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Liebe

2 Monate Winterbaby

Mit zwei Monaten…

…kannst du dich vom Bauch auf den Rücken rollen – und warst beim ersten Mal ziemlich erstaunt darüber.
…lässt du uns nachts oft vier oder viereinhalb Stunden schlafen!
…wirst du gern getragen und schläfst dort auch wunderbar; noch lieber allerdings blickst du dich um und erkundest so die Welt.
…werden deine Augen langsam wieder dunkler – welche Farbe sie wohl annehmen?
…hast du wunderschöne hellbraune Haare mit einem leichten Rotschimmer.
…liebe ich all die Geräusche die du machst, wie du mich anlachst und deine zarten Hände mit den langen Fingern.
…zeigst du deutlich, was du magst und was nicht. Und inzwischen hast du auch Unmut- und Freudenlaute, um uns das mitzuteilen.
…liegst du gern auf dem Wickeltisch und strampelst dort.
…magst du am allerliebsten dein kleines grünes Seidenpüppchen, das ich manchmal über dir aufhänge.
…streckst du die Arme aus, wenn du etwas haben magst.
…passt du gut in Größe 56, 50 wird langsam eng.

…kann ich mir ein Leben ohne dich nicht mehr vorstellen, meine kleine Motte.

 

 

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Marmeladenglas-Momente | 7

In letzter Zeit bin ich – na klar – sehr oft sehr müde (sonst bin ich „nur“ müde) und manchmal genervt; deshalb glaube ich, dass es mal wieder an der Zeit ist, auf das Schöne zu schauen, das mich jeden Tag umgibt. Was also war in dieser Woche, in den letzten Tagen, schön und erinnernswert?

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  • der Liebste hatte am Donnerstag frei und passenderweise kamen am selben Tag unser neues Bett und unsere neue Matratze. Wir haben ein bisschen umstrukturiert und umgeplant und so wurde es Zeit für etwas neues. Nun sind wir beide sehr zufrieden und haben die erste Nacht wunderbar geschlafen, denn…
  • …passenderweise wachte das Winterbaby nur einmal auf. Das war wirklich erholsam und auch wenn es eine Ausnahme war: Ich weiß, dass die Zeit für uns spielt und dass es irgendwann immer so sein wird.
  • ich freute mich auch über das Wetter, denn endlich schien wieder ab und zu die Sonne. Das habe ich in diesem Winter bisher wirklich vermisst! Auch die klare Luft tut so gut und dann noch der Blick vom Fuchsbau-Balkon aus über die Stadt – es gibt nichts schöneres.
  • außerdem kehrt langsam so etwas wie eine neue Struktur in die Tage zurück. Der Liebste arbeitet ja unter der Woche in Elternzeit nur vier Stunden am Tag, ist also nach knapp fünf Stunden wieder zu Hause. Davor starten das Winterbaby und ich langsam in den Tag, räumen ein bisschen auf, ich wasche sie und ziehe sie in Ruhe an, dazwischen wird ausgiebig gekuschelt (und manchmal nochmal ein bisschen eingeschlafen).
  • gute Freunde, die am Leben Anteil nehmen, sind so wichtig und toll, eine wirkliche Bereicherung. Da habe ich wirklich Glück, denn mit solchen bin ich beschenkt. Und ich bin froh, in das neue Jahr ohne „Altlasten“ gestartet zu sein, also ohne jene Menschen, mit denen manches noch nicht geklärt ist, was mir dann doch immer wieder nachhängt. Mit manchem habe ich allein abgeschlossen (abschließen müssen), aber insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem, wie es momentan ist. Lieber eine Hand voll richtig gute Freunde, die zwar (leider) weit weg wohnen, aber immer für mich da sind, als welche in der Nähe, die sich entziehen und auf die ich mich nicht verlassen kann. <3
  • auch nicht fehlen in dieser Aufzählung darf natürlich das Winterbaby – inzwischen werde ich aus vollem Herzen angelacht und angelächelt und es „erzählt“ ganz viel (mit Händen, Füßen, Mimik und Lauten), wenn es wach ist. Mein tolles, fröhliches Baby macht auch mich jeden Tag froh und dankbar.

