan tut sich wieder einiges, leider ist mein Eisenspiegel so tief gefallen, dass es kein Wunder ist, dass ich mich seit einiger Zeit kränklich und schlapp fühle. Die Hebamme rief aber extra noch Montagabend an und so nehme ich seitdem Tabletten und hoffe, dass ich mich dann bald wieder fitter fühle.

Gesehen: Schöne Sonnenuntergänge!
Gehört: Die Stimme des Liebsten beim Vorlesen (wie jeden ABend <3).
Gelesen: Anträge und Erläuterungen zu Anträgen.
Gegessen: Ein Baguette mit Tomate und Pesto (mhhh!), Süßigkeiten, Spinat.
Getrunken: Wasser, Wasser, Wasser. Achja und zwischendurch mal Tee.
Gesagt: „Ich hab schon wieder Sodbrennen.“
Gefreut: Über die Wiedersehensfreude mit dem Kolleg_innen. Außerdem wieder auf Urlaub und hoffentlich ganz viel Entspannung.
Getan: An der Arbeit gewesen um meine Elternzeitplanung zu besprechen.
Geplant: Elternzeit. Dabei habe ich auch gleich diverse Anträge begonnen auszufüllen – das Meiste sollte nun erledigt sein.
Gedacht: „…Sooooo müde!“
Gewünscht: Dass die Tabletten schnell anschlagen.
Gekauft: Einen apfelgrünen Wollwalk-Anzug (gebraucht), damit das Winterbaby nicht friert.

 

[Nach einer Idee von Fräulein Julia]

Veränderungen II

Ein bisschen was über die Schwangerschaft mit dem Winterbaby habe ich ja bereits geschrieben – heute geht es mir aber mehr darum, wie sich eigentlich der Fuchsbau in der Zwischenzeit verändert hat.

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Momentan sieht es normalerweise noch nicht so aus, als wohnte hier bald jemand mit uns – zumindest in Flur, Küche und Wohnbereich. Natürlich haben wir schon einiges angeschafft, doch so viele Dinge für das alltägliche Wohnen brauchen wir eigentlich gar nicht.
Der einzige Raum, der sich (vor allem am letzten Wochenende) schon sehr verändert hat, ist das Schlafzimmer. Das Winterbaby wird erst einmal mit uns im Familienbett schlafen; immerhin haben wir inzwischen ein 2×2 Meter großes Bett mit durchgängiger Matratze. Dazu passend haben wir einen Rausfallschutz und ein dünnes, schlichtes Baumwollnestchen gekauft, damit es im Winter an der Seite nicht so zieht. Beides bringen wir dann wohl Ende November an, wenn wir uns mehr und mehr auf die Geburt einstimmen.
Gegenüber unseres Bettes hat sich hingegegn ganz viel getan, hier sind Schrank, Regal und Hocker gewichen und haben Platz gemacht für ein paar andere Möbel.

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Nachdem der Liebste und ich schon vor einiger Zeit eine gebrauchte Wickelkommode erstanden hatten und nun auch endlich die wunderschöne Wickelauflage von Kraftkids bei uns eingezogen ist, hatten wir eine Zeit lang so ein bisschen provisorisch ein Billy-Regal und ein Wandregal dazu angebracht.
Das gefiel mir schnell nicht mehr, aber so eine richtige Idee hatte ich auch noch nicht… Bis ich dann bei meinem Lieblingströdler einen wunderschönen, nicht zu tiefen Schrank fand, den ich mir sofort perfekt als Wäscheschrank für das Winterbaby vorstellen konnte. Er war ziemlich gebraucht, ein Scharnier musste neu angebracht und der alte, inzwischen gelbliche Stoff im Inneren entfernt werden, aber ich zeigte ihn dem Liebsten und ein paar Tage später holten wir ihn tatsächlich ab.
Da ich kein passendes kleines Regal finden konnte, um die Lücke hinter der Wickelkommode zu schließen, beschloss ist außerdem, einfach selbst eines zu bauen – sooo schwer konnte das ja nicht sein. Am letzten Wochenende war es dann soweit, ich nahm mir beide Tage Zeit und werkelte an den verschiedenen Stücken herum, bis mir alles gefiel. Nun passt es wunderbar in unser Schlafzimmer, keines der Stücke ist zu wuchtig und die Möbel sind so ruhig, wie ich es gern mag und zum Schlafen auch brauche. (Zwar mag ich unbehandeltes Holz sehr gern, die verschiedenen Töne (gerade bei gealterten Möbeln) sind mir aber oft zu unruhig und passen dann für mich schnell nicht mehr ins Konzept eines Raumes.)
Zwischendurch habe ich immer mal wieder Bilder vom Prozess gemacht:

