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Freude

Leben

Marmeladenglas-Momente | 4

27. März 2017

Die vergangene Woche war wirklich richtig schön und die neue startete auch schon mal ziemlich gut. Noch dazu scheint die Sonne und der Balkon lädt dazu ein, die Tage auf ihm zu verbringen. Eine sehr gute Zeit also, für eine neue Liste mit Marmeladenglas-Momenten!

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  • Die Sonne scheint und wir haben einen Balkon. Das klingt eigentlich recht banal und bisher haben wir auch keinerlei Balkonmöbel. Trotzdem macht mich schon allein das Gefüh, vor die Tür treten zu können und an der frischen Luft zu sein sehr glücklich und ausgeglichen. In den letzten Tagen haben wir darum einfach morgens unsere Sessel nach draußen gestellt und sie abends wieder hereingeholt. Auch unsere elektrische Markise konnten wir bereits nutzen – was für ein Luxus! So kann man dann auch schon im März im Trägerkleid draußen sitzen, lesen und den freien Tag genießen.
  • Endlich Licht in Flur und Treppenhaus! Bisher lief da irgendetwas schief und so hatten wir leider kein Licht im Treppenhaus und im unteren Flur. Nun waren aber die Elektriker da und nach einer Stunde Arbeit funktioniert alles ganz wunderbar.
  • Über manche Dinge denkt man ewig nach, bis man dann endlich die Entscheidung fällen kann und einfach macht. So geschehen im Hause Fuchsbau – nachdem wir seit beinahe einem Jahr überlegen, haben wir uns letzte Woche endlich entschieden und konnten heute unser nigelnagelneues Auto abholen! Wir schwelgen im Luxus und vor allem ich freue mich riesig, da ich sooo gern Auto fahre und dem Schweden-Urlaub nun noch freudiger entgegenblicke.
  • Der mit großen Schritten näher eilende Frühling und die aufblühenden Magnolienblüten machen mich sehr froh. Jeden Tag mache ich ein paar Bilder und ich denke, eins davon wird dann auch über unserem Bett als Druck landen. Die Farben und Struktur von Magnolienblüten sind einfach zu schön.
Leben

Marmeladenglas-Momente | 3

23. Februar 2017

Momentan geht es gefühlstechnisch immer mal wieder auf und ab, da hilft es mir – wie schon oft zuvor – das positive aufzuschreiben und mich daran zu erinnern, was alles schön ist. Gerade passiert auch wirklich viel Gutes, was das angeht, kann ich mich nicht beklagen.

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  • Im Mai geht es für mich und den Liebsten zwei Wochen nach Schweden! Wir haben lange überlegt und gerechnet, ob wir uns das leisten können und glücklicherweise passt alles. Das Haus ist gebucht und ich freue mich unglaublich auf diese Zeit. Heute habe ich mir zwei Reiseführer zugelegt und so können wir schon bald mit der Planung beginnen – ich kann es schon jetzt kaum erwarten.
  • Wir haben es gemeinsam endlich geschafft, unser Schlafzimmer ein bisschen schöner zu gestalten. In den letzten Wochen verkam es immer mehr zu einem reinen Schlaf-Zimmer – da wir uns nur nachts darin aufhielten, lagen überall Kleidungsstücke, Bücher und Kram, der eigentlich woanders seinen Platz hat. Nun haben wir aber ein Möbelstück ausgetauscht und dadurch mehr Platz und Ruhe gewonnen und ich freue mich jedes Mal, wenn ich das Zimmer betrete.
  • Auch im Wohnzimmer hat sich nochmal etwas getan und alles sieht jetzt noch offener und irgendwie… aufgeräumter auf. Gerade fühle ich mich sehr wohl im Fuchsbau.
  • Ich bin ein bisschen unverhofft zu etwas Geld gekommen und habe nun das Gefühl, endlich wieder durchatmen zu können. Durch den Umzug hatten der Liebste und ich all unsere Reserven aufgebraucht und es war nicht absehbar, wann wir mal wieder etwas mehr beiseitelegen können – nun hat sich das sozusagen erledigt und wir haben wieder einen Grundstock, der mich ruhig(er) schlafen lässt. Ich mag es einfach, abgesichert zu sein, wenn beispielsweise das Auto oder die Waschmaschine plötzlich streiken.
  • Auch wenn die Sonne diese Woche nicht viel schien, war ich zwischendurch draußen, konnte durchatmen und die frische Luft genießen. zudem merke ich, wie sehr mir dir breite Fensterfront im Wohnzimmer und der Balkon helfen, zur Ruhe zu kommen. Einfach auf dem Sofa eingekuschelt liegen und den Wolken zusehen, die Gedanken zur Ruhe kommen lassen…
Leben

Ein schneereiches Wochenende

15. Januar 2017

Das vergangene Wochenende war wirklich schön, voll mit Familie, gutem Essen, Zeit und: Schnee! Ich liebe Schnee und davon hatten wir am Wochenende wirklich mehr als genug.

