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Fasten

Leben

Fasten: Das Ende der Klamottenkur

24. März 2016

Heute ist Gründonnerstag, die Fastenzeit ist somit fast vorbei. Da sich bei mir jedoch schon in den letzten Wochen abgezeichnet hat, wie es für mich danach weitergeht, ziehe ich schon heute ein Resümee.
Insgesamt fand und finde ich die Idee nach wie vor wirklich gut. Es hat mir gefallen, nur eine bestimmte Anzahl Kleidungsstücke zu besitzen. Ich musste nicht ständig darüber nachdenken und ich kam – nachdem ich zu Beginn noch etwas ausgetauscht hatte – sehr gut mit meiner Auswahl zurecht. Dazu muss ich sagen, dass ich mir aber auch einige Gedanken gemacht habe; ein bisschen so, als führe ich in den Urlaub: Was passt wozu, welches Oberteil zu welchem Rock, welcher Cardigan zum Kleid? Das hat mir insofern geholfen, als dass sich eigentlich fast alles miteinander kombinieren ließ. Ein paar Mal habe ich mir dann auch Oberteile des Liebsten ausgeliehen und meinen Kleiderschrank so aufgestockt.
Gestern habe ich mir dann schon mal überlegt, wie es nach dem Fasten weitergehen soll. Alles wieder zurück in den Kleiderschrank und weiter wie vorher? Radikal ausmisten? Ganz anders?
Ich habe mich dann dazu entschieden, nicht radikal auszumisten. Zum Einen habe ich das erst vor kurzem gemacht und so gab es nicht wirklich Sachen, die ich weggeben wollte oder konnte, zum Anderen finde ich es aber auch vollkommen okay, dass ich bestimmte Sachen habe, die ich nicht immer anziehe. Seien es Kleider zu besonderen Anlässen oder auch andere Teile, die eben für mich in eine bestimmte Jahreszeit gehören. Der letzte Punkt war dann auch ausschlaggeben für mich und so habe ich meinen Kleiderschrank gestern aktualisiert.
Das heißt, ich habe geschaut, welche Sachen ich nun, wenn es Frühling ist (oder zumindest wird) nicht mehr anziehen möchte (weil sie zu warm sind oder mir zu winterlich aussehen zum Beispiel) und dann in meinem Bestand geschaut, wogegen ich diese Kleidungsstücke tausche.
Ich komme also wie am Anfang auch auf 35 Kleidungsstücke, jedoch zu etwa 50 Prozent andere als vorher. Das gibt mir sofort das Gefühl von neuer Kleidung, ohne dass ich dafür auch nur einen Euro ausgegeben habe.
Nach wie vor zähle ich allerdings Unterwäsche, Socken, Strumpfhosen, Sportsachen und gemütliche Zuhausekleidung nicht mit.
Im nächsten Schritt werde ich dann auch noch meine Winterschuhe putzen, teilweise zum Schuster geben und dann gut verstauen, damit auch hier der Frühling Einzug halten kann.

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Was mir übrigens unerwartet leicht fiel war, mir fast nichts neues zu kaufen. Vorgestern habe ich ein paar Teile Unterwäsche ersetzt und zu Beginn hatte ich mir ja eine Strickjacke für die bevorstehende Hochzeit meines Vaters gekauft, aber ansonsten war es nur ein Cardigan, den ich mir gegönnt und über den ich mich sehr gefreut habe. Vom Liebsten habe ich zudem ein Kleid (ebenfalls für die Hochzeit) und ein Oberteil geschenkt bekommen.
Neu war für mich auch das Gefühl, keine Lust zum „Shoppen“ zu haben. Sonst gibt es immer mal wieder so Phasen, in denen ich durchaus Lust habe, in die Stadt zu gehen und nach schönen Dingen zu schauen. Dem war dieses Mal – vielleicht auch aus Zeitgründen – nicht so. Stattdessen habe ich lieber mal in einem Café einen Tee getrunken, war Essen und habe mir hin und wieder frische Blumen gegönnt.

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Hier geht es zu meinem ersten Artikel zur Klamottenkur und dort findet ihr meinen ersten Rückblick.

Die Aktion zur Klamottenkur findet ihr übrigens auf dieser Seite.

