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Arbeit

Leben

Keine Angst

27. Juli 2016

Ramona hat auf ihrem Blog heute einen Eintrag geteilt, der mich sehr zum Nachdenken gebracht hat.
Sie fragt (unter anderem):

Was würde ich tun, wenn ich wüsste, ich könnte nicht scheitern.

Das ist eine Frage, die mich momentan auch in gewisser Weise beschäftigt – und das (unterbewusst) schon seit Monaten.
Ich weiß inzwischen, was ich mir momentan mehr als alles andere wünsche. Doch ist es nicht allein Angst, die mich davon abhält. Es sind auch andere Entscheidungen und Umstände, die ich mit einbeziehen muss.
Viele davon lässt sich jetzt noch nicht entscheiden. Ich kann die Weichen noch nicht stellen. An vielen TZagen reibt mich das auf, weil ich – besonders in diesem Punkt – nicht gut geduldig sein kann. Ich weiß, dass es nicht anders geht, weil ich jetzt weder entscheiden kann, noch darf. Trotzdem kann ich nicht aufhören, darüber nachzudenken.
Wenn alles klappt (ich klopfe ganz fest auf Holz), dann erfüllen sich nacheinander zwei meiner Wünsche. Sie gehören fast ein bisschen zusammen, bauen aufeinander auf. Und wenn diese beiden Wünsche Wirklichkeit geworden sind, dann kann ich (wieder) das tun, was ich wirklich möchte.
Dann muss ich nicht mehr so viel Angst haben, darf einfach machen und mich ausprobieren.
Natürlich habe ich schreckliche Angst, dass es doch nicht klappt. Dass ich meinen Traum nicht (nie?) verwirklichen kann.
Ich weiß aber, dass ich es versuchen muss. Für diese Einsicht habe ich lange gebraucht, viele Monate – fast zwei Jahre. Aber mehr und mehr hat sich alles gefestigt, sortiert, und plötzlich lag mein Weg so klar vor mir. Der Nebel lichtete sich – warum hatte ich das vorher nur nicht gesehen?
Ich weiß, dass der Liebste mich bei allem unterstützt. Auch er möchte, dass ich mir meinen Wunsch erfüllen kann und es tut so gut, ihn an meiner Seite zu wissen.
Nun hoffe ich nur noch, dass alles klappt. So, wie ich es mir sehnlichst wünsche.

Si jamais j’oublie les jambes à mon cou,
si un jour je fuis,
rappelle-moi qui je suis,
ce que je m’étais promis.