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Und das Ergebnis sieht nun so aus und macht mich sehr, sehr glücklich:

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Besonders gefällt mir auch die kleine Salzsteinlampe, ein Mitbringsel aus Berchtesgaden. Sie spendet warmes, gerade richtig helles Licht und ist besonders nachts sehr gemütlich und nicht so störend, wie andere Lampen.
Im Schrank befinden sich nun die Kleidungsstücke des Winterbabys (auf dem untersten Regalbrett auch schon in der nächsten Größe), außerdem momentan noch die Babydecke, das Handtuch und ein paar andere Dinge, die bisher natürlich noch nicht gebraucht werden. In der Wickelkommode selbst können wir dann die Windeln aufbewahren und ins Regal kommt alles, an das man schnell heranmöchte.
Ein schöner Nebeneffekt ist auch, dass ich für mein altes  und vor langem erstandenes Apothekerschränkchen ebenfalls eine Idee bekommen habe, wofür ich es nutzen kann: Es bewahrt nun, neben dem Spiegel befestigt, meine Parfums und mein Deo auf, außerdem hat mein Schmuck wieder einen schönen Platz bekommen.

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Fehlt eigentlich nicht mehr viel: Die Bilder werden noch umgehangen, damit die Wärmelampe ihren Platz finden kann und ich glaube, dann ist der Wickelplatz wirklich (erst einmal) fertig.

 

Wochenrückblick | KW 41

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Diese Woche war vor allem von Vorfreude auf das lange Wochenende in den Alpen geprägt. Wir haben aufgeräumt, gewaschen, gepackt und Wanderrouten rausgesucht. Dazwischen war auch noch ein bisschen allgemeine Vorfreude auf alles, was dieses Jahr noch kommt – ja, auch auf die Weihnachtszeit, ich gebe es zu.

Gesehen: Ein paar Dokumentationen, vor allem beim rumkruscheln
Gehört: Hörbücher, aber ab und zu auch mal wieder Musik.
Gelesen: Blog-Einträge von Anderen und Reise- und Restauranttipps.
Gegessen: Sehr gerne Streuselkuchen!
Getrunken: Langsam wird es langweilig, aber ich trinke fast nur noch Wasser, da ich sonst kaum etwas vertrage.
Gesagt: „Nur noch zwei Mal schlafen!“
Gefreut: Auf den Urlaub – und wie.
Getan: Für den Urlaub gepackt, ein bisschen ausgemistet und Wäsche gewaschen.
Geplant: Den Urlaub und auch endlich mal wieder ein paar Blog-Einträge.
Gedacht: „Yey!“
Gewünscht: Weniger Sodbrennen! Und, dass der Symphysengurt im Urlaub gut funktioniert.
Gekauft: Winterreifen, damit wir mit dem Auto gut in den Urlaub und zurück kommen (man weiß ja nie, wenn man in die Alpen fährt).

 

[Nach einer Idee von Fräulein Julia]

