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Feine Dinge

Leben

Bodhránwochenende

29. Februar 2016

Es gibt so Erlebnisse, die sich für mich nur schwer in Worte fassen lassen. Das vergangene Wochenende gehört zwar dazu, ich möchte es aber trotzdem gern versuchen.

Die Vorgeschichte reicht wohl etwa ein Dreivierteljahr zurück, denn da erfuhr ich erstmalig von jenem Instrument, welches mich seitdem so fasziniert: Ich sah (und hörte) zum ersten Mal eine Bodhrán. Die Bodhrán ist eine irische Rahmentrommel, bei der eine Hand mit dem Tipper spielt, während die andere Hand (die Fellhand) die Tonhöhe verändert. Ein paar sehr beedinruckende Spieler sind beispielsweise John Joe Kelly oder auch Rónán Ó Snodaigh, um nur zwei zu nennen (natürlich gibt es noch viel mehr tolle und vor allem sehr unterschiedliche Spieler).

Um nun nicht zu weit auszuholen: Ich beschäftigte mich etwas mehr damit und kam so auf die Seiten von Rolf und Guido. Die beiden bieten jeweils im Frühjahr und im Herbst Bodhrán-Weekends an und ich beschloss, dass ich das zu gern irgendwann einmal machen möchte. Nun ergab es sich, dass der Liebste und ich am letzten Wochenende den Freitag frei hatten. Eine Woche zuvor las ich, dass das nächste Bodhrán-Weekend undmittelbar bevorstand, also kontaktierte ich Rolf und fragte ihn, ob noch zwei Plätze und ein Doppelzimmer frei seien. Beides bejahte er nach Rücksprache mit Guido und so meldeten der Liebste und ich uns direkt ohne langes Zögern an.

Freitagnachmittag machten wir uns also auf den Weg zur Proitzer Mühle, wo wir das Wochenende verbringen wollten. Der Weg dorthin war gar nicht so leicht zu finden, durch viele kleine Dörfer, ein langes Stück Wald und viele kleine Straßen entlang fuhren wir, bis wir ankamen. Dort waren auch schon einige andere Teilnehmer, die uns erklärten, wie alles funktionierte. Also holten wir unseren Zimmerschlüssel und bezogen unser Quartier. Ein wunderschönes Zimmer erwartete uns – ich muss aber dazu sagen, dass ich alle Zimmer, die ich so gesehen habe, wirklich schön fand. Überall alte Holzmöbel, alles sehr liebevoll eingerichtet und insgesamt total stimmig.

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Nach dem Abendessen gab es eine Begrüßungsrunde und dann ging es auch direkt los, die erste Bodhránstunde stand an. Ich suchte mir also eine Bodhrán und einen Tipper aus und schon startete Guido mit Erklärungen und unsere kleine Gruppe spielte zum ersten Mal. Das war schon ein ziemlich tolles und aufregendes Gefühl. Sofort spürte ich, wie viel Spaß mit das ganze machte und ich sog alle Informationen, die wir bekamen, förmlich auf. Ganz schnell war die Zeit um und im Anschluss ging es hinüber ins Haupthaus, wo es am Abend eine Slow Session mit Hamburger Musiker*innen geben sollte. Die Stimmung war fabelhaft, die Jigs und Reels nicht zu schnell und so war es auch uns absoluten Anfängern möglich, ein paar Stücke leise mitzuspielen – ein ziemlich erhebendes Gefühl.
Zudem gab es noch ein – eher ungewöhnliches – Whiskytasting. Dieses bestand nämlich darin, dass Interessierte einen Schluck ihres eigenen Whisky mitbringen konnten, um dann auch bei den Anderen zu probieren und sich auszutauschen. Glücklicherweise hatte mein Liebster eine Flasche dabei und so probierte auch ich an diesem Abend mal einen sehr milden Schluck.
Immer wieder ergaben sich gute Gespräche mit den Anderen, bis wir dann gegen zwei Uhr ziemlich müde ins Bett fielen.