Leben

Entscheidungen

6. Juni 2016

Es gibt so Momente im Leben, da muss man sich entscheiden.
Manchmal sind es große, wichtige Dinge, manchmal ganz kleine.
Gut ist es, wenn man wenigstens (fast) nur für sich entscheidet. Nicht so gut, wenn jemand anders mit im Spiel ist, der keine Entscheidungsmacht hat – oder nur eine begrenzte.
Heute musste ich mich entscheiden – für mich und gegen eine Gruppenarbeit. Für diese Entscheidung hatte ich nur wenig Zeit und schon bevor ich wusste, wie ich entscheiden würde, fühlte ich mich schlecht.
Es ist ja so, dass ich mein Leben und somit auch mein Studium mittlerweile vollständig selbst finanziere(n muss). Ein Zurück gibt es nicht, ich hatte vorher kaum Unterstützung, jetzt bin ich aber wirklich ganz für mich verantwortlich (den Liebsten lasse ich bei dieser Betrachtung jetzt mal außen vor, denn es ist keine Option für mich, ausschließlich zu studieren und ihn allein arbeiten zu lassen).
Nun ergab sich die Möglichkeit, mich auf eine Stelle mit mehr Geld und weniger Stunden zu bewerben – ist das nicht die scheinbar perfekte Kombination? Ich rechnete mir nicht viele Chancen aus, da ich pro forma nicht gut genug für die Stelle geeignet bin, beschloss aber, mich nichtsdestotrotz auf den Job zu bewerben.
Umso erfreuter war ich dann, als ich dazu eingeladen wurde, am 07. Juni an einer Bewerberrunde teilzunehmen. Diese wurde dann jedoch abgesagt und heute Mittag teilte man mir den Ausweichtermin mit: der 16. Juni. Super. Der einzige Tag im Juni, an dem ich wirklich, wirklich nicht kann. Denn: An diesem Tag wollte und sollte ich eine Stunde mit meiner liebsten Brieffreundin halten, eine Stunde, die benotet würde und damit dann meine erste Prüfungsleistung im Masterstudium gewesen wäre.
Ich rief also die zuständige Person an und fragte nach, ob es irgendeine Möglichkeit gäbe, den Termin zu verschieben… Das Problem war nur, dass eben alle Bewerber*innen an diesem Tag eingeladen sind. Durch die Blume sagte man mir, dass ich raus sei, wenn ich den Termin nicht wahrnehmen könne, da eine Verschiebung nahezu unmöglich sei.
Gut, könnte man nun sagen, was soll’s, dann wollen sie mich eben nicht genug. Es ist aber so, dass meine aktuelle Stelle befristet und eine Weiterbeschäftigung zur Zeit wirklich vollkommen offen ist. Es wäre also möglich, dass ich, wenn ich nicht zu diesem Bewerbungsgespräch gehe, bald ganz ohne Stelle dastehe.
Ich überlegte hin und her, vereinbarte einen ganz spontanen Termin mit dem Dozenten und meiner Freundin und musste dann entscheiden.
Ich entschied mich für mich, für die Bewerbung.
Immer mit dem Wissen im Hinterkopf (und momentan auch ganz vorne in den Gedanken), dass ich bei Ablehnung gar nichts habe, weder die Stelle, noch meine Prüfungsleistung. Darüber muss ich noch hinwegkommen.
Viel schlimmer finde ich jedoch die Tatsache, si kurzfristig eine gemeinsame Arbeit abgesagt zu haben. Ich möchte immer verlässlich sein und eine gute Partnerin, aber das ist nicht immer möglich.
Nun sitze ich seit über einer Stunde hier und grübele und wäge ab, auch wenn an sich alles entschieden ist.
Mein schlechtes Gewissen ist riesig und dazu kommt, noch von früher, gleich der Wunsch, mich für das im-Stich-lassen einer sehr guten Freundin zu bestrafen. Ich bemühe mich, das nicht zu tun sondern die Situation so anzunehmen, wie sie ist: vertrackt.
Ich kann nichts mehr ändern, nur versuchen, das Beste daraus zu machen.
Ich kann Hilfestellung anbieten, Bücher weitergeben und kopierte Artikel mitbringen. Und mich so gut es geht aus das kommende Gespräch vorbereiten. Während dem ich dann hoffentlich nicht daran denke, dass ich momentan eigentlich in der Uni sein solle.
Und es nicht bin.

Leben

12 von 12 | November

12. November 2015

Hui, die vorletzten „12 von 12“ in diesem Jahr… Dieses Mal ebenfalls ein Arbeitstag, also mal schauen, wie es wohl wird.

Heute kann ich ausschlafen, während der Liebste zum Arzt muss. Ich kuschele mich nochmal ein und döse ein wenig vor mich hin, beschließe dann aber, doch aufzustehen. Ganz wichtig nach dem Aufstehen: Tee! Der macht sich sehr gut im neuen Kreativzimmer, welches durch die letzte Ausmist-Umräum-Geschichte entstanden ist.

Der Liebste kommt zurück und bringt mir – oh wie fein – einen Stutenmann mit! Gestern nach der Arbeit gab es keine mehr und so freue ich mich über dieses schöne (und leckere) Frühstück. Danach mache ich mich endlich daran, den diesjährigen Adventskalender fertigzustellen. Er wird über dem Schreibtisch des Liebsten hängen und ich hoffe, dass er sich sehr darüber freut. So früh war ich übrigens noch nie dran – aber ich habe mich daran gehalten, das Jahr über immer mal wieder Klenigkeiten zu sammeln, sodass mir nun nur noch zwei „Türchen“ fehlen.

Zur Arbeit geht es heute mit dem Auto, was für ein Glück. Dort dann das Übliche – und dazu ein bisschen Gekritzel. So vertreibe ich mir die Zeit und hoffentlich auch meine Rücken-Nacken-Kopfschmerzen, die mich seit Tagen begleiten.

Schließlich hilft auch der Glückskäfer nicht mehr, ich muss mich krankmelden. Unterwegs rufe ich den Arzt an, der glücklicherweise noch Zeit für mich hat.