Leben

Fasten: Ein erster Rückblick

17. Februar 2016

Die erste Woche meiner Klamottenkur ist vorbei und so werfe ich mal einen ersten Blick auf die letzten Tage.
Hier geht es übrigens noch zu meinem ersten Artikel.
Ich muss sagen, dass die erste Woche wirklich überhaupt kein Problem war. Noch vor Aschermittwoch habe ich ein Oberteil ausgetauscht und war (und bin) seitdem rundum zufrieden. An den meisten Tagen stand ich morgens gar nicht vor dem Kleiderschrank um zu überlegen, was ich anziehen könnte, sondern entschied am Abend vorher – aus dem Kopf heraus – auf was ich Lust habe. Das ist unheimlich entspannend und ich hatte auch nie das Gefühl, falsch gekleidet zu sein. Weder an der Arbeit, noch beim letzten Kinobesuch oder sonst irgendwo.
Ich denke nicht mal darüber nach, welche Kleidungsstücke in meiner Schublade schlummern, die ich nicht öffne (n darf), ich vermisse einfach nichts.
Da kommt bei mir ja doch die Frage auf, ob das ein gutes oder ein schlechtes Zeichen ist. Sollte ich die Dinge, die da in der Schublade liegen, einfach direkt und ohne sie noch einmal anzusehen entsorgen? Darauf kann ich ganz klar mit Nein antworten, denn es gibt natürlich Kleidungsstücke, die bei mir an bestimmte Jahreszeiten gebunden sind. Worüber ich aber immer mehr nachdenke, ist, meinen Kleiderschrank regelmäßig an die Jahreszeiten anzupassen und dabei immer mal wieder alles durchzusehen. Wie wäre es also, permanent mit 35-40 Stücken im Kleiderschrank zu leben und den Rest ordentlich zu verstauen? Ich glaube, darüber werde ich noch länger nachdenken.

Gekauft habe ich in dieser Woche tatsächlich auch ein Teil – und eines habe ich geschenkt bekommen. Für die Hochzeit meines Vaters und seiner Freundin im Frühjahr habe ich nämlich schon mal nach Kleidern geschaut und dabei direkt eines im Winter-Sale gefunden. Der Liebste hat es mir geschenkt und so konnte ich mir eine passende Strickjacke dazu kaufen. Nun hängt dieses schöne Ensemble mit in meinem Schrank und ich freue mich jeden Tag beim Hineinsehen darüber – und darauf, es dann endlich in fast genau zwei Monaten tragen zu können.
Glücklicherweise sind beide Teile so, dass sie auch hinterher noch in meinen Kleiderschrank passen, ich werde sie also sicherlich noch oft tragen.

Die Aktion zur Klamottenkur findet ihr übrigens auf dieser Seite.

Leben

Fasten: Klamottenkur

10. Februar 2016

Jedes Jahr wieder überlege ich mir, ob es etwas gibt, was ich fasten möchte. Das Resultat ist immer wieder ein bisschen anders, aber meistens gibt es schon das ein oder andere, was ich gerne mal reduzieren möchte – oder auch einfach einen Verzicht, den ich gern mal probieren mag. Da kommt mir die diesjährige Aktion Klamottenkur sehr gelegen!

Im letzten Jahr habe ich das schon einmal versucht und es hat, ehrlich gesagt, viel besser geklappt, als ich zu Anfang dachte. Im Wesentlichen geht es bei der Aktion darum, den ersten Schritt in Richtung nachhahltigen Konsum zu tun, also weniger Konsum.

Das gilt auch für die Klamotten im Kleiderschrank. Schaffst du es, deine Garderobe für sieben Wochen zu reduzieren? […] Mit einer temporären Garderobe die 50 Teile zählt, können viele Ziele erreicht werden!

Aktion KlamottenkurIch habe mich schon Sonntagabend daran gemacht, meinen Kleiderschrank mal wieder durchzusehen und auch überlegt, wie die Regeln für mich aussehen können. So war mir schnell klar, dass ich bestimmte Dinge nicht mitzählen möchte. Dazu gehören Sportsachen, Schuhe, Unterwäsche und Strumpfhosen, ebenso wenig die gemütlichen Klamotten, die ich nur zu Hause trage, denn da gibt es ohnehin nur fünf komplette „Outfits“.