Samstag

Der Samstag startete ziemlich entspannt, wir trödelten so in den Tag hinein, dann setzte ich einen Hefeteig an. Nachmittags sollte die Familie meiner Mama (mein Opa, Tante und Onkel, mein Cousin mit Frau und Kindern) vorbeikommen um den Fuchsbau anzuschauen und so hatte ich beschlossen, einen Streuselkuchen zu machen. Zwischendurch gab es schnell aufgewärme Kartoffelsuppe und irgendwie ging die Zeit viel zu schnell vorbei.
Schon war es Zeit, zu meiner Mama nach unten zu gehen, wo auch bald alle Gäste eintrafen. Wir hatten einen sehr redseligen, lauten und lustigen Nachmittag mit viel Kuchen und noch mehr Spaß. Meine Tante brachte zur Einweihung noch wunderschöne selbstgemachte Geschenke mit, unter anderem eine Etagere, die nun im Wohnzimmer auf dem Esstisch steht und so schön aussieht! Solche persönlichen und noch dazu perfekt passenden Geschenke mag ich am allerliebsten – und dann auch noch unerwartet.
Gegen Abend brachen alle gen Heimat auf und wir berieten uns kurz und beschlossen dann, noch chinesisch Essen zu gehen. Samstags gibt es ein richtig leckeres Buffet und wir freuten uns alle – auch nach dem süßen Kuchen – auf das gute Essen.
Draußen hatte es in der Zwischenzeit richtig viel geschneit, der ganze Garten, der Balkon und überhaupt der ganze Fuchsbau waren mit weißem Puderzuckerschnee überzogen. Glatt war es auf den Straßen, aber glücklicherweise waren die meisten Autofahrer ebenfalls vorsichtig unterwegs.
Pappsatt und zufrieden waren wir gegen zehn Uhr wieder zu Hause und der Liebste und ich fielen dann auch sehr schnell ins Bett. Ich merke doch immer mehr, dass sich mein Arbeits-Schlafrhythmus auch am Wochenende durchsetzt, denn obwohl ich ja ausgeschlafen war, wurde ich ab halz zehn ziemlich müde.

Sonntag

Der Sonntag begann ein wenig früher als der Samstag, allerdings nicht minder entspannt. Zum Frühstück gab es die Kuchenreste vom Vortag und Tee auf dem Sofa. Eigentlich hatten wir nichts vor, doch da über Nacht noch mehr Schnee gefallen war, entschieden wir gegen Mittag, noch einen Spaziergang zu machen. Wir brachen also zum Bergpark auf – und waren natürlich nicht die Einzigen mit dieser Idee!
Überall wimmelte es nur so von Spaziergänger_innen und Familien mit Kindern. Dennoch fanden wir einen guten Parkplatz (und ich war ziemlich froh, dass das Einparken trotz Schnee ziemlich gut gelang). Das Licht war wunderschön, sogar die Sonne zeigte sich zwischendurch. Uns zog es erst mal am Gewächshaus vorbei und dann suchten wir uns Pfade, auf denen noch nicht ganz so viele Leute unterwegs gewesen waren. Es war trotz der vielen Menschen ziemlich ruhig und mit einem Mal hörten wir Musik… Ein Harfinist hatte sich einen Platz auf einer Brücke gesucht und spielte dort, was einfach wundervoll zu diesem Schnee passte. Einen Moment verweilten wir dort und lauschten, dann gingen wir weiter.

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Irgendwann trieb uns der Hunger zurück zum Fuchsbau, wo es dann nochmal Kartoffelsuppe – dieses Mal aber in Ruhe und vor allem mit frischer Kresse und Croûtons gab. Der Liebste und ich machten es uns mit der Katze auf dem Sofa bequem, schauten ein paar Folgen einer Serie und irgendwie muss ich wohl zwischendurch ein wenig eingenickt sein… 😉
Nachdem ich wieder erwachte duschte ich erst mal, wir planten ein bisschen den morgigen Tag und nun gibt es gleich noch einen Tee, mit dem wir den Tag dann auch ausklingen lassen.
Nur noch ein Mal arbeiten, dann geht es für eine Woche nach Berlin!

Auch wenn ich vom Samstag keine Bilder habe, reihe ich mich doch gern bei Susannes „Wochenende in Bildern“ ein – schon allein des schönen Spazierganges wegen.