Der Weg dorthin ist ein bisschen länger, aber so schaffe ich es, endlich mein Buch zu beenden. „Ein ganzes Leben“ heißt es und hat mich wirklich sehr berührt. Zum Abendessen gibt es Bagel, Obst mit Joghurt und – leider – eine Schmerztablette, deren Wirkung auf sich warten lässt.

 Katzenflausch und eine Folge „Columbo“ machen zum Glück alles wieder gut und langsam wirkt auch die Tablette. Da die mich aber immer sehr müde macht, geht’s nun dann auch mal ins Bett!

Mehr 12 von 12 gibt’s wie immer bei Caro

Leben

Ein kleiner Rückblick.

4. Mai 2015

Huch, wo ist der April geblieben? Es gäbe so viel zu schreiben und zu
erzählen. Vom Brieffreundinnentreffen, von wichtigen Plänen, von der
Uni, der Arbeit, … Aber die Zeit dazu konnte ich mir bisher einfach nicht nehmen.
Ich hoffe da sehr auf den Mai, der durch die vielen Feiertage vielleicht etwas ruhiger wird.

Einen kleinen Rückblick wollte ich aber dennoch schreiben, denn im April habe ich endlich meine Brieffreundin getroffen und es war so schön!
Was hatte ich Angst. Davor, dass sie mich nicht mag, dass ich sie nicht mag, dass der Liebste sie und/oder ihren Freund nicht mag.
Doch all die Ängste waren ganz unbegründet, denn als wir uns auf einem Mittelaltermarkt zum ersten Mal trafen, fielen wir uns gleich um den Hals. Es fühlte sich einfach an, als sei sie eine Freundin, die ich lange nicht gesehen habe. Genau richtig.
Wir verbrachten einen wunderbaren Tag, redeten ganz viel und am Ende hatte ich einen Sonnenstich und sie und der Liebste Sonnenbrand. Das kann meine schöne Erinnerung jedoch nicht trüben.
Gleich in der Woche darauf sollten wir uns wiedersehen, bei einem Theatertreffen. Uns war die Zeit viel zu kurz und so freute ich mich, dass sie zusagte, als ich sie anschließend noch zu uns nach Hause einlud.
Und in der vergangenen Woche sahen wir uns ganze drei Mal! Unser Gesprächsstoff wird nicht weniger, ganz im Gegenteil. Und schreiben tun wir uns auch noch (meine Befürchtung war ja zwischenzeitlich, dass wir das Schreiben gar nicht mehr ‚brauchen‘, wenn wir uns öfter sehen). Letzte Woche Dienstag waren wir gemeinsam beim Chor, am Freitag gingen wir zusammen ins Kino und am Samstag… Hachja. Darüber mag ich noch nicht schreiben – das muss noch etwas warten.
Jedenfalls verbrachten wir dann spontan auch den Abend zusammen, es gab leckeres Essen und wir saßen lange zusammen.

Außerdem begann im April mein zweites Mastersemester und ich habe vier wirklich gute Kurse. Ich bin froh, dass das alles so geklappt hat, nur die beiden Hausarbeiten aus dem ersten Semester wollen endlich geschrieben werden, aber da komme ich noch nicht so richtig voran. Vielleicht muss ich mir mal wieder einen Schreib-Lese-Plan machen, um wirklich endlich etwas zu schaffen. Mit etwas Disziplin lässt sich das gut mit der Arbeit vereinbaren.
Da wird es auch immer besser und ich denke, dass ich mich wirklich dort eingelebt und mich daran gewöhnt habe. Es dauert ja immer ein wenig, aber inzwischen bekomme ich nicht mehr nach vier Stunden Kopfschmerzen oder bin einfach nur müde – zumindest nicht immer.

Leben

Produktive Tage

27. März 2015

Es gibt so Tage, die fühlen sich schon vormittags angenehm rund an. Meist sind es Tage, an denen ich nicht zu lange geschlafen habe (aber trotzdem ausgeschlafen bin), an denen ich viel geschafft habe (ohne mich zu hetzen) und an denen ich meinen Kopf sortieren konnte (ich habe zwei Listen geschrieben und wichtige Dinge geplant).
So ein Tag ist heute, wie mir scheint: Ich habe drei Arbeitstage hinter mir und nur noch vier Stunden Arbeit liegen vor mir, bevor das Wochenende beginnt. Ich konnte ausschlafen, in Ruhe wach werden und dann ganz entspannt frühstücken. Ich habe wichtige (und schöne) Mails geschrieben. Ich konnte meine Arbeitszeiten für April in meine Kalender (Taschenbegleiter und Wandkalender) übertragen und gleich dazu noch schöne Ereignisse, die mich im nächsten Monat erwarten. Das Osterwochenende habe ich für mich sortiert, strukturiert und mir aufgeschrieben, was ich wann erledigen möchte. Ebenso habe ich auch schöne Dinge eingetragen. Mein Gehalt ist eingetroffen und so konnte ich zwei Überweisungen tätigen, die noch anstanden. Ich habe die Wäsche zusammengelegt, mich um meine Pflanzen gekümmert.