Veränderungen I

Ach, was hatte ich nicht alles geplant – wie viele Einträge wollte ich schreiben über die Schwangerschaft mit dem Winterbaby… Doch irgendwie war immer was (Übelkeit, Rückenschmerzen, Sodbrennen, Symphysenlockerung, …) und ich verbringe seit März sehr wenig Zeit am PC, da es mir einfach nicht (mehr) so gut tut. Stattdessen versuche ich, mich mehr zu bewegen, gerade jetzt im Herbst liebe ich es, draußen zu sein. Und natürlich gibt es auch im Fuchsbau immer etwas zu tun.
Hinzu kommt, dass durch meine Fehlgeburt Anfang des Jahres immer ein bisschen die Sorge über mir schwebte, wie lange das Winterbaby bei uns bleiben würde. Doch die längste Zeit trage ich es nun unter dem Herzen, es strampelt und stupst jeden Tag und so sind der Liebste und ich eigentlich nur noch neugierig, wer da ab Ende des Jahres bei uns leben wird.
In meinem Kopf war Schwanger sein immer etwas schönes, entspanntes… Tja, nicht so bei mir (und vielen anderen, wie ich mit der Zeit herausgefunden habe). Mein Körper veränderte sich, zeigte mir sehr deutlich, was nicht mehr ging und ich hatte lange daran zu knabbern, dass ich im Grunde genommen keinen oder kaum Einfluss darauf habe, was in mir passiert. Inzwischen kann ich das gut annehmen und habe auch meine Wege gefunden (Yoga hilft mir sehr gut dabei), aber so eine rosarote Schwangerschaft, damit kann ich nicht dienen. Natürlich weiß ich schon jetzt, dass das Winterbaby alle Mühen wert ist und ich bin voller Neugier und Vorfreude auf diesen kleinen Menschen – aber ich denke nicht, dass ich der Schwangerschaft hinterhertrauern werde, wie es andere tun.
Um die Schwangerschaft nun aber nicht komplett lautlos am Blog vorüberziehen zu lassen (und vielleicht doch wieder in die Laune zu kommen, mehr zu schreiben), fange ich nun einfach mal an und schreibe einen „Rundumeintrag“ über die ersten 30 Wochen – allerdings mit Hilfe meines Kalenders, denn mein Gedächtnis ist derzeit nicht das Beste.

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Woche 1-10

Zu uns gekommen ist das Winterbaby (um das mal so poetisch auszudrücken ;)), wie könnte es anders sein, in der Stadt, in welcher der Liebste und ich uns kennen- und lieben lernten. Wir waren zu einer Tagung in Potsdam und hatten dort eine wirklich wunderschöne Zeit.
Danach bemühte ich mich um Geduld, denn ich wusste ja gar nicht, wie mein Körper wohl nach der Ausschabung reagieren würde, wann sich alles wieder eingependelt hätte. Die Wochen vergingen und ich hatte da so eine leise Ahnung, sagte aber nichts davon und lenkte mich ab – bis zur 5. Woche.
Anfang dieser Woche war mir schrecklich übel, ich fühlte mich, als habe ich eine Magen-Darm-Grippe. So ging ich zu meinem Hausarzt, der (wie es ja oft so ist) kurz nachfragte, ob ich eine Schwangerschaft ausschließen könne. Hmm, nein. Das konnte ich tatsächlich nicht. Nachdem ich wieder zu Hause war, rief ich meinen Frauenarzt an und machte gleich einen Termin für Ende der Woche aus – ich sagte noch immer niemandem etwas davon, denn die Angst vor einer Enttäuschung und vor einem erneuten Verlust in mir war noch viel zu groß.
Drei Tage vor unserem Urlaub sah ich dann dieses kleine Würmchen, mit festem Herzschlag. Dem Liebsten erzählte ich es, sobald er von der Arbeit nach Hause kam, der Rest sollte noch nichts erfahren.
Leider sollte mir die Übelkeit noch lange Zeit erhalten bleiben, aber erst einmal stand unser Urlaub an. In diesem hatte ich aber stressbedingt (aufgebrochenes Auto, geklaute Sachen, ein Ferienhaus ohne Heizung und fließendes Wasser, …) kaum Zeit, mich damit auseinanderzusetzen, was wohl auch besser so war. Wir verkürzten den Urlaub um eine Woche und kaum zu Hause, wurde die Übelkeit wieder unerträglich, sodass ich mehrmals krankgeschrieben werden musste.