Weil nun aber einiges nicht mitzählt, habe ich die Zahl reduziert und bin schließlich auf 35 Teile gekommen, die ich in der Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostersonntag tragen werde. Dazu zählen Kleider, Röcke, Cardigans, lange und kurze Oberteile sowie zwei Jacken. Ich denke, ich bin ganz gut ausgestattet und ich freue mich schon darauf, wenn es losgeht. Da ich am Sonntag sehr schnell fertig mit dem Sortieren war, beschloss ich, die Zeit bis Aschermittwoch dazu zu nutzen, mir genau anzuschauen, was ich rausgesucht habe und gegebenenfalls noch etwas auszutauschen.

Zwischendurch berichte ich natürlich sehr gern von dieser Aktion! Wer sich grundsätzlich für so etwas interessiert, dem sei der Blog Widerstand ist zweckmäßig ans Herz gelegt. Maria hat sich intensiv mit dem Thema Kleidung/Kleiderschrank auseinandergesetzt und viele tolle Einträge dazu verfasst.

Der Start war übrigens sehr gut, da ich bereits gestern eine Idee hatte, was ich heute anziehen könnte. Und: der Liebste macht auch mit, das motiviert umso mehr. Die Aktion im letzten Jahr half mir eine lange Zeit schon, weniger Kleidung zu kaufen, doch in den letzten Monaten bin ich dann wieder mehr und mehr in alte Verhaltensweisen zurückgefallen. Es ist also mal wieder Zeit für einen Neustart.

Leben

Fasten: Ein Resümee

20. April 2014

Sieben Wochen sind um, und nachdem ich es heute morgen endlich einmal zum Ostergottesdienst um 5.30 Uhr geschafft habe (es war wirklich, wirklich schön!), möchte ich eine kleine Zusammenfassung meiner sieben Wochen schreiben.
Dazu zitiere ich noch einmal die Dinge, an denen ich mich orientieren wollte (auf diese Idee aufmerksam geworden war ich ja bei Karmi):

Konkret bedeutet dies also:

  • Vermeidung negativer Schlagzeilen, Nachrichten, Medien etc. Das
    heißt zum Beispiel keine Bücher mehr über Massentierhaltung, keine
    Zombie- und Horrorfilme, keine Nachrichten im TV oder in den Printmedien
    (man wird ja über Internet, Radio und seine Umwelt immer auf dem
    laufenden gehalten über das Geschehen in der Welt). Die
    Berichterstattung unserer Medien ist extrem einseitig und auf negative
    Geschehnisse ausgerichtet.
  • Arbeit mit positiven Gedanken und Affirmationen. Sich beim Blick in
    den Spiegel ein Lächeln schenken und “ich liebe dich” sagen anstatt “man
    sieht du heute fertig auf” oder “ich muss dringend abnehmen”. Wenn man
    einmal aufmerksam auf seine Gedanken achtet, stellt man fest wieviele
    dieser Gedanken destruktiver, negativer und abwertender Natur sind. Ich
    möchte versuchen diese Gedanken einfach bewusst wahrzunehmen und wenn
    möglich um zu formulieren.
  • Katastrophenphanatsien einschränken. Ich bin ein Mensch der dazu
    neigt sich viele Sorgen zu machen (um mich selbst genau so wie um
    andere). Wenn ich merke das ich Horrorphantasien nachhänge und mir
    ausmale was für schlimme Dinge passieren könnten, möchte ich dieses
    negativen Gedankenkreisen unterbrechen und versuchen,
    positive/schöne/lustige Gedanken/Vorstellungen zu haben.
  • Nichts Negatives über irgend einen Menschen sagen sondern versuchen
    das positive sowohl in jeder Situation, als auch in jeder Person zu
    sehen.