Ich habe meinen mp3-Player aktualisiert, meine Bilder auf dem PC sortiert und durchgesehen, außerdem trinke ich gerade meine dritte Tasse Tee. Gleich gibt es dann noch Reste vom Curry gestern und dann werde ich mich für die Arbeit fertigmachen. Morgen freue ich mich auf das Bärlauchpflücken mit dem Liebsten. Abends gehen wir dann mit meinem Vater essen und nächste Woche gehe ich mit meiner Mama und einer Freundin ins Kino – außerdem muss ich nur drei Mal (Montag, Mittwoch und Donnerstag) arbeiten, bevor ich vier Tage frei habe.
Die letzte Zeit war wirklich stressig, aber ich bin froh, dass nun wieder etwas ruhigere (oder: anders stressige) Tage kommen und ganz viel Zeit, um Kraft zu tanken.

Leben

Arbeit, Studium, Alltag

11. März 2015

Momentan komme ich gar nicht zum Bloggen. Zwar habe ich ganz viele Ideen – bei einer Fastenaktion wollte ich mitmachen, außerdem von meinem Studium schreiben und der neuen Arbeit – aber wenn ich dann nach der Arbeit gegen 20.30 Uhr nach Hause komme, will ich eigentlich nur noch ins Bett. Ich gewöhne mich nur langsam an die neue Arbeit, doch ich merke, dass sie mir Spaß bereitet und dass ich sie gut mache(n kann). Ich bekomme positives Feedback, was mich bestärkt.
Daneben versuche ich, schon mal etwas für meine beiden Hausarbeiten zu machen, die noch geschrieben werden müssen. Außerdem bin ich gerade dabei, die Wohnung zu entrümpeln, nicht mehr benötigtes wegzuwerfen und alles einmal auf den Kopf zu stellen. Ein paar Räume habe ich schon geschafft, momentan habe ich mir die Küche vorgenommen. Es wird alles, auch wenn das Gästezimmer momentan eher eine Abstellkammer gleicht. Doch da erst zu Ostern ein Studienfreund des Liebsten und mir aus Berlin kommt, haben wir noch Zeit dazu, auch diesen Raum wieder schön herzurichten.
Ich lese quasi gar nichts, Hörbücher mag ich auch nicht hören (nach all der Telefoniererei an der Arbeit sicher nachvollziehbar) und außer ein paar Folgen der aktuellen Serie, bleibt auch der Fernseher aus. Meine Lieblingsblogs durchstöbere ich, ich höre Musik und versuche, mich zu entspannen.
Ich weiß: Bald habe ich wieder ganz viel Muße, um zu bloggen. Das neue Semester beginnt Mitte April und dann werde ich auch wieder weniger arbeiten. Die Wochenenden werde ich frei haben – und mit etwas Glück auch Montag oder Freitag noch dazu.
Bis dahin stöbere ich (manchmal) in alten Bildern und sehne mich nach etwas Urlaub… Wie zum Beispiel nach Colmar, wo ich im Mai 2013 auf Exkursion war.