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Der nächste Morgen startete etwas langsam mit einem reichhaltigen Frühstück. Die Stimmung war müde aber gut und spätestens nach dem TaKeTiNa-Kurs von Dörthe waren die Meisten wieder wach.
Ich selbst hatte zuvor noch nie TaKeTiNa gemacht und muss sagen, dass es mir wirklich gut gefallen hat. Vor allem für meine Konzentration war es sehr förderlich und hinterher machte sich eine wunderbar angenehme entspannte Wachheit in mir breit. Diese konnte ich auch gleich für die nächste Bodhránstunde, dieses Mal bei Rolf, nutzen. Auch so eine Sache, die mir gut gefallen hat: Alle Gruppen hatten abwechselnd bei Guido und Rolf Unterricht. Beide ergänzen sich wunderbar und ich konnte wirklich ganz viel mitnehmen.
An diesem Vormittag hatte ich zunächst eine andere Bodhrán in der Hand, um ein bisschen auszuprobieren. Und das war wirklich frustrierend für mich! Ich konnte sie einfach nicht gut spielen und wusste nicht, woran es lag. Bis es mir dann aufging: diese war kleiner, dafür aber etwas tiefer. Zwar klang sie wunderbar, doch die Proportionen stimmten für mich einfach nicht. Ich war so froh, als ich mein Instrument wiederfand!
Mittags gab es eine längere Pause zum Essen und Entspannen, bevor nachmittags wieder eine Stunde Unterricht folgte. Nach dem Abendessen gab es dann das nächste Highlight: Zuerst einen Vortrag von Rolf und dann ein wunderbares Konzert.
Kalüün spielten auf der Mühle und begeisterten mich wirklich. Die beiden Geschwisterpaare von der Insel Föhr machen wunderbar friesische Musik. Ruhige und schnelle Stücke wechselten sich ab und die Zeit verging wie im Flug. Glücklicherweise blieb die Band noch, um den Abend mit uns und einigen Sessionmusikern aus Hamburg und Hannover ausklingen zu lassen. Wieder wurde es ein toller, lustiger, und ziemlich langer Abend für fast alle von uns.

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Am nächsten Morgen fiel es mir echt schwer, nicht liegenzubleiben… Irgendwie schaffte ich es aber trotzdem, aufzustehen, meine Sachen zusammenzupacken und rechtzeitig beim Frühstück zu sein. Noch einmal nahmen wir danach am TaKeTiNa teil, hatten die letzte Bodhránstunde bei Rolf und brachen schließlich nach dem Mittagessen bei strahlendem Sonnenschein (wie das ganze Wochenende über) auf.
Ich hatte definitiv richtig viel Spaß und freue mich unglaublich darüber, dass ich mich schließlich dazu entschieden habe meine Bodhrán und meinen Tipper mit nach Hause zu nehmen. Viele der Informationen beginnen, sich zu setzen und ich denke, dass ich tatsächlich mein Instrument gefunden habe. Beim nächsten Workshop möchte ich auf jeden Fall wieder dabeisein !

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Leben

Weihnachten 2015

24. Dezember 2015

Da schlägt Madita plötzlich die Hände vors Gesicht und schluchzt herzzereißend.
„Oh, Mama, jetzt ist es vorbei, oh, es ist schon zu Ende!“
Aber als sie dann im Bett liegt und all ihre Weihnachtsgeschenke neben sich aufgestapelt hat, da freut sie sich schon wieder auf den neuen Tag, wo sie ihre Weihnachtsbücher lesen und ihre Weihnachtsskier ausprobieren und mit ihrer Weihnachtspuppe spielen kann […].

[aus: Weihnachten auf Birkenlund, Astrid Lindgren]
 
Leben

4. Advent | 2015

20. Dezember 2015

Die vergangene Woche hatte ich nicht so wirklich Abwechslung. Ich kurierte meinen Rücken aus und kann heute sagen, dass es mir langsam wieder so gut geht, dass ich wohl ab morgen wieder laufen gehen kann. Das sollte ich auch dringend tun, denn noch einen Hexenschuss möchte ich wirklich (erst einmal) nicht bekommen!

Das vergangene Wochenende war nach der Schonung wirklich schön und sehr abwechslungsreich. Am Samstag machten wir uns auf den Weg nach Marburg, wo wir uns mit meinem Vater und seiner Freundin trafen. Wir bummelten durch die Stadt und über den Weihnachtsmarkt, aßen wirklich lecker und fuhren abends spät zu ihnen nach Hause.
Am Sonntag frühstückten wir gemeinsam und machten dann schon einmal vorgezogene Bescherung, da wir uns in der nächsten Woche nicht sehen werden. Die Tage waren wirklich sehr schön, entspannt und lustig. Am frühen Nachmittag machten wir uns dann wieder auf den Heimweg und den Abend verbrachte ich bisher damit, meinen neuen Kalender zu beschreiben. Ob es wohl noch jemanden gibt, der das so gern macht wie ich?
Die nächste Woche wird bestimmt stressig, aber auch sehr schön. Morgen treffen wir uns mit meiner liebsten Brieffreundin und ihrem Freund (unseren Trauzeugen, übrigens – immerhin sind wir seit Freitag ein halbes Jahr verheiratet… <3 ) zum Frühstück und danach geht es auf den Markt, ganz viel einkaufen!