Doch was konnte ich in den sieben Wochen wirklich umsetzen? Wie oft dachte ich an mein Vorhaben und was fiel mir vielleicht schwer?
Auf die negativen Schlagzeilen, die so Tag für Tag auf mich einprasseln, machte ich mich sehr schnell immer wieder aufmerksam – manchmal fiel es mir jedoch wirklich schwer, dann beuspielsweise einfach das entsprechende Fenster meines Browsers zu schließen, eine Facebook-Nachricht zu übergehen und mich nicht (zu intensiv) damit auseinanderzusetzen. Mit der Zeit bemerkte ich jedoch, dass es mir wirklich guttat, mich negativen Schlagzeilen zu entziehen und dass es sich immer um ähnliche oder sogar dieselben Themen handelte. Hatte ich zu Beginn noch Angst gehabt, eine wichtige Nachricht zu verpassen, so merkte ich nun, dass es nichts zu verpassen gab – denn die negativen Schlagzeilen ähnelten sich sehr und ich erfuhr selten einmal etwas wirklich neues. Diese Gedanken möchte ich unbedingt mit in die Nach-Fastenzeit nehmen und mich manchmal von all den negativen Seiten zurückziehen. Uninformierter bin ich dadurch nicht, denn einmal am Tag Radionachrichten zu hören, finde ich nicht problematisch.
Meine negativen Gedanken wider mich konnte ich jedoch kaum im Zaum halten. An manchen Tagen gelingt mir das schon ganz gut, doch es ist sicherlich noch ein weiter Weg und gerade in den letzten Tagen fühle ich mich wieder ganz furchtbar hässlich, nicht liebenswert und auch ein bisschen faul. Ich weiß aber, dass dies nur ein momentaner Gefühlszustand ist, der vorbeigehen wird. Da mir positive Affirmationen und Gedanken noch immer schwer fallen, habe ich beschlossen, etwas kleiner anzufangen und zunächst darauf zu achten, mich in solche Gedanken nicht hineinzusteigern, sondern sie einfach anzunehmen und vorbeiziehen zu lassen. Das funktioniert sehr gut und so beschäftigen mich diese Dinge zum Glück nur noch wenige Momente meines Tages.
Meine Katastrophenszenarien konnte ich tatsächlich einschränken, indem ich mir zunächst das Schlimmste vorstellte, was passieren könnte, danach das Beste und zum Schluss das Realistischste. Meist war die realistischste Vorstellung dann eine, die eher zum positiven neigte – und sie wurde eigentlich immer erfüllt. Das ist eine gute Erfahrung, die mir sicherlich weiterhilft.
Auch lasse ich mich inzwischen nicht mehr so oft dazu hinreißen, gedankenlos irgendetwas negatives über andere (fremde) Personen zu sagen oder zu denken. Ich muss allerdings zugeben, dass das auch vor der Fastenzeit mein kleinstes Problem war. Eher verfalle ich manchmal ins Gegenteil, indem ich versuche, das Verhalten von Personen stets und ständig (wohlwollend) zu erklären.
Insgesamt hat mir die Fastenzeit gut gefallen und ich muss sagen, dass ich mich leichter auf eingefahrene Verhaltensmuster aufmerksam machen konnte, als ich gedacht hätte!

Karmis Resümee findet ihr übrigens an dieser Stelle.

Leben

Ruhe.

30. März 2014

In den letzten Tagen ist hier nicht viel passiert, und das hatte einen ganz einfachen Grund: Ich war krank. Nach einer scheinbaren Ewigkeit hat’s mich mal wieder erwischt. Zwar hatte ich kein Fieber, dafür aber gemeine Kopfschmerzen, Husten und Schnupfen. Ich fühlte mich einfach furchtbar matschig, konnte mich kaum konzentrieren und verbrachte so die meiste Zeit auf dem Sofa. Ein gutes hatte das ganze jedoch irgendwie. Ich steckte den Liebsten an (oder er sich) und so konnten wir eine ganze Woche gemeinsam verbringen! Leider muss er im Moment sehr viel arbeiten und hat manchmal auch noch ganz blöde Schichten, wo er spät zu Hause ist, weswegen wir nur wenig Zeit füreinander haben. Es tat gut, die gemeinsamen Akkus mal wieder aufzutanken, zusammen auf dem Sofa Tee zu trinken, zu reden und gemeinsam zu kochen.
Über das Fasten machte ich mir zwar hin und wieder Gedanken, doch für einen Blog-Eintrag hatte ich einfach keine Muße, bzw. wollte ich mich mit Kopfschmerzen nicht an den PC setzen.
Mir ist jedoch aufgefallen, dass es sehr stark davon abhängt, was bei mir so los ist, wie ich mich anderen gegenüber verhalte. Es geht mir ja beim Fasten auch darum,

Nichts Negatives über irgend einen Menschen sagen sondern versuchen
das positive sowohl in jeder Situation, als auch in jeder Person zu
sehen.