Leben

Drunter & Drüber

29. Januar 2015

Es gibt so Wochen, da geht alles durcheinander. Das ist auch der Grund für die Ruhe, die hier momentan herrscht. Der Liebste und ich renovieren unser Badezimmer. Nachdem wir ja mehr als drei Monate ein Loch in Decke und Boden hatten, wollen wir es uns nun richtig schön machen. Dazu brauchen wir vor allem Fliesenfarbe, um die blauen Fliesen weiß zu machen. Außerdem muss eine Wand neu tapeziert werden. Dazu haben wir uns noch ein neues Waschbecken, eine Arbeitsplatte und einige Kleinigkeiten gekauft. Nachdem die letzte Zeit ganz im Zeichen der Vorbereitung stand (Löcher schließen, Ecken verputzen, alte Tapete entfernen), geht es dann am Wochenende mit Hilfe von Freunden richtig rund. Vorher-Nachher-Bilder wird es natürlich auch geben!
Neben dem Badezimmer geht mein erstes Master-Semester seinem Ende zu und ich habe heute die Zusage zu einem neuen Job bekommen. Nachdem mein alter Job auf eine reine Urlaubsvertretung eingekürzt wurde und ich nicht wusste, was ich tun sollte, habe ich schnell drei Bewerbungen geschrieben. Und da ist er nun: der hoffentlich perfekte Job für die Zeit meines Master-Studiums. Inklusive Kranken-, Urlaubs- und Weihnachtsgeld! Viel Luxus für eine Studentin, die (noch) nichts von alldem gewöhnt ist. Gestern war die Bewerberrunde und heute Mittag kam dann die ersehnte Zusage. Am 9. Februar beginnt die Schulung. Bis dahin kann ich noch einmal durchatmen, das Badezimmer fertigstellen und Kraft tanken!

Leben

Ein Rückblick II | 2014

30. Dezember 2014

Noch einmal nehme ich den Kalender, der nun fast ausgedient hat, in die Hand. Blättere um, lese mich fest, erinnere mich… An ein schönes, anstrengendes, immer wieder neues Jahr.

Januar, Februar, März

Nachdem wir Silvester bei Freunden verbracht haben, gehen wir das neue Jahr ganz ruhig an. Noch eine gute Woche habe ich Zeit, ehe Uni und Arbeit mich wieder nach Berlin rufen. Am Wochenende kommen Freunde zu einer Einweihungsfeier vorbei, wir sitzen in der neuen Küche und lachen, reden und lassen es uns gutgehen. Es ist schön, wieder in der Heimat zu sein.Das erste Vierteljahr pendele ich nach Berlin, wohne dort in der Wohnung einer Freundin und mache meine letzten beiden Seminare für den Bachelor-Abschluss. Außerdem arbeite ich auch noch dort. So muss ich mich jetzt nicht um einen neuen Job kümmern und wenn ich ohnehin dort bin… In der Zeit in der Heimat – die nun auch wieder Zuhause ist – gehe ich ins Kino, zu einer Buchvorstellung und stelle zwei Hausarbeiten fertig. Nachdem ich seit meiner Kindheit nicht mehr da war, gehe ich mit Freundinnen und Bekannten auch mal wieder zum Fasching; es ist unerwartet lustig und die Zeit vergeht wie im Flug. Als Abschluss der Berlinzeit geht es mit dem Liebsten und Freunden nochmal für ein Wochenende dorthin. Ich genieße die Zeit, freue mich aber auch auf die nun kommende Zeit.

April, Mai, Juni

Der April beginnt mit einer Wiedereingliederungsschulung; ich möchte bis zum Studienbeginn im Oktober wieder als Flugbegleiterin arbeiten und ’nebenbei‘ meine Bachelor-Arbeit schreiben. Dass das so nicht möglich ist, kann ich zu Beginn noch nicht glauben. Ostern verbringe ich entspannt mit dem Liebsten und meiner Mama. Danach überschlägt sich alles: Ich werde krank, kann nicht mehr arbeiten und schaffe auch nichts für meine Bachelor-Arbeit. Das gesamte Studium über hatte ich einen, zeitweise auch zwei Jobs. Nun komme ich kaum aus dem Bett. Ich möchte nur schlafen und über nichts mehr nachdenken müssen. Irgendwie schreibe ich meine Bachelor-Arbeit und gebe sie ab. Krankgeschrieben bin ich die ganze Zeit über. Schlecht komme ich mir dabei vor, aber es nützt ja nichts. Die Order: Mich schonen, mir Gutes tun. Dazwischen: Eine Konfirmation, Arzttermine, Mittelaltermärkte, ein grandioser Opernbesuch. Außerdem hat der Liebste Geburtstag und wir feiern gemeinsam. Ende Juni dann wieder eine Fahrt nach Berlin: Der Liebste hat Absolventenfeier und ich bin so stolz auf ihn! Wir treffen liebe Freunde und haben eine wirklich schöne Zeit. Langsam erhole ich mich.

Juli, August, September

Meinen Geburtstag verbringe ich ruhig. Ich gehe mit dem Liebsten essen und plane eine Wiedereingliederung. Diese wird jedoch abgelehnt, stattdessen bekomme ich meine Kündgigun. Und zum ersten Mal entspanne ich mich wirklich, eine riesige Last fällt von mir ab! Die Schwester des Liebsten heiratet und ich bin tatsächlich zu Tränen gerührt – das hätte ich von mir so eigentlich nicht gedacht. Die Hochzeit ist wirklich schön und das Wetter spielt auch mit. Wieder einmal gehe ich ins Kino, außerdem pflücke ich Erd-, Him- und Blaubeeren und koche daraus Marmelade. Über 30 Gläser sollten bis ins nächste Jahr hinein reichen. Mein Bruder und meine Mama feiern Geburtstag, wir grillen bei Freunden und versuchen schließlich, unsere kleine Mieze mit einer anderen Katze zu vergesellschaften – ein Versuch, der grandios scheitert. Gerade erholen wir uns davon, da kommen auch schon Freunde zu Besuch und bleiben über ein langes Wochenende. Wir sind viel draußen, reden bis tief in die Nacht und lernen die Stadt noch einmal von einer anderen Seite kennen. Außerdem gehen wir zu diversen Ausstellungen. Ich bekomme die Zusage für das Master-Studium und bereite mich innerlich darauf vor, dass es ab Oktober wieder losgeht. Bin ich schon bereit dazu? Wie wird es sein, hier zu studieren?

Oktober, November, Dezember

Der Liebste und ich fahren nach Stuttgart, um eine Ausstellung zu besuchen. Die Stadt hat es uns nicht angetan, aber allein für Fastnacht der Hölle hat es sich sehr gelohnt! Einen Tag früher als geplant fahren wir nach Hause. Das Studium beginnt und es gefällt mir sehr, auch wenn ich meine Kommiliton*innen, die Uni und auch die Dozent*innen sehr vermisse. Alles ist so anders und neu, ich gewöhne mich nur langsam daran. Zwei Kurse gebe ich wieder ab, nachdem ich einen neuen Job angenommen habe. Ich will mich nicht wieder permanent überfordern. Da ich weder BAföG, noch sonst irgendetwas bekomme, kann ich auch gut sechs Semester für den Master einplanen. Der neue Job macht mir unglaublich viel Spaß. Auch wenn ich früh aufstehen muss, bin ich sehr gern dort und die acht Stunden vergehen wie im Flug. Eine meiner besten Freundinnen feiert nicht nur Halloween, sondern auch gleich noch ihren Umzug (in meine Nähe) sowie ihren Geburtstag. Es gibt noch mehr Geburtstage und daneben wieder ein paar Kinobesuche. Nach Berlin zieht es uns Anfang Dezember noch einmal. Alle paar Jahre ist das auch wirklich nötig, sonst bekomme ich doch ein wenig Sehsncuht. Zwischen all dem schönen haben wir seit September zwei Löcher in unserem Badezimmer – nach unten zu den Vermietern und nach oben, wo sie den Dachboden zu einer Wohnung ausbauen. Das setzt mir wirklich zu. Irgendwie schaffen wir es dann doch, alles so zu beschleunigen, dass du Weihnachten die Löcher zu sind. Das wurde wirklich Zeit! Insgesamt sechs Mal haben die Handwerker uns versetzt, ohne abzusagen. Ich freue mich auf das kommende Jahr, wenn wir das Badezimmer dann wirklich ’schön‘ machen können. Irgendwie komme ich doch etwas in Weihnachtsstimmung. Bestimmt hilft da auch das Plätzchenbacken und die Kerzen überall in der Wohnung. Den 24. verbringen wir ganz entspannt. Wir schlafen aus, frühstücken gemütlich und schmücken dann den Baum. Ein paar Weihnachtsfilme müssen natürlich auch sein. Am frühen Abend machen wir Bescherung und holen uns dann etwas zu essen. Für den 25. hat mein Papa uns zu sich eingeladen, um seinen Geburtstag zu feiern. Da gibt es noch einmal Bescherung und sehr viel, sehr gutes Essen. Außerdem sind Freunde da, die ich schon ewig nicht gesehen habe. Am 26. reisen die Geschwister (plus Anhang) der Liebsten an, abends gibt es ein riesiges Weihnachtsessen, zu dem jeder (meine Mama und Freunde sind noch dabei) etwas mitgebracht hat. Müde und erschöpft fallen wir ins Bett und sind froh, den 27. und 28. ganz ruhig und für uns verbringen zu können.

Nun steht noch Silvester mit Freunden an und dann… dann geht es endlich mal wieder nach Dänemark. In ein Ferienhaus am Strand, mit Sauna und Kamin. Ich freue mich schon so sehr darauf!

Leben

Sonntag

23. November 2014

…und schon sind wieder 10 Tage vergangen. Um zu überlegen, was ich in dieser Zeit so alles gemacht habe, muss ich erst einmal in meinen Kalender schauen – außer Arbeit und Uni steht da nicht viel. An den Wochenenden: ausschlafen, gemütlich frühstücken, entspannen. Zwischendurch den Adventskalender für den Liebsten vorbereiten und Bahntickets für den Berlin-Trip buchen (ich freu‘ mich so!). Langsam aber sicher bin ich in meinem neuen Job angekommen. Ich weiß, wann ich schlafen gehen muss, um wach genug zu sein. Ich kann wieder besser entspannen, weil ich vorher produktiv war. Und zwei Unikurse habe ich abgegeben, damit mir das alles nicht zu viel wird. Das letzte Frühjahr und der Sommer haben mir meine Grenzen deutlich aufgezeigt und ich möchte sie nicht stets und ständig selbst verletzen.
Gestern morgen machten der Liebste und ich spontan einen frühmorgendlichen Spaziergang zum Bäcker, um Brötchen und Zeitung zu holen. Anschließend gab’s ein entspanntes Frühstück. Danach beschlossen wir, in ein Städtchen in der Nähe zu fahren, das wir beide noch nicht kannten. Es war richtig schön. Ich fahre so gern Auto – und am Liebsten auf der Landstraße am Fluss entlang, mit all dem bunt gefärbten Laub und Novembernebel. Dieser Ausflug hat sich wirklich gelohnt. Mit roten Wangen und kalten Fingern gab es dann erst mal eine Kanne Tee, bevor es ans samstägliche Aufräumen ging. Und abends haben wir es sogar endlich mal wieder geschafft, einen Film zu gucken, weil ich nicht gegen neun Uhr so müde war, dass ich nur noch ins Bett wollte.
Heute Abend freue ich mich auf ganzganz leckeres Essen und mein entspanntes Sonntagsbad. Das ist inzwischen schon ein richtiges Wochenausklangsritual geworden.

 

Leben

Ruhe.

13. November 2014

Kein Mittwochsschön, kein Freitags-Füller, keine 12 von 12… Das ist immer ein gutes Indiz dafür, dass im echten Leben gerade so viel passiert, dass ich mal wieder nicht hinterher komme. Und tatsächlich: Nicht nur hat die Uni begonnen, ist angelaufen und fordert so langsam ein bestimmtes wöchentliches Pensum. Vor knapp zwei Wochen habe ich einen neuen Job angetreten. Es macht mir unglaublich viel Spaß, ist aber auch sehr anstrengend. Ich untersützte einen kleinen regionalen Radiosender als freie Mitarbeiterin und arbeite eigentlich nur montags und mittwochs. Eigentlich. Denn im Moment ist eine Kollegin krank und eine andere im Urlaub, sodass ich in dieser Woche viermal und in der letzten dreimal arbeite bzw. gearbeitet habe. Das ist sehr gut für meinen studentischen Geldbeutel und die Zeit geht ganz schnell um, weil so viel zu tun ist, aber wenn ich dann nach acht Stunden Arbeit nach Hause komme und um 4.35 Uhr aufgestanden bin (Frühschicht), dann möchte ich eigentlich nur noch etwas essen und ins Bett. Meist geht das aber nicht, denn da ist ja noch das eben erwähnte Uni-Pensum. So bleibt für’s Bloggen momentan nur ganz, ganz wenig Zeit und Muße übrig: Zum Beispiel heute, weil ich Spätschicht (bis 21.00 Uhr) habe. Hiermit sei also ein kleines Lebenszeichen von mir gesendet. Sobald sich Uni und Job noch etwas mehr eingependelt haben, bin ich bestimmt auch nicht mehr dauermüde und erschöpft. Achja, ganz vergessen: Morgen und übermorgen sind ja die Handwerker den ganzen Tag da! Es ist also wirklich viel los.