Leben Sehen

Unterwegs

9. Oktober 2016

Es gibt ja diese und jene Wochenenden… Eigentlich haben der Liebste und ich momentan immer sehr viel zu tun und so versuchen wir, am Wochenende auch mal ganz bewusst zu entspannen. Ich habe aber irgendwann gemerkt, dass es mich nicht immer so sehr entspannt, auf dem Sofa zu sitzen und einen Film oder eine Serie zu schauen – meist ist es für mich viel erholsamer, draußen unterwegs zu sein. Dann bin ich abends meist auch viel ausgeglichener und schlafe besser. An diesem Wochenende haben wir, ganz ungeplant, viel Zeit draußen verbracht und das war so schön! Wir waren im Wald, in einer Stadt in der Nähe, haben sehr lecker gegessen, uns wunderbar unterhalten, etwas mit meiner Mama unternommen und zwischendurch auch immer wieder etwas geschafft. Gerade habe ich gebadet und nun geht es bald ins Bett – auf in eine neue Woche, die letzte im alten Job!

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Susanne sammelt auf ihrem Blog übrigens noch viel mehr Wochenenden in Bildern.

Leben

28

5. Juli 2016

Gerade sitze ich hier, esse das letzte Stück meines fabelhaften Geburtstagskuchens und kann doch kaum glauben, dass ich nun tatsächlich schon 28 Jahre alt sein soll. Mein Geburtstag selbst war mit einem Wort: wundervoll.
Ich erwachte am Morgen davon, dass der Liebste aus dem Schlafzimmer tappste und mir zuflüsterte, ich solle einfach noch liegenbleiben. Kurz darauf hörte ich die Tür klappen – ein untrügliches Zeichen dafür, dass es wohl frische Brötchen geben würde…
Ich kuschelte mich nochmal ins Bett und döste vor mich hin, bis er irgendwann zurückkam und ich ihn herumkruscheln hörte. Schließlich stand ich auf, zog mich an und durfte dann in die Küche kommen.
Dort wartete ein wunder-wunderschöner (und superleckerer) Kuchen auf mich, außerdem Kerzenschein, Musik und ein paar Päckchen sowie ein gedeckter Tisch. Strahlend ließ ich mir gratulieren, pustete die Kerzen aus (und wünschte mir etwas) und öffnete dann meine Geschenke.

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Wir frühstückten ganz entspannt und ausgiebig, dann überlegte der Liebste sich, was wir heute unternehmen könnten.
Die Entscheidung fiel schnell, wir wollten in unseren liebsten Stadtteil fahren, dort ein bisschen bummeln gehen und dann zu Mittag essen. Danach würden wir uns mit meiner Mama treffen und gemeinsam irgendwo Kaffee trinken.
Wir brachen auf und kamen bei bestem Sonnenschein an – und sogar einen Parkplatz fanden wir direkt. Von dort aus schlenderten wir los, machten hier und da halt, unterhielten uns und aßen schließlich in einem kleinen Restaurant zu Mittag, das wir beide noch nicht kannten. Schnell war es Nachmittag und wir fuhren zu meiner Mama – wo ich noch einmal Geschenke auspacken durfte – und dann weiter, einen Kaffee trinken. Das gestaltete sich erst schwierig, da tatsächlich einige Cafés montags Ruhetag haben (damit hatten wir, ehrlich gesagt, gar nicht gerechnet). Dann wurden wir doch noch fündig, hatten jedoch gar keine richtige Lust mehr auf Kaffee und Kuchen. Stattdessen gab es für uns alle etwas herzhaftes zu essen, selbstgemachte (und superleckere) Limonaden und natürlich auch noch etwas Süßes.
Immer wieder trudelten Anrufe und Nachrichten mit Glückwünschen ein, die mich wirklich sehr freuten.