Leben

3. Advent | 2015

15. Dezember 2015

Der dritte Advent war … ganz anders, als vorher geplant. Von Samstag gibt es ja einige Bilder, die direkt zu meinen 12 von 12 gewandert sind. Am Sonntag wollten der Liebste und ich dann eigentlich gemeinsam nach Potsdam, unsere Alma Mater besuchen, über den Weihnachtsmarkt bummeln und spazieren gehen. Abends sollte dann unser Zug zurück nach Hause fahren. Tja. Während ich mich am Sonntag anzog, machte es plötzlich einen Ruck und ich hatte einen Hexenschuss – übrigens den ersten in meinem Leben. Da ich schon Wochen zuvor Rückenprobleme hatte, wunderte mich das zwar nicht, es tat aber trotzdem höllisch weh. Ich schaffte es noch, in einen Stuhl zu sinken – den Rest regelte dann der Liebste. Er ging zur Rezeption und sagte Bescheid, dass wir länger bleiben würden, holte mir Frühstück, buchte unsere Züge um… Einfach alles. Ich war so dankbar! bis der Mittagszug fuhr, wirkten auch langsam die Schmerztabletten; zumindest so gut, dass ich halbwegs transportfähig war. Zurück zu Hause ging es für mich direkt in die Arztnotrufzentrale und dann nach Hause, erst auf’s Sofa, dann ins Bett.

Kein schöner dritter Advent, aber bestimmt ein erinnerungswerter. Nur die Enttäuschung, dass wir nicht nach Potsdam fahren konnten und noch dazu unnötige Ausgaben für die Umbuchung der Züge hatten, an der knabbere ich noch etwas.

Leben

2. Advent | 2015

8. Dezember 2015

Dieser 2. Advent war wirklich schön, sehr entspannend und auch entspannt. In den Samstag startete ich recht spät – dafür aber wirklich ausgeschlafen. Wir frühstückten, räumten ein bisschen herum und machten es uns dann mit Plätzchen und Tee auf dem Sofa gemütlich. Das war wirklich gut und auch mal wieder nötig. In der letzten Zeit fiel es mir immer schwerer, einfach mal nichts zu tun – ohne schlechtes Gewissen – aber am Samstag ging es schon besser und ich hatte nicht das Gefühl, etwas zu ‚verpassen‘ oder etwas anderes, wichtigeres tun zu müssen. Zwischendurch kam mein Bruder mit seiner Freundin vorbei, um das Nikolausgeschenk meines Vaters abzugeben und wir plauderten ein bisschen. Gegen Nachmittag klingelte es dann und der lang gewünschte und ersehnte Tageslichtwecker kam endlich an!
Dazu muss man wissen, dass es mir schon seit dem Herbst unglaublich schwer fällt, morgens aus dem Bett zu kommen. Eigentlich kenne ich mich als Menschen, der häufig aufwacht und direkt ‚da‘ ist. Ich kann – eigentlich, wie gesagt – schlecht im Bett liegenbleiben, mich nochmal rumdrehen und wieder wegdösen. Tja. Das Wetter und die Arbeitszeiten haben sich allerdings inzwischen verbündet und so muss ich zum einen nicht zwingend zu einer bestimmten Uhrzeit am Morgen aufstehen, zum anderen kann ich mich gar nicht daran erinnern, wann zum letzten Mal morgens die Sonne schien oder auch nur der Himmel klar war… Das führte dazu, dass ich ständig müde und erschöpft war, am liebsten nur noch geschlafen hätte und morgens irgendwie nichts mehr auf die Reihe kriegte. Dieser neue Wecker funktioniert bis jetzt aber wirklich gut. Er simuliert den Tagesanbruch und wird, innerhalb einer halben Stunde, heller und heller. So war ich dann heute morgen z.B. um acht Uhr wach und fühlte mich tatsächlich mal ausgeschlafen, yey! Noch dazu hat der Wecker auch eine Dämmerfunktion, die ich abends zum einschlafen nutze. Ich kuschele mich als ins Bett, stelle die Dämmerfunktion auf 30 Minuten und bekomme den Schluss meist schon gar nicht mehr mit…
Auf jeden Fall eine gute Sache für mich!