Bin ich selbst entspannt, am Besten noch ausgeschlafen und insgesamt recht zufrieden, ist das für mich auch gar kein Problem. Wenn ich jedoch krank und nörgelig bin, fällt es mir ganz schön schwer, mich zusammenzureißen und nach etwas positivem zu suchen. Was ich jedoch gut finde ist, dass mir das durch das Fasten noch bewusster geworden ist, so konnte ich bereits daran arbeiten.
Nachdem der Liebste und ich uns wieder ziemlich auskuriert hatten, nahmen wir dann das Wohnzimmer in Angriff – wir hatten uns gegenseitig den Floh ins Ohr gesetzt, statt dreier Bücherregale lieber Wandregale anzubringen und ein Sideboard zu kaufen, um es darunter zu stellen. Gesagt getan, wir liehen uns also das Auto meiner Mama und fuhren in den Baumarkt und zum Möbelschweden. Nach einigen kleineren Komplikationen kamen wir auch wieder zu Hause an und es ging ans Löcher bohren (immerhin 20 Stück) und Regalböden lackieren (vier Stück à 2,50m). Gestern räumten wir dann die Bücher ein uns es sieht einfach fabelhaft aus. Das Wohnzimmer wirkt nun viel luftiger und größer!
Nun geht es mir also (bis auf eine etwas verschnupfte Nase) wieder gut und nächste Woche – ich bin schon aufgeregt – fahre ich zum ersten Wiedereingliederungs-Schulungstag, um dann von Mai bis Oktober wieder zu fliegen! Ich hoffe, dass ich noch genügend weiß, immerhin ist das letzte Mal knapp vier Jahre her. Ich hoffe aber, wenn alles gut klappt, dass ich im Sommer dann auch immer mal wieder darüber schreiben kann, wo ich so stecke und was mir so passiert.