Woche 11-20

Ich probierte so ziemlich alles an Hausmitteln aus, befragte meine Hebamme, meinen Frauenarzt, las alle möglichen Artikel im Internet. An manchen Tagen war es besser, an anderen so schlimm, dass ich mich stündlich übergeben musste und entweder auf dem Sofa oder im Bett lag. Während all dieser Wochen kümmerte der Liebste sich um mich, die Katze und den Haushalt. Ich durfte mich (wenn auch mit schlechtem Gewissen) ganz auf mich konzentrieren und lernte mit der Zeit, was mir guttat – auch wenn sich das vom einen Augenblick zum anderen ändern konnte – und was nicht.
Irgendwie schaffte ich es trotzdem, den 30. Geburtstag des Liebsten zu organisieren und ihm einen schönen Tag zu machen. Glücklicherweise ging es mir an diesem Wochenende insgesamt etwas besser und so konnten wir es auch endlich den Familien sagen, die sich sehr mit uns freuten.
In der 14. Woche war es dann so weit, die Übelkeit war mit voller Wucht zurück und ich wurde in die Tagesklinik überwiesen, wo ich eine Infusion bekam, da ich nicht mehr konnte und kaum noch Kraft hatte. Die bescherte mir endlich zwei fast normale Wochen, in denen wir dann auch das Erstgespräch im Geburtshaus (unserem Wunschort für die Geburt) hatten und mal wieder etwas unternehmen konnten. Während all dieser Zeit war ich krankgeschrieben und wusste nicht, wie es weitergehen sollte. Umso leichter wurde mein Herz, als mein Frauenarzt mir schließlich ein Beschäftigungsverbot aussprach. Ich würde Pausen machen und Essen können, ganz wie mein Körper es mir zeigte. An der Arbeit wären Pausen nicht ohne weiteres möglich gewesen und ich spürte, wie mir ein großer Stein vom Herzen fiel, auch wenn ich in den ersten Wochen sehr mit meinem schlechten Gewissen kämpfte. Meine Vorgesetzte und auch die anderen Mitarbeiter_innen waren aber ganz toll und unterstützten mich von Anfang an.
Endlich ließ auch die Übelkeit mehr und mehr nach und momentan kann ich sagen, dass die Erinnerung daran glücklicherweise schnell verblasst ist, auch wenn es immer noch Lebensmittel gibt, die ich konsequent vermeide, weil ich nicht einmal den Geruch ertragen kann.
Die Übelkeit wurde sehr schnell von schlimmen Rückenschmerzen abgelöst, bei denen ich weder gut sitzen, noch laufen, noch liegen konnte. Glücklicherweise hatten wir uns beim Umzug in den Fuchsbau im letzten Jahr eine richtig gute Matratze geleistet, die mir auch wirklich sehr hilft. Inzwischen habe ich noch andere Helferlein (Stillkissen, kleines Kissen für den Bauch) und es geht wieder besser – dabei half mir sicherlich auch der tolle Yoga-Kurs für Schwangere, denn endlich fühlte ich mich wieder beweglich(er).
Seit der 17. Woche habe ich nun noch sehr gemeines Sodbrennen bekommen und an den meisten Tagen half leider gar nichts. Auch hier habe ich sämtliche Hausmittel ausprobiert – und war einmal mehr froh darum, durch das Beschäftigungsverbot ganz nach meinem Bauch essen und leben zu können und viele kleine Pausen und Bewegung einzubauen.

Woche 21-30

Das Winterbaby entwickelte sich unterdessen ganz wunderbar und jede der drei Ultraschall-Untersuchungen war entspannt und schön. Dazu trug allerdings auch mein Frauenarzt wesentlich bei, der einfach ein ganz entspannter Mensch ist, sehr unaufgeregt und dafür nach wie vor bei jeder Schwangerschaft total begeistert von dem, was der Körper da leistet. Er erklärte uns alles ganz genau, nahm unsere Sorgen ernst und bestärkte uns immer wieder in etwaigen Entscheidungen.
Langsam wurden die Untersuchungen bei ihm dann von Untersuchungen im Geburtshaus abgelöst (das er mit aufgebaut hat <3) und auch die Hebammen dort waren einfach klasse, nahmen sich ganz viel Zeit und konnten noch den ein oder anderen Tipp geben.
Ich lernte nach und nach, mit dem Sodbrennen besser umzugehen und weiß jetzt auch, wann Ruhe besser ist und wann Bewegung. Zudem habe ich (auch nach einem Tipp) mal Heilerde ausprobiert, was bei mir wirklich fabelhaft funktioniert. Die Beschwerden verschwinden komplett oder doch zumindest fast. Ich habe wieder so etwas wie einen Tagesablauf und an den Wochenenden auch noch genug Energie für Unternehmungen mit dem Liebsten.
Auch der Geburtsvorbereitungskurs war ein echter Glücksgriff, wir sind eine tolle, harmonische Gruppe und die Hebamme ist ganz wunderbar. Sie nimmt sich so viel Zeit, geht auf alle Fragen ein, kann gut erklären, ohne Angst zu machen und ist noch dazu total witzig.
Einen kleinen Rückschlag gab es nochmal vor zwei Wochen, als ich abends nach dem Abendessen plötzlich kaum vor Schmerzen aufstehen konnte. Ich humpelte ins Bett, brachte das Wochenende irgendwie rum und fuhr am Montag gleich in die Frauenarztpraxis – Symphysenlockerung, kurz vor dem Urlaub. Super. Glücklicherweise habe ich wohl sehr schnell und früh reagiert und der Symphysengurt, den ich nun täglich mehrere Stunden trage, hilft mir richtig gut. Außerdem pausiere ich beim Yoga zwei Wochen und achte ziemlich genau darauf, wie ich mich bewege. Hoffentlich bessert sich das schnell, momentan habe ich kaum Schmerzen, wenn ich nicht zu lange sitze.