1 Monat Winterbaby

Mit einem Monat…

…haben wir langsam so ein bisschen was wie einen neuen Alltag.
…bist du schon ein bisschen gewachsen und hast gut zugenommen, passt aber nach wie vor sehr gut in Größe 50.
…liebst du es, im Tragetuch getragen zu werden.
…lächelst du immer öfter.
…könnte ich dich ständig küssen und kuscheln.
…bist du immer öfter wach und siehst dich neugieirg und aufmerksam um.
…schläfst du nachts am Besten, wenn Papa deine Hand hält.
…waren wir schon oft mit dir draußen und sogar einmal Essen.
…bist du ganz wunderbar, so geduldig, lieb und witzig.
…liebe ich dich jeden Tag mehr. ♥

 

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7 Jahre

Nicht nichts
ohne Dich
aber nicht dasselbe
Nicht nichts
ohne Dich
aber vielleicht weniger
Nicht nichts
aber weniger
und weniger
Vielleicht nicht nichts
ohne Dich
aber nicht mehr viel

[Erich Fried]

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Veränderungen II

Ein bisschen was über die Schwangerschaft mit dem Winterbaby habe ich ja bereits geschrieben – heute geht es mir aber mehr darum, wie sich eigentlich der Fuchsbau in der Zwischenzeit verändert hat.

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Momentan sieht es normalerweise noch nicht so aus, als wohnte hier bald jemand mit uns – zumindest in Flur, Küche und Wohnbereich. Natürlich haben wir schon einiges angeschafft, doch so viele Dinge für das alltägliche Wohnen brauchen wir eigentlich gar nicht.
Der einzige Raum, der sich (vor allem am letzten Wochenende) schon sehr verändert hat, ist das Schlafzimmer. Das Winterbaby wird erst einmal mit uns im Familienbett schlafen; immerhin haben wir inzwischen ein 2×2 Meter großes Bett mit durchgängiger Matratze. Dazu passend haben wir einen Rausfallschutz und ein dünnes, schlichtes Baumwollnestchen gekauft, damit es im Winter an der Seite nicht so zieht. Beides bringen wir dann wohl Ende November an, wenn wir uns mehr und mehr auf die Geburt einstimmen.
Gegenüber unseres Bettes hat sich hingegegn ganz viel getan, hier sind Schrank, Regal und Hocker gewichen und haben Platz gemacht für ein paar andere Möbel.

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Nachdem der Liebste und ich schon vor einiger Zeit eine gebrauchte Wickelkommode erstanden hatten und nun auch endlich die wunderschöne Wickelauflage von Kraftkids bei uns eingezogen ist, hatten wir eine Zeit lang so ein bisschen provisorisch ein Billy-Regal und ein Wandregal dazu angebracht.
Das gefiel mir schnell nicht mehr, aber so eine richtige Idee hatte ich auch noch nicht… Bis ich dann bei meinem Lieblingströdler einen wunderschönen, nicht zu tiefen Schrank fand, den ich mir sofort perfekt als Wäscheschrank für das Winterbaby vorstellen konnte. Er war ziemlich gebraucht, ein Scharnier musste neu angebracht und der alte, inzwischen gelbliche Stoff im Inneren entfernt werden, aber ich zeigte ihn dem Liebsten und ein paar Tage später holten wir ihn tatsächlich ab.
Da ich kein passendes kleines Regal finden konnte, um die Lücke hinter der Wickelkommode zu schließen, beschloss ist außerdem, einfach selbst eines zu bauen – sooo schwer konnte das ja nicht sein. Am letzten Wochenende war es dann soweit, ich nahm mir beide Tage Zeit und werkelte an den verschiedenen Stücken herum, bis mir alles gefiel. Nun passt es wunderbar in unser Schlafzimmer, keines der Stücke ist zu wuchtig und die Möbel sind so ruhig, wie ich es gern mag und zum Schlafen auch brauche. (Zwar mag ich unbehandeltes Holz sehr gern, die verschiedenen Töne (gerade bei gealterten Möbeln) sind mir aber oft zu unruhig und passen dann für mich schnell nicht mehr ins Konzept eines Raumes.)
Zwischendurch habe ich immer mal wieder Bilder vom Prozess gemacht:

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Und das Ergebnis sieht nun so aus und macht mich sehr, sehr glücklich:

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Besonders gefällt mir auch die kleine Salzsteinlampe, ein Mitbringsel aus Berchtesgaden. Sie spendet warmes, gerade richtig helles Licht und ist besonders nachts sehr gemütlich und nicht so störend, wie andere Lampen.
Im Schrank befinden sich nun die Kleidungsstücke des Winterbabys (auf dem untersten Regalbrett auch schon in der nächsten Größe), außerdem momentan noch die Babydecke, das Handtuch und ein paar andere Dinge, die bisher natürlich noch nicht gebraucht werden. In der Wickelkommode selbst können wir dann die Windeln aufbewahren und ins Regal kommt alles, an das man schnell heranmöchte.
Ein schöner Nebeneffekt ist auch, dass ich für mein altes  und vor langem erstandenes Apothekerschränkchen ebenfalls eine Idee bekommen habe, wofür ich es nutzen kann: Es bewahrt nun, neben dem Spiegel befestigt, meine Parfums und mein Deo auf, außerdem hat mein Schmuck wieder einen schönen Platz bekommen.

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Fehlt eigentlich nicht mehr viel: Die Bilder werden noch umgehangen, damit die Wärmelampe ihren Platz finden kann und ich glaube, dann ist der Wickelplatz wirklich (erst einmal) fertig.

 

Veränderungen I

Ach, was hatte ich nicht alles geplant – wie viele Einträge wollte ich schreiben über die Schwangerschaft mit dem Winterbaby… Doch irgendwie war immer was (Übelkeit, Rückenschmerzen, Sodbrennen, Symphysenlockerung, …) und ich verbringe seit März sehr wenig Zeit am PC, da es mir einfach nicht (mehr) so gut tut. Stattdessen versuche ich, mich mehr zu bewegen, gerade jetzt im Herbst liebe ich es, draußen zu sein. Und natürlich gibt es auch im Fuchsbau immer etwas zu tun.
Hinzu kommt, dass durch meine Fehlgeburt Anfang des Jahres immer ein bisschen die Sorge über mir schwebte, wie lange das Winterbaby bei uns bleiben würde. Doch die längste Zeit trage ich es nun unter dem Herzen, es strampelt und stupst jeden Tag und so sind der Liebste und ich eigentlich nur noch neugierig, wer da ab Ende des Jahres bei uns leben wird.
In meinem Kopf war Schwanger sein immer etwas schönes, entspanntes… Tja, nicht so bei mir (und vielen anderen, wie ich mit der Zeit herausgefunden habe). Mein Körper veränderte sich, zeigte mir sehr deutlich, was nicht mehr ging und ich hatte lange daran zu knabbern, dass ich im Grunde genommen keinen oder kaum Einfluss darauf habe, was in mir passiert. Inzwischen kann ich das gut annehmen und habe auch meine Wege gefunden (Yoga hilft mir sehr gut dabei), aber so eine rosarote Schwangerschaft, damit kann ich nicht dienen. Natürlich weiß ich schon jetzt, dass das Winterbaby alle Mühen wert ist und ich bin voller Neugier und Vorfreude auf diesen kleinen Menschen – aber ich denke nicht, dass ich der Schwangerschaft hinterhertrauern werde, wie es andere tun.
Um die Schwangerschaft nun aber nicht komplett lautlos am Blog vorüberziehen zu lassen (und vielleicht doch wieder in die Laune zu kommen, mehr zu schreiben), fange ich nun einfach mal an und schreibe einen „Rundumeintrag“ über die ersten 30 Wochen – allerdings mit Hilfe meines Kalenders, denn mein Gedächtnis ist derzeit nicht das Beste.

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Woche 1-10

Zu uns gekommen ist das Winterbaby (um das mal so poetisch auszudrücken ;)), wie könnte es anders sein, in der Stadt, in welcher der Liebste und ich uns kennen- und lieben lernten. Wir waren zu einer Tagung in Potsdam und hatten dort eine wirklich wunderschöne Zeit.
Danach bemühte ich mich um Geduld, denn ich wusste ja gar nicht, wie mein Körper wohl nach der Ausschabung reagieren würde, wann sich alles wieder eingependelt hätte. Die Wochen vergingen und ich hatte da so eine leise Ahnung, sagte aber nichts davon und lenkte mich ab – bis zur 5. Woche.
Anfang dieser Woche war mir schrecklich übel, ich fühlte mich, als habe ich eine Magen-Darm-Grippe. So ging ich zu meinem Hausarzt, der (wie es ja oft so ist) kurz nachfragte, ob ich eine Schwangerschaft ausschließen könne. Hmm, nein. Das konnte ich tatsächlich nicht. Nachdem ich wieder zu Hause war, rief ich meinen Frauenarzt an und machte gleich einen Termin für Ende der Woche aus – ich sagte noch immer niemandem etwas davon, denn die Angst vor einer Enttäuschung und vor einem erneuten Verlust in mir war noch viel zu groß.
Drei Tage vor unserem Urlaub sah ich dann dieses kleine Würmchen, mit festem Herzschlag. Dem Liebsten erzählte ich es, sobald er von der Arbeit nach Hause kam, der Rest sollte noch nichts erfahren.
Leider sollte mir die Übelkeit noch lange Zeit erhalten bleiben, aber erst einmal stand unser Urlaub an. In diesem hatte ich aber stressbedingt (aufgebrochenes Auto, geklaute Sachen, ein Ferienhaus ohne Heizung und fließendes Wasser, …) kaum Zeit, mich damit auseinanderzusetzen, was wohl auch besser so war. Wir verkürzten den Urlaub um eine Woche und kaum zu Hause, wurde die Übelkeit wieder unerträglich, sodass ich mehrmals krankgeschrieben werden musste.

Woche 11-20

Ich probierte so ziemlich alles an Hausmitteln aus, befragte meine Hebamme, meinen Frauenarzt, las alle möglichen Artikel im Internet. An manchen Tagen war es besser, an anderen so schlimm, dass ich mich stündlich übergeben musste und entweder auf dem Sofa oder im Bett lag. Während all dieser Wochen kümmerte der Liebste sich um mich, die Katze und den Haushalt. Ich durfte mich (wenn auch mit schlechtem Gewissen) ganz auf mich konzentrieren und lernte mit der Zeit, was mir guttat – auch wenn sich das vom einen Augenblick zum anderen ändern konnte – und was nicht.
Irgendwie schaffte ich es trotzdem, den 30. Geburtstag des Liebsten zu organisieren und ihm einen schönen Tag zu machen. Glücklicherweise ging es mir an diesem Wochenende insgesamt etwas besser und so konnten wir es auch endlich den Familien sagen, die sich sehr mit uns freuten.
In der 14. Woche war es dann so weit, die Übelkeit war mit voller Wucht zurück und ich wurde in die Tagesklinik überwiesen, wo ich eine Infusion bekam, da ich nicht mehr konnte und kaum noch Kraft hatte. Die bescherte mir endlich zwei fast normale Wochen, in denen wir dann auch das Erstgespräch im Geburtshaus (unserem Wunschort für die Geburt) hatten und mal wieder etwas unternehmen konnten. Während all dieser Zeit war ich krankgeschrieben und wusste nicht, wie es weitergehen sollte. Umso leichter wurde mein Herz, als mein Frauenarzt mir schließlich ein Beschäftigungsverbot aussprach. Ich würde Pausen machen und Essen können, ganz wie mein Körper es mir zeigte. An der Arbeit wären Pausen nicht ohne weiteres möglich gewesen und ich spürte, wie mir ein großer Stein vom Herzen fiel, auch wenn ich in den ersten Wochen sehr mit meinem schlechten Gewissen kämpfte. Meine Vorgesetzte und auch die anderen Mitarbeiter_innen waren aber ganz toll und unterstützten mich von Anfang an.
Endlich ließ auch die Übelkeit mehr und mehr nach und momentan kann ich sagen, dass die Erinnerung daran glücklicherweise schnell verblasst ist, auch wenn es immer noch Lebensmittel gibt, die ich konsequent vermeide, weil ich nicht einmal den Geruch ertragen kann.
Die Übelkeit wurde sehr schnell von schlimmen Rückenschmerzen abgelöst, bei denen ich weder gut sitzen, noch laufen, noch liegen konnte. Glücklicherweise hatten wir uns beim Umzug in den Fuchsbau im letzten Jahr eine richtig gute Matratze geleistet, die mir auch wirklich sehr hilft. Inzwischen habe ich noch andere Helferlein (Stillkissen, kleines Kissen für den Bauch) und es geht wieder besser – dabei half mir sicherlich auch der tolle Yoga-Kurs für Schwangere, denn endlich fühlte ich mich wieder beweglich(er).
Seit der 17. Woche habe ich nun noch sehr gemeines Sodbrennen bekommen und an den meisten Tagen half leider gar nichts. Auch hier habe ich sämtliche Hausmittel ausprobiert – und war einmal mehr froh darum, durch das Beschäftigungsverbot ganz nach meinem Bauch essen und leben zu können und viele kleine Pausen und Bewegung einzubauen.

Woche 21-30

Das Winterbaby entwickelte sich unterdessen ganz wunderbar und jede der drei Ultraschall-Untersuchungen war entspannt und schön. Dazu trug allerdings auch mein Frauenarzt wesentlich bei, der einfach ein ganz entspannter Mensch ist, sehr unaufgeregt und dafür nach wie vor bei jeder Schwangerschaft total begeistert von dem, was der Körper da leistet. Er erklärte uns alles ganz genau, nahm unsere Sorgen ernst und bestärkte uns immer wieder in etwaigen Entscheidungen.
Langsam wurden die Untersuchungen bei ihm dann von Untersuchungen im Geburtshaus abgelöst (das er mit aufgebaut hat <3) und auch die Hebammen dort waren einfach klasse, nahmen sich ganz viel Zeit und konnten noch den ein oder anderen Tipp geben.
Ich lernte nach und nach, mit dem Sodbrennen besser umzugehen und weiß jetzt auch, wann Ruhe besser ist und wann Bewegung. Zudem habe ich (auch nach einem Tipp) mal Heilerde ausprobiert, was bei mir wirklich fabelhaft funktioniert. Die Beschwerden verschwinden komplett oder doch zumindest fast. Ich habe wieder so etwas wie einen Tagesablauf und an den Wochenenden auch noch genug Energie für Unternehmungen mit dem Liebsten.
Auch der Geburtsvorbereitungskurs war ein echter Glücksgriff, wir sind eine tolle, harmonische Gruppe und die Hebamme ist ganz wunderbar. Sie nimmt sich so viel Zeit, geht auf alle Fragen ein, kann gut erklären, ohne Angst zu machen und ist noch dazu total witzig.
Einen kleinen Rückschlag gab es nochmal vor zwei Wochen, als ich abends nach dem Abendessen plötzlich kaum vor Schmerzen aufstehen konnte. Ich humpelte ins Bett, brachte das Wochenende irgendwie rum und fuhr am Montag gleich in die Frauenarztpraxis – Symphysenlockerung, kurz vor dem Urlaub. Super. Glücklicherweise habe ich wohl sehr schnell und früh reagiert und der Symphysengurt, den ich nun täglich mehrere Stunden trage, hilft mir richtig gut. Außerdem pausiere ich beim Yoga zwei Wochen und achte ziemlich genau darauf, wie ich mich bewege. Hoffentlich bessert sich das schnell, momentan habe ich kaum Schmerzen, wenn ich nicht zu lange sitze.