Leben

Fasten: Woche 1

11. März 2014

Die erste Woche ist um und ich muss sagen, das Fasten ist mir besser gelungen, als ich selbst zu Anfang gedacht hätte. Ich ging davon aus, bzw. befürchtete, dass ich oft im gewohnten Trott bleiben und einfach vergessen würde, was ich mir vorgenommen habe. Doch dem war zum Glück – meistens – nicht so. Ich habe erst einmal mehr beobachtet, doch ab nächster Woche möchte ich auch aktiv (bzw. noch mehr) etwas dafür tun, dass ich positiver denke.
In der vergangenen Woche fiel mir das meist leicht, denn nach dem Wochenende waren der Liebste und ich ja mit meiner Mama und Freunden von Dienstag bis Sonntag in Berlin. Wir hatten so viel Spaß zusammen und auch wenn ich am Sonntagabend unglaublich müde ins Bett fiel, war ich sehr zufrieden und glücklich. Das hing sicherlich auch mit der guten Note zusammen, die ich auf eine anstrengende Hausarbeit bekommen habe – eine 1,0 und ich bin sehr stolz darauf! Außerdem konnte ich mich ja mit meinen beiden Korrektoren für die Bachelor-Arbeit treffen, sie wurde zudem ohne Probleme bewilligt und ich habe nun sogar drei Monate (anstatt, wie vermutet, sechs Wochen) Bearbeitungszeit.
Negative Schlagzeilen konnte ich ebenfalls verhindern und ich merke, wie es mir auch dadurch besser geht. Besonders die negativen Schlagzeilen im Zusammenhang mit der Versicherung der Hebammen machte mir schwer zu schaffen und auf vielen Blogs war es auch ein Thema. Ich habe aber versucht, mich davon zurückzuziehen – und auch von anderen Horrormeldungen. Zum Glück höre ich einen Radiosender, der nicht nur negatives berichtet, denn auf dem Laufenden möchte ich natürlich dennoch sein.
Wichtig sind mir ja vor allem die Punkte, negative/desturktive Gedanken umzuformulieren und Katastrophenszenarien einzuschränken. Beides ist mir in der vergangenen Woche gelungen, ich konnte sogar dem Liebsten zu positiven Gedanken verhelfen. Er saß an der Arbeit und schrieb mir in seiner Pause eine SMS, dass er keine Lust auf alles habe und dass es ihm keinen Spaß mache. Ich erinnerte ihn an unser Fastenziel und riet ihm, mir drei positive Dinge aufzuschreiben, die ihm bisher an diesem Tag wiederfahren waren. Natürlich schickte auch ich ihm drei Punkte und später bedankte er sich dafür und erzählte mir, seine Stimmung habe sich danach gebessert.
Ein Katastrophenszenario war für mich die Angst, dass etwas mit der Anmeldung der Bachelor-Arbeit schiefgehen könnte, doch als mir dieser negative Strudel bewusst wurde, konnte ich darüber sprechen, meine Sorgen formulieren und auch darüber nachdenken, was bestenfalls passieren könnte; und so ist es dann ja auch gekommen.
Negatives habe ich, zumindest, soweit ich mich erinnere, nicht über jemanden gesagt, doch ich möchte noch mehr positives in Menschen und Situationen sehen. Das tue ich aber zum Glück ohnehin meistens, es ist einfach eine Frage der Einstellung, denke ich.
Zum Schluss habe ich mir heute selbst beste Laune bereitet, indem ich die Küche geputzt habe. Das hatte ich schon lange vor, bisher fehlte mir jedoch wirklich die Lust dazu. Da ich aber erst ab Donnerstag Bücher für meine Bachelor-Arbeit ausleihen kann (die Beantragung des Bibliotheksausweises dauert ein paar Tage), hatte ich unverhofft Zeit und fing einfach damit an. Ich habe geputzt, gesaugt, ausgemistet, etwas umgeräumt und umsortiert und zuletzt das Fenster geputzt. Dazu lief Gute-Laune-Musik und so machte es richtig Spaß. Besonders das Ergebnis freut mich natürlich! Am Nachmittag konnte ich dann sogar auf dem Fensterbrett sitzen, die Beine hinausstrecken und einfach nur die tolle Luft und die Sonne genießen.

Leben

Sonnige Tage

10. März 2014

Die letzten Tage (genauer gesagt von Dienstag bis Sonntag) verbrachten der Liebste und ich in Berlin. Zunächst allein, ab Donnerstagnachmittag dann mit meiner Mama, ihrer besten Freundin samt Mann und deren Sohn. Es war lustig, es war anstrengend, es war wunderschön!
Ich konnte endlich meine Bachelor-Arbeit anmelden, nachdem ich mich am Mittwoch mit meinem Erst- und Zweitkorrektor traf (nacheinander) und am Donnerstag dann beim Prüfungsvorsitzenden saß, um die letzte wichtige Unterschrift zu bekommen. Es hat alles ohne Probleme funktioniert und nun habe ich drei Monate Zeit. Ich plane jedoch, Ende April soweit wie möglich fertig zu sein (am Besten komplett, wenigstens aber mit der Rohfassung), damit ich, sobald es wieder in die Luft geht, nichts mehr bzw. nur noch wenig zu tun habe.
Am Samstag waren wir dann noch mit den Eltern und dem Bruder des Liebsten essen und es hat wirklich viel Spaß gemacht! Leider sind seine Eltern nicht immer ganz einfach (er benutzt andere Worte dafür…), aber am Samstag waren alle entspannt, haben sich gut unterhalten und gut gegessen.
So fiel es mir auch nicht schwer, die negativen Gedanken zu fasten, darüber möchte ich aber gesondert noch einmal mehr Worte verlieren.
Gestern Abend kamen wir dann wieder nach Hause, wo unser Katzenkind uns schon sehnsüchtig (wenn auch gut versorgt) erwartete.
Auch Post erwartete mich: Es geht nun also wirklich im April mit Schulungen los und ab Mai fliege ich wieder – ich kann es noch immer kaum glauben! Es gibt noch so viel zu organisieren und zu planen. Deshalb stand ich heute morgen auch gleich mit meinem Liebsten auf und konnte so schon einiges von meiner Liste erledigen. Nun gibt es gleich Frühstück und ich habe das Gefühl, schon einiges geschafft zu haben! Dann scheint auch noch die Sonne und so kann heute eigentlich (hoffentlich!) nichts schief gehen. Lediglich finanziell muss ich mir noch ein paar Gedanken machen, ich hoffe aber, dass ich ganz schnell eine Lösung finde, die mir kein Bauchweh bereitet. Es warten ein paar größere Ausgaben auf mich (eine neue Brille, ein neuer Trolley, ein paar Bücher für die Bachelor-Arbeit, die es nicht auszuleihen gibt, außerdem noch diverse Kleinigkeiten) und ich weiß noch nicht ganz genau, wie ich das Geld dafür aufbringen soll, doch wenn es gar nicht anders geht, werde ich meinen Vater um eine Leihgabe bitten müssen (etwas, das ich gar nicht gern tue!).
Nun genieße ich aber erst einmal ein schönes Frühstück und begebe mich dann auf Literatursuche für meine Abschlussarbeit!

Leben

Fasten: In sieben Wochen zu einem glücklicheren, erfüllten Leben

1. März 2014
http://natturadottir.de/?p=2331

Schon vor einigen Wochen fing ich an, mir darüber Gedanken zu machen, was ich fasten könnte. Weder rauche ich, noch trinke ich Alkohol, also fielen diese Laster schon einmal weg. Fleisch nehme ich ebenfalls nicht zu mir, meine Milch ist aus Reis oder Sojabohnen (ebenso der Joghurt), und warum ich wieder angfeangen habe, Eier beim backen zu verwenden, zeigte ich ja bereits an dieser Stelle.
Mir fiel also nicht wirklich etwas ein, bis ich gestern einen Eintrag bei Karmi las.
Ihr Ziel ist es, in der Fastenzeit (also vom 5. März bis zum 19. April) Negativität zu fasten. DIeser Vorschlag sprach mich sofort an und so beschloss ich, daran teilzunehmen!
Da sie selbst die genauen Ziele in ihrem Eintrag so toll zusammenfasst, zitiere ich sie hier einfach einmal:

Konkret bedeutet dies also:

  • Vermeidung negativer Schlagzeilen, Nachrichten, Medien etc. Das
    heißt zum Beispiel keine Bücher mehr über Massentierhaltung, keine
    Zombie- und Horrorfilme, keine Nachrichten im TV oder in den Printmedien
    (man wird ja über Internet, Radio und seine Umwelt immer auf dem
    laufenden gehalten über das Geschehen in der Welt). Die
    Berichterstattung unserer Medien ist extrem einseitig und auf negative
    Geschehnisse ausgerichtet.
  • Arbeit mit positiven Gedanken und Affirmationen. Sich beim Blick in
    den Spiegel ein Lächeln schenken und “ich liebe dich” sagen anstatt “man
    sieht du heute fertig auf” oder “ich muss dringend abnehmen”. Wenn man
    einmal aufmerksam auf seine Gedanken achtet, stellt man fest wieviele
    dieser Gedanken destruktiver, negativer und abwertender Natur sind. Ich
    möchte versuchen diese Gedanken einfach bewusst wahrzunehmen und wenn
    möglich um zu formulieren.
  • Katastrophenphanatsien einschränken. Ich bin ein Mensch der dazu
    neigt sich viele Sorgen zu machen (um mich selbst genau so wie um
    andere). Wenn ich merke das ich Horrorphantasien nachhänge und mir
    ausmale was für schlimme Dinge passieren könnten, möchte ich dieses
    negativen Gedankenkreisen unterbrechen und versuchen,
    positive/schöne/lustige Gedanken/Vorstellungen zu haben.
  • Nichts Negatives über irgend einen Menschen sagen sondern versuchen
    das positive sowohl in jeder Situation, als auch in jeder Person zu
    sehen.

Ich bin gespannt auf diese Zeit und die Erfahrungen, die ich machen werde, denn besonders mit dem zweiten und dritten Punkt habe ich im Alltag häufig zu kämpfen. Gemeinsam kann man sich bestimmt besser motivieren und auch darauf aufmerksam machen, wo eventuell Fallen sind, in die man immer wieder tappt. Wenn ich es schaffe, würde ich gern jede Woche etwas darüber schreiben und reflektieren. Macht noch jemand mit?