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Relativ spät abends kamen wir wieder Zuhause an und machten uns auf dem Sofa gemütlich – und hier bekam ich dann auch das für mich allerschönstes Geburtstagsgeschenk:
Unser Katzenkind (das eigentlich schon eher eine Katzenomi ist) war seit Sonntag krank, ohne, dass der Arzt etwas hatte finden können. Wir hatten also ein entzündungshemmendes Mittel bekommen und sollten unsere kleine weiterhin beobachten. Sie verhielt sich so, wie man sich mit Schmerzen eben verhält: Sie war komplett angespannt, versteckte sich und immer wieder fauchte sie. Ich hatte zwar eine Vermutung, was es sein könnte, aber eben keine Gewissheit. Ich hatte solche Angst um sie, auch wenn es ihr schon am Montagmorgen ein winzigkleines bisschen besser gegangen war.
Am Abend jedoch, als ich mich auf dem Sofa ausstreckte, war das wohl wie ein Trigger für sie: Trotz Schmerzen sprang sie von allein (ohne Aufforderung) auf’s Sofa, fauchte kurz – über sich selbst erschrocken – und flüchtete auf meinen Schoss. Dort kam sie zum ersten Mal sei Sonntag ein bisschen zur Ruhe. Anschließend lag sie auch noch auf dem Schoß des Liebsten und mit einem besseren Gefühl gingen wir schlafen.
Heute ist sie schon fast wieder die Alte, nur ziemlich erschöpft, aber sichtlich ohne Schmerzen. Ich bin so froh!
Heute kam dann auch noch ein Geburtstagspäckchen meiner Schwiegereltern an, über das ich mich natürlich auch sehr freute.
Überhaupt wurde ich so reich beschenkt in den letzten Tagen! Nicht nur materiell – auch zu sehen, wie sich meine liebsten Menschen Gedanken darum gemacht haben, was mir gefallen könnte, ist so schön zu sehen und erfüllt mein Herz mit Freude.
Am Freitag treffe ich nun noch meinen Bruder und wenn mein Vater und seine Frau in knapp anderthalb Wochen aus dem Urlaub zurückkehren, treffen wir uns auch nochmal. Ein bisschen Geburtstag habe ich also irgendwie immer noch.

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Leben Liebe

Solche Tage

29. Mai 2016

Im Moment gibt es leider immer wieder diese Tage: Tage, an denen ich mich einfach müde und kaputt fühle. An denen ich mir eigentlich nur die Decke über den Kopf ziehen und meine Ruhe haben möchte. Continue Reading

Leben Sehen

In der Stadt der Erzähler

22. Mai 2016

Vor Zeiten berichtete man sich von einer geheimnisvollen Stadt. Sie wurde über Jahrhunderte immer wieder gesichtet und ist doch in keiner Karte eingezeichnet. Das hatte auch einen Grund: Sie verschwand meist so schnell wie sie aufgetaucht war. Hunderte weißer Zeltdächer ragten gen Himmel. Laternen auf hohen Stangen säumten den Platz. Die Zelte jedoch standen so dicht, dass es unmöglich war, in die Stadt hineinzugelangen. Sollte es doch einmal jemandem gelungen sein, so stand er erneut vor einer schier unlösbaren Aufgabe. Zwischen den Zelten führte ein Gewirr kleiner Wege hindurch. Viele endeten in Sackgassen. Kam man hinein, fand man nicht mehr heraus. Jene aber, die in der Stadt waren und wieder hinausgekommen sind – und das dauerte meist viele Mondläufe oder gar Jahre – berichteten von einer wundersamen Welt im Innern.

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Leben

Mein Himmelfahrts-Wochenende

10. Mai 2016

Eigentlich sollte ich gerade ein Buch für die Uni lesen – aber das letzte Wochenende war so schön, dass ich mich nun dazu entschlossen habe, erst noch darüber zu schreiben. Prokrastination kann ich!
Das Wochenende begann dank Brückentag bereits am Donnerstag und ich freute mich so sehr, dass ich gar nicht wirklich ausschlafen konnte.
Kennt das außer mir eigentlich noch jemand? Ganz oft geht es mir samstags so, dass ich am Liebsten aus dem Bett springen möchte, weil ich frei habe und so viele Möglichkeiten, etwas schönes zu tun. Irgendwie glaube ich aber, dass diese Eigenschaft nicht sehr verbreitet ist – zumindest murmelt der Liebste regelmäßig morgens „Guck‘ mich nicht so an!“, wenn ich darauf warte, dass er wach wird.
Jedenfalls waren wir dieses Mal beide recht früh wach, was sicherlich auch an dem schönen Wetter lag. Wir standen also auf und waren an diesem Tag ziemlich produktiv! Nach dem Frühstück räumten wir auf, putzten Fenster und Bad und ich guckte auch gleich mal wieder den Kühlschrank durch; was sich da immer so ansammelt…
Nachmittags gingen wir dann zu meiner Mama, wo wir gemeinsam grillen wollten. Vorher gab es aber erst mal Waffeln und währenddessen saßen wir auf dem Balkon und ließen uns die Sonne ins Gesicht scheinen. Am frühen Abend wurde dann der Grill entfacht und es gab das erste gegrillte Essen des Jahres. Außerdem entdeckte ich mein altes Lieblingsspiel wieder – Kniffel (auch Yahtzee genannt). Wir spielten tatsächlich einige Runden und hatten dabei sehr viel Spaß.
Der Freitag startete ebenfalls recht früh, denn der Liebste und ich mussten noch einige Dinge besorgen und beschlossen so, direