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DIes & Das | Mittwochsschön KW 33

Uff. In der letzten Woche bin ich mal zu gar nichts gekommen, außer dazu, den Alltag gut hinter mich zu bringen. Wir haben versucht, unser Katzenkind mit einem kleinen Kätzchen zu vergesellschaften, was leider letzten Endes gescheitert ist. Natürlich lässt sich darüber sprechen, ob wir uns nicht mehr Zeit hätten nehmen müssen – doch da unsere Prinzessin sich so gar nicht mehr wohlfühlte, kaum noch fraß und uns mied, zogen wir die Notbremse und brachten die Minimiez schweren Herzens zu ihrer Besitzerin zurück. Seitdem ist unsere Kleine wie ausgewechselt – bzw. als wäre niemals etwas geschehen. Sie schmust, schnurrt, frisst und schläft… Und sie schreit nachts nicht mehr vor unserer Schlafzimmertür (der einzige Raum, in den sie nicht hineindarf). So hatte ich in dieser Woche weder ein paar Feine Dinge, noch am letzten Freitag einen Freitags-Füller oder gestern die 12von12… Aber in der nächsten Woche wieder! Dafür gibt es heute noch ein Mittwochsschön. Ab morgen haben wir dann Berlin-Besuch bei uns und so werde ich wohl kaum Zeit am Computer verbringen wollen oder können.

  1. Ein gutes Bewerbungsgespräch und die Hoffnung auf einen Job, der gut zu mir passen würde.
  2. Die Kündigung, die endlich eingetroffen ist… Zu meiner großen Freude sogar zum 30.09., sodass ich noch einen Monat länger Gehalt bekomme. Eine große Sorge weniger.
  3. Das Katzenkind, welches gar nicht nachtragend ist, sondern schmusig wie eh und je.
  4. Vorfreude auf den Berlin-Besuch.
  5. Herbst-Geruch in der Luft, der einen morgens fröstelnd erwachen lässt und den Teekonsum sofort wieder steigert.

Zweifel

Hach. Ich hoffe ja, dass diese momentane Lebens-Episode nur eine Phase ist, auf die ich spätestens im Oktober mit einem entspannten Lächeln zurückschauen kann.
Es ist schon so lange her, dass ich über die Zeit schreiben wollte, in der ich arbeiten musste und meine Bachelor-Arbeit beenden – und in der dann letztendlich alles zuviel wurde.
Seit Mitte Mai bin ich nun krankgeschrieben und meistens ist das okay; aber manchmal fühle ich mich wie eine Betrügerin. Denn ich habe ja nichts, was man meinem Körper ansehen könnte oder in meinem Blut ablesen würde. Ich war beim Arzt mit einer tiefen Erschöpfung, Hoffnungslosigkeit, Müdigkeit und Lustlosigkeit.
Lina, die gerade einen tollen Artikel geschrieben hat, meinte:

Zu Beginn glaubte ich an einen Stressphase, die ich überstehen würde, wenn ich mich nur anstrenge, wenn ich durchhalte und wenn ich das nächste Projekt abgeschlossen hätte. […] Aber dann kam das nächste Projekt und das nächste und das nächste.

Der erste Verdacht (es gab noch ein paar andere Symptome) war dann: Schilddrüsenunterfunktion. Ganz ehrlich? Ich habe darauf gesetzt! Ich hoffte, ich könne einfach eine Tablette nehmen, dass ich momentan einfach unter meiner Leistungsfähigkeit wäre – es war aber nicht so. All meine Werte sind fabelhaft und im Prinzip geht es mir gut. Tut es aber nun einmal leider nicht. Nach 7 Semestern Vollzeitstudium mit häufig zwei Jobs war ich ausgebrannt und müde. Mein Arzt schrieb mich also bis Mitte Juli krank und langsam ging es bergauf. An einen Therapeuten war nicht zu denken – etwa zehn sehr freundliche Arzthelferinnen teilten mir mit, ich möge mich Ende des Sommers noch einmal melden, momentan sei da – leider, leider – nichts zu machen. Und aktu habe ich ja auch nichts.
Momentan bekomme ich Krankengeld und ich bin unglaublich froh darüber. Dazu muss man sagen, dass ich an sich einen sehr guten Vertrag unterschrieben habe: Sechs Monate (von Mai bis Oktober) arbeite ich, bekomme aber zwölf Monate ein Teilzeitgehalt. Ich habe mich darauf verlassen, so das erste und zum Teil auch das zweite Semester meines Master-Studiums überstehen zu können. Doch nun… weiß ich nicht, was ich tun soll. Ich glaube nicht, dass ich es von jetzt auf gleich wieder schaffe, Vollzeit zu arbeiten. Sobald ich nur daran denke, bekomme ich Bauch- und Kopfschmerzen. Es gäbe da eine Möglichkeit – die Wiedereingliederung nach dem Hamburger Modell. Doch noch stellt sich mein Teamleiter quer. Zwar bestärkt mich die Personalvertretung und sie wird mich auch zu einem Gespräch mit meinem Teamleiter begleiten, dennoch belastet mich die Situation sehr. Ich weiß nicht, was ich tun soll, wenn meine Wiedereingliederung abgelehnt wird – auch wenn es dafür eigentlich keinen Grund geben kann, der Bestand hätte. Noch bis zum 10. Juli bin ich krankgeschrieben. Am letzten Freitag telefonierte ich kurz mit meinem Teamleiter und er versprach, sich am Montag zu melden… Nichts ist passiert. Nun sitze ich wie auf heißen Kohlen. Erreicht habe ich ihn nur per Email; und eine Abwesenheitsnotiz bekommen: Ab dem 3. Juli ist er wieder da. Um jedoch eine Wiedereingliederung zu bekommen, muss ich auch meinen Arzt und meine Krankenkasse kontaktieren und alle müssen zustimmen. Das dauert ja bekanntlich manchmal etwas…
Uff. Ich hoffe, dass sich diese Worte jetzt nicht so durcheinander lesen, aber genau so sieht es momentan auch in meinem Kopf aus. Listen, die mir sonst helfen, alles zu strukturieren, helfen da auch nicht weiter. Denn ich komme immer wieder auf dieselben Punkte:

  • BAföG bekomme ich nicht, weil mein Vater zu viel verdient.
  • Mein Vater ist nicht willens, mich auch während meines Master-Studiums noch zu unterstützen. Unser Verhältnis ist momentan nicht sehr gut (sehr oberflächlich) aber auch nicht schlecht genug, um ihn zu verklagen oder damit zu drohen.
  • Während meines Master-Studiums darf ich nicht mehr als 20 Stunden unter der Woche arbeiten. Ob ich damit genug Geld verdiene, sei dahingestellt.
  • Ich müsste erst einmal einen Job finden, der sich auf meine Uni einstellt – und nicht umgekehrt. Zwei Absagen habe ich schon erhalten, nun warte ich auf eine weitere Antowrt – dann hätte ich immerhin einen Job von Oktober bis Dezember und eventuell die Möglichkeit der Verlängerung (wenn sie auch klein ist).
  • Es gibt genau drei Stipendien, die für mich in Betracht kommen; für eines gibt es noch keine Bewerbungsfrist, bei den anderen würde ich frühestens ab 2015 finanzielle Untertstützung bekommen. Das Problem: Im Bachelor brauchte ich kein Stipendium, die meisten Stiftungen möchten aber gern langfristig fördern.
  • Auch wenn der Liebste es gern würde, kann er mich finanziell nicht unterstützen – und ich finde auch nicht, dass das seine Aufgabe ist. Auch meine Mama verdient nicht genug Geld.

Ist es nicht dumm, dass die Menschen, die mich sofort unterstützen würden, nicht genug Geld haben und derjenige, der es könnte, nicht will? Das Verhältnis zu meinem Vater wird immer oberflächlicher, er fragt nur Leistungen ab (Was macht die Bachelor-Arbeit? Wie läuft es bei der Arbeit?) und ärgert sich, dass er, während er mich unterstützte, nur dreimal im Jahr mit seiner neuen Frau und deren Tochter in den Urlaub fahren konnte. Das macht mich nicht einmal mehr wütend, denn so kenne ich ihn eben. Er weiß nicht, dass ich schon so lange krankgeschrieben bin und ich habe auch kein Bedürfnis, ihm das zu erzählen. Ich will es selbst schaffen und ihn nicht um Geld bitten!

Puh. So viel negatives Zeug auf einmal… Jetzt erst einmal durchatmen und eine Schöne-Dinge-Liste machen. Vor dem Gespräch mit dem Teamleiter kann ich ohnehin nichts entscheiden.

Abendspaziergang

Abends, wenn die Luft sich abkühlt und endlich die blaue Stunde beginnt, mache ich manchmal einen Spaziergang – allein oder mit dem Liebsten – um zur Ruhe zu kommen und meine stetig brausenden Gedanken zu sortieren.
Mein Hausarzt sagt, all meine Werte sind perfekt. Nichts ist zu hoch oder zu niedrig, mein Körper fuinktioniert ganz wunderbar und leistet seine Arbeit. Das ist schön zu hören – doch warum fühlt es sich dann für mich nicht so an? Darüber habe ich mit ihm geredet. Und er hat mir dringend geraten, das Fliegen ein für alle Mal sein zu lassen. Meine Bachelor-Arbeit zu schreiben. Und nach einem anderen Job zu suchen. Einem, der mir gibt was ich brauche. Bei dem ich abends zu Hause sein kann bei denen, die ich liebe. Bei dem ich mehr Freizeit habe und nich stets und ständig von einem Termin zum nächsten hetze. Ich habe mich beworben… und warte nun. Über gedrückte Daumen freue ich mich natürlich immer!
[Sobald ich kann, schreibe ich noch einmal mehr darüber – aber nicht heute.]

Flugplan: Mai [Planänderung]

Es kann immer sein, dass sich ein Flugplan ändert – hier ist nun meine erste Planänderung. Super für mich: Vom 16. bis 21. Mai habe ich komplett frei. Das ist perfekt, um mich nach den ersten Flügen zu erholen, neue Kraft zu tanken und noch etwas für meine Bachelor-Arbeit zu schaffen.

Planänderung Mai:

  • 07.5. –  09.5.: ASB [Aşgabat]
  • 11.5. – 13.5.: MCT [Maskat]
  •            15.5.: Tagestour [spät]
  • 22.5. – 23.5.: KUF [Samara]
  • 29.5. – 03.6.: KUL [Kuala Lumpur]

Flugplan: Mai

…Da ich nun schon einmal motiviert bin und mich dazu entschieden habe, mehr über meine Erfahrungen zu berichten, veröffentliche ich natürlich auch jeden Monat meinen aktuellen Flugplan! Los geht es im Mai:

  • 01. – 03. SSG [Malabo]
  • 07. – 09. KWI [Kuwait]
  • 11. Tagestour
  • 14. – 17. 4-Tagestour (Übernachtung in BEG [Belgrad] – TXL [Berlin] – TXL [Berlin])
  • 22. Tagestour
  • 25. – 27. IKA [Teheran]
  • 29. – 02. KUL [Kuala Lumpur]

 

Es geht wieder los…

Morgen geht es zum ersten Mal nach vier Jahren wieder in die Luft! Dies ist auch der Hauptgrund dafür, dass es in der letzten Zeit so still war – ich musste zu diversen Nachschulungen, meinen Erste-Hilfe-Kurs auffrischen, Tests schreiben… In der letzten Woche war ich von Dienstag bis Freitag jeden Tag weg und hatte dazu noch drei schriftliche und zwei praktische Tests zu bestehen. Aber: Nun ist die Theorie (soweit man das so nennen kann) geschafft und ich bin schon ordentlich aufgeregt. Wie werden die Kollegen sein, wie der erste Umlauf? Werden die Passagiere mit mir zufrieden sein? Werde ich das alles – Müdigkeit, wenig Zeit zur Regenration, fordernde Gäste – körperlich gut wegstecken? Ich möchte vor allem während meiner freien Tage mehr als beim letzten Mal auf mich achten – da bekam ich dann nämlich die Quittung in Form von Herpesbläschen an der Lippe, einer Blasenentzündung sowie einer Magenverstimmung: alles auf einmal!
Darum habe ich meinen Koffer bereits gepackt, meine Uniform herausgelegt und mir außerdem für nachher ein Entspannungsbad besorgt, in welches ich am späten Nachmittag eintauchen werde; so habe ich danach noch genug Zeit mit dem Liebsten gemeinsam zu entspannen, lecker zu Abend zu essen und etwas runterzukommen.
Passend dazu beschäftige ich mich seit ein paar Tagen mit Meditation und habe auch schon angefangen, jeden Abend für 25 Minuten zu meditieren. Empfohlen wurde, am Morgen zu meditieren, doch ich habe gemerkt, dass es mir gut tut, diese Form der Entspannung auf den Abend zu verlegen, sodass ich danach ganz ruhig und relaxt ins Bettchen krabbeln kann.
Besonders freue ich mich auch darauf, dann hier über meine Erfahrungen berichten zu können – und vor allem über jene Orte, an denen ich etwas mehr Zeit verbringen darf.
Ich habe lange hin und her überlegt, ob ich darüber schreiben soll oder nicht, aber ich denke, es hilft mir in schweren Phasen, das Schöne zu sehen und all die Eindrücke zu verarbeiten. Ich habe auch gemerkt, dass viele Freunde und auch meine Familie zu Beginn nicht so richtig wussten, was ich da tue. Für sie war es einfach nur toll und spannend und meistens verstanden sie nicht, wenn ich müde war und niemanden sehen wollte, nachdem ich 36 Stunden auf den Beinen war. Vielleicht schaffe ich es so, das Bild von jenen Menschen, die hoch oben arbeiten und stets lächeln und sich bemühen, freundlich zu sein, etwas realistischer zu zeigen.
Außerdem sollen meine Bilder ja nicht irgendwo verstauben…