Seit einigen Wochen liest der Liebste mir (okay, eigentlich dem Winterbaby) jeden Abend etwas vor und es ist so toll zu sehen, dass es auch auf seine Berührungen reagiert. Abends bewegt es sich ganz viel und ich bekomme auch öfter mal einen Tritt ab – es dreht sich gerne rundherum, glaube ich.
Auch mit den Veränderungen meines Körpers komme ich langsam geistig hinterhet und so habe ich einfach wieder ein bisschen mehr zu mir gefunden. Überhaupt fühle ich mich meistens ziemlich „in meiner Mitte“, nachdem ich mir am Anfang viele Gedanken, vor allem über Freundschaften und Beziehungen gemacht habe. Das ist aber wohl eher Stoff für einen eigenen Eintrag.

Hach, oft kann ich es kaum erwarten, zu erfahren, wer da zu uns kommt – dann wieder möchte ich am liebsten die Zeit anhalten, weil ich Angst habe, dass wir das alles nicht schaffen. Ich bin mir aber ganz sicher, dass sich alles einspielen wird, immerhin habe ich den allerbesten, fürsorglichsten und liebevollsten Partner, den ich mir wünschen kann.

Wir sind, was sich zusammenbraut

Sind aus dem selben Holz geschnitzt
Wir sind der reine Geistesblitz
Allein nur Ton und unbewusst
Zusammen Sinfonie der Lust

Ja, wir sind ein Gemisch zur Sensation prädestiniert
Eine magische Verbindung und ein Teufelselixier
Ich war allein so leer und halb doch jetzt gehör ich dir
Lass es für immer sein, komm, nimm mich jetzt und nimm mich hier

 

Teufelselixier

Solche Tage

Im Moment gibt es leider immer wieder diese Tage: Tage, an denen ich mich einfach müde und kaputt fühle. An denen ich mir eigentlich nur die Decke über den Kopf ziehen und meine Ruhe haben möchte.Continue Reading

Erinnerungen | 2011

Dienstag, 5. April 2011

Dann lass‘ es uns doch einfach offiziell machen.
GUT
Ein
(letztes) klärendes Gespräch führen. Dabei weinen, aber nicht aus
Trauer, sondern darüber, dass man seit Monaten schlecht geschlafen und
zu wenig gegessen hat, dass man zuviel nachgedacht hat und zu wenig
unbeschwert war. Dann in der Dunkelheit nach Hause gehen und eine Hand
in der Eigenen fühlen. Noch etwas trinken und reden und lachen und
telefonieren und irgendwann zu zweit nebeneinander liegen. Reden und
fühlen und küssen. Und nun schauen, was daraus wird. Und sich plötzlich
so leicht fühlen, als sei eine Riesenlast verschwunden (und eigentlich
sind es zwei). „Wie kamen wir auf die Idee, dass es so einfacher sei? Es ist viel schwieriger und unsicherer.“ und „Was essen wir heute Abend?„.
Sich auf die nächsten Tage freuen und auf das Grillen am Donnerstag.
Nach vorne blicken und neugierig und unsicher sein, aber mit einem guten
Gefühl in Bauch, Herz und Kopf.