Seit einigen Wochen liest der Liebste mir (okay, eigentlich dem Winterbaby) jeden Abend etwas vor und es ist so toll zu sehen, dass es auch auf seine Berührungen reagiert. Abends bewegt es sich ganz viel und ich bekomme auch öfter mal einen Tritt ab – es dreht sich gerne rundherum, glaube ich.
Auch mit den Veränderungen meines Körpers komme ich langsam geistig hinterhet und so habe ich einfach wieder ein bisschen mehr zu mir gefunden. Überhaupt fühle ich mich meistens ziemlich „in meiner Mitte“, nachdem ich mir am Anfang viele Gedanken, vor allem über Freundschaften und Beziehungen gemacht habe. Das ist aber wohl eher Stoff für einen eigenen Eintrag.

Hach, oft kann ich es kaum erwarten, zu erfahren, wer da zu uns kommt – dann wieder möchte ich am liebsten die Zeit anhalten, weil ich Angst habe, dass wir das alles nicht schaffen. Ich bin mir aber ganz sicher, dass sich alles einspielen wird, immerhin habe ich den allerbesten, fürsorglichsten und liebevollsten Partner, den ich mir wünschen kann.

Wochenrückblick | KW 40

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Fast hätte ich in allen möglichen Planungen, Gedanken und Ideen den Wochenrückblick vergessen… Nun ist es mir aber doch noch eingefallen und so schaue ich mal, was in dieser Woche (die ebenfalls ziemlich schnell verging) so passiert ist.

Gesehen: Das Winterbaby – eigentlich ungeplant, dann hat meine Frauenärztin aber gleich den letzten großen Ultraschall gemacht.
Gehört: Regen, fast jeden Morgen und auch nachts und tagsüber.
Gelesen: Nur ein bisschen in ein paar Zeitschriften im Wartezimmer.
Gegessen: Eine heiße belgische Waffel mit Softeis und Schokosauce, njom.
Getrunken: Wasser, Wasser, Wasser. Und manchmal Tee.
Gesagt: „Ich freu‘ mich so!“
Gefreut: Über eine Nachricht, über viel Zeit mit dem Liebsten und seine Entfristung (yey, endlich).
Getan: Einen Liebesbrief geschrieben.
Geplant: Elternzeit und Elterngeld; zumindest, so weit das momentan möglich ist. Nun wissen wir zumindest ungefähr, was finanziell auf uns zukommen wird.
Gedacht: „Darüber freut er sich bestimmt.“
Gewünscht: Besseren Schlaf, dass schon Urlaubszeit ist.
Gekauft: Eine Überraschung für den Liebsten.

 

[Nach einer Idee von Fräulein Julia]

Wochenrückblick | KW 39

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Hui, so langsam wird es wirklich Herbst. Der September ist nun fast vorüber, das Winterbaby trage ich schon 30 Wochen in meinem Bauch und die Blätter fallen. In dieser Woche habe ich es endlich mal wieder geschafft, ein bisschen was für mich zu tun – das hat wirklich gutgetan!

Gesehen: Meine neue Frisur.
Gehört: Blätterrascheln.
Gelesen: „New York Christmas Bakery“.
Gegessen: Sandwiches mit Frischkäse und Gurke, mhh!
Getrunken: Viel Wasser, gerne auch mal Eistee.
Gesagt: „Das Sodbrennen soll aufhören.“
Gefreut: Über einen spontanen Tag ganz für mich, mit viel Zeit und ein paar schönen Dingen.
Geärgert:
Getan: Spazieren gegangen, viel fotografiert, mir Zeit genommen.
Geplant: Ein bisschen dies und das – bevor das Winterbaby kommt, steht ja doch noch einiges an.
Gedacht: „Ich bin müde.“
Gewünscht: Weniger Sodbrennen.
Gekauft: Ein Buch, eine Zeitschrift, einen besonders hübschen Notizzettelblock.
Gelacht: Viel.

 

[Nach einer Idee von Fräulein Julia]