Am Sonntag, das erste Mal vom Tageslichtwecker gegen halb zehn geweckt, gab es zum Frühstück Vollkorn-Waffeln mit Buttermilch, Kardamom, Piment und Zimt. Mhhh! Überall in der Küche brannten Kerzen und wir machten es uns so richtig gemütlich, nachdem wir unsere Stiefel geplündert hatten. Am frühen Nachmittag bekamen wir Lust, etwas zu unternehmen und so fuhren wir nach Rotenburg an der Fulda, um dort über den Weihnachtsmarkt und durch die schöne Altstadt zu schlendern. An vielen Wochenenden in diesem Jahr waren der Liebste und ich schon unterwegs und oft haben wir dabei Lust, ein neues Städtchen zu entdecken und ein bisschen über Land zu fahren. So war es auch dieses Mal. Der kleine Weihnachtsmarkt war wirklich schön, sehr gemütlich und auch nicht überlaufen. Die Kirche war außerdem geöffnet und dort bekam ich ein Stück des alten Dachstuhls, geölt und auf einem geschmiedeten Ständer. Diese Skulptur fügt sich ganz wunderbar in unser Büro und ich liebe es, das alte Holz zu betrachten. Abends gab es dann frische Bolognese-Sauce mit Spaghetti und dazu „Tatsächlich Liebe“ – einer jener Weihnachtsfilme, die fast schon Tradition haben.
Am nächsten Adventswochenende (also auch am 12.) werden wir dann mal wieder in Berlin sein, worauf ich mich schon sehr freue!

Leben

1. Advent | 2015

29. November 2015

Der erste Advent in diesem Jahr war ganz wunderbar. Größtenteils entspannt, mit viel Zeit (für mich, den Liebsten und überhaupt), mit Plätzchenduft und Kuchen, Weihnachtsmusik und einem Ausflug.

Der Adventskalender im Wohnzimmer entstand dieses Jahr nach einer Idee von Fee, die Anleitung dazu findet ihr an dieser Stelle. Mit Blitzzement geht das wirklich ganz einfach und lohnt sich – wie ich finde – sehr. Den Adventskalender auf unserem Küchentisch zeige ich dann mal an anderer Stelle.

Am Samstag setzte der Liebste Plätzchenteig für unsere Lieblings-Honigkuchen an. Da der Teig über Nacht gehen muss war ich froh, in diesem Jahr früh genug daran gedacht zu haben!
Außerdem hängten wir gegenseitig unsere Adventskalender auf. Mit den Jahren hat es sich so eingespielt, dass wir uns gegenseitig einen Adventskalender basteln. Manchmal kann ich es kaum glauben, dass das schon der fünfte Kalender ist, den ich für ihn gemacht habe. Er hängt im Büro über dem Schreibtisch, die kleinen Holzscheiben habe ich mit einem Brandmalkolben selbst beschriftet.

Den allertollsten Adventskalender der Welt habe aber definitiv ich bekommen! Die Schilder vom Liebsten selbst bestickt (inklusive der kleinen Verzierungen), dann alle Päckchen verpackt und im Wald nach einem großen Ast gesucht, der ins Wohnzimmer unter die Decke gehängt werden musste… Ich bin ganz verliebt und schwanke zwischen „Ich will alle Päckchen sofort öffnen!“ und „Ich lasse alles so hängen, weil es einfach so toll aussieht.“

Heute waren wir dann unterwegs und fuhren über Land zu zwei kleinen Weihnachtsmärkten. Für den Rückweg hatte ich noch ein wunderbares Restaurant ausgesucht, in dem wir dann aßen. Es war wirklich fabelhaft und ich habe unterwegs kein einziges Bild gemacht – manchmal ein gutes Zeichen, weil ich dann einfach keine Zeit hatte…
Nun ruft die Badewanne nach mir – mit einer Tasse Tee dazu – und danach das frisch bezogene  Bett. Ich freue mich auf die kommende Woche; in der letzten Zeit hat sich so vieles geklärt, Probleme haben sich endlich geklärt und Knoten sind gelöst. Das neue Jahr kann gern kommen, ich bin bereit!

Leben

Novemberabend

22. November 2015

Sich zu Hause einkuscheln, Lichterketten einschalten, Kerzen entzünden. Eine Tasse Tee trinken, unter der Wolldecke sitzen, lesen, Gespräche führen, mit der Katze kuscheln. Baden, ein Hörbuch hören, die frisch gebackenen Stollen heimlich schon einmal anschneiden (nur zum Probieren…), Kränze aus Zweigen winden, den Adventskalender fertigstellen. Sich zurückziehen, ruhig werden, Schneeflocken beobachten. Gut essen, sich über dicke Wollsocken freuen, abends im Bett kurz frösteln, bis es warm wird.

Essen

Kürbiszeit | Scharfe Kürbissuppe mit Schokolade

26. Oktober 2015

Nun reihe ich mich also doch noch ein – in die Riege der über-Kürbis-bloggenden-Menschen… Aber das Rezept, welches Minusch von 2 Kinder/Küche/Bad/Balkon mit mir teilte klang so einfach und gleichzeitig unglaublich lecker, dass ich euch das Ergebnis nicht vorenthalen möchte!
Wie die Zubereitung aussieht, erfahrt ihr bei Minusch selbst, schaut mal hier vorbei.
Mit am Besten ist übrigens, dass gar nicht viele Zutaten benötigt werden; ein Hokkaido-Kürbis, eine Zwiebel, zwei bis drei Knoblauchzehen, etwas Öl, Kokosmilch, Cayennepfeffer und Schokolade (bei mir: 85%ige). Dazu noch ein bisschen Brot (bei mir: Brötchen vom Vortag nochmal aufgebacken und aufgeschnitten) und fertig ist eine den Magen und die Seele wärmende Suppe.

(Mit im Bild sind die Hände des Mannes, denn er hat den Hokkaido (und dazu noch einen Butternut) kleingeschnitten…)
Da die Suppe bei mir etwas zu flüssig schien (zuviel Brühe!),  habe ich noch zwei gute Hände voll Butternut-Kürbis dazugegeben, kurz mitgekocht und dann ebenfalls püriert. Dadurch bekommt die Suppe bei mir ihre herbstblattgelbe Farbe.
Gewürzt habe ich eher sparsam eingesetzt, nur so, dass der Cayenne-Pfeffer einem ein ganz warmes Gefühl beim Essen macht. Dafür gab’s noch ein bisschen Curry-Pulver dazu. Die Schokolade macht die Suppe richtig samtig. Perfekt für ein Essen um sich nach dem Herbstspaziergang aufzuwärmen!

Die Suppe ist schön sämig, lecker würzig* und die Schokolade passt – nicht nur optisch – einfach perfekt dazu. Den Mann musste ich gestern beim Kochen bereits davon abhalten, nicht schon alles aufzuessen („Aber es riecht so gut!“), immer ein gutes Zeichen. Sie ist somit offiziell in meine Lieblings-Suppen-Sammlung aufgenommen.

Übrigens passt zum Essen perfekt eine Folge Peanuts – bei mir war es „It’s The Great Pumpkin, Charlie Brown“…

* lange Zeit stand ich Kürbissuppen ziemlich abgeneigt gegenüber, da sie mir meist einfach zu lasch und ziemlich langweilig schmeckten.

Leben

Traumtisch

24. Juli 2015

Kurz nachdem der Mann und ich in die neue Wohnung zogen stellte ich fest, dass unser alter Tisch mir zu klein geworden war. Wir hatten ihn noch in Berlin gekauft, eine Frau hatte ihn aufgearbeitet und mit einer Glasplatte versehen. Er war wunderbar – für unsere alte Küche. Wie so oft, wenn wir mit einem Möbelstück nicht wissen, wohin, liehen wir es erst einmal meiner Mama aus (wir tauschen häufiger mal Möbel, so bleiben sie sozusagen im Bestand) und besorgten uns günstig einen neuen gebrauchten Tisch. Der gefiel uns an sich gut, war aber auch schnell irgendwie zu klein und einfach nicht passend für uns. Für den Übergang liehen wir uns von Freunden einen großen, ausziehbaren Tisch aus massivem Holz. Die Farbe gefiel mir, doch er wirkte schon sehr… schwer. So richtig wollte auch er sich nicht einfügen. Heute hatte ich dann endgültig genug. Nachdem ich vor einiger Zeit bei Pinterest auf eine schöne Idee für ein Tisch-DIY gestoßen war, zog es mich in den Baumarkt und zum Möbelschweden. Ich besorgte ein Untergestell aus weißem Stahl, Holz und Schrauben. zu Hause war ich etwa zwei Stunden beschäftigt, doch nun steht er und sieht fabelhaft aus: Unser neuer, selbstgemachter und perfekt auf uns abgestimmter Küchentisch:

Der Mann war zunächst sprachlos, als er heimkam. Und dann begeistert. Ich bin es ebenso! Morgen werde ich den Tisch noch etwas anschleifen und mit Wachs behandeln, dann kann auch ohne Sorge (meinerseits) von ihm gegessen werden. Meine Wochenend-Freude!

Leben

5 Bücher in 2015…

12. Juni 2015

Hach, schon vor einer Weile wurde mir von der lieben Minusch ein Stöckchen zugeworfen, welches ich nur zu gern auffing. Dann legte ich es jedoch erst einmal beiseite und der Alltag lenkte mich zu sehr ab – nun ist es aber so weit, endlich schaffe ich es, ihr zu antworten!

Fünf Bücher sind gefragt, die ich 2015 noch lesen möchte. Meine Liste ist – wie immer eigentlich – optimistisch lang (besonders wenn ich bedenke, wie selten ich während der Vorlesungszeit in der Uni zum lesen komme! Ich hoffe auf einen lesereichen und vorlesungsfreien Sommer…), darum war es eigentlich nicht schwer, fünf auszuwählen, aber… nur fünf? Welche sollen das sein und warum? Hachja, das ist nicht so einfach. Für diese hier habe ich mich dann schließlich entschieden:

Florian Illies – 1913
Dieses Buch habe ich im letzten Jahr zum Geburtstag bekommen, nachdem ich es mir lange gewünscht habe. Ich mag die kleinen Anekdoten und habe auch hin und wieder schon einmal hineingelesen. Schön geschrieben ist es und dazu sehr kurzweilig – vielleicht ein Buch für heiße Sommertage?

Irène Némirovsky – Das Mißverständnis
Auch dieses Buch stand auf einer meiner Wunschlisten; bekommen habe ich es dann zu Weihnachten. Gerade heute habe ich begonnen, es zu lesen und bin ganz verzaubert von der schönen Sprache, den wunderschönen Vergleichen und ganz gefangen von der Geschichte. Dass es mir gefällt, weiß ich also inzwischen; ich hoffe nur, dass ich es auch bald beenden kann (vielleicht ja heute Abend noch? Eine frische Tasse Tee steht neben mir…)

Sommerträume
Ein Buch, das ich irgendwann einmal ganz zufällig erstanden habe. Es besteht aus zehn Kurzgeschichten und in jedem Jahr lese ich es wieder (manchmal auch mehrmals). Besonders liebe ich „Samstagnachmittage“ von Antonio Tabucchi, aber auch „Der verzauberte Garten“ von Italo Calvino ist wundervoll. Dieses Buch ist für mich der Inbegriff des Sommers.

Dezső Kosztolányi – Lerche
Dieses Buch habe ich mir selbst zu Beginn des Jahres gekauft und auch schon begonnen; der Schreibstil passt für mich sehr gut zur Geschichte, leider kam dann jedoch (mal wieder) die Uni dazwischen und so landete es auf meinem Lesestapel. Ich denke, ich werde es nach „Das Mißverständnis“ weiterlesen.

Noch ohne Bild, aber trotzdem auf meiner Liste (vor allem auch auf meiner Geburtstagswunschliste…) sind die Kelly-Briefe von Wolf Wondratschek. Davon habe ich bei Stepanini bisher nur gutes gelesen und ihre Worte haben mich sehr neugierig gemacht!

Was man sofort merkt: Der Sommer naht! Hätte ich dieses Stöckchen im Herbst oder Winter gefangen, stünden sicherlich ganz andere Bücher darauf. Denn, ich gebe es zu, ich lese Bücher nach Jahreszeiten. In jedem Jahr gibt es Bücher, die ich immer wieder lese (auf so eine Sommerliste kommt ganz sicher auch „Ferien auf Saltkrokan“ von Astrid Lindgren), dazu kommen dann neue, die für mich gefühlt in eine bestimmte Jahreszeit gehören. Schon jetzt habe ich zwei Bücher auf meiner Winterliste, die ich dann hoffentlich lesen werde…

Nominieren möchte ich gern die zauberhafte Schattenmalerin und die wunderbare Elefanenhüterin. Das sind zwar nicht fünf, aber das ist bestimmt nicht so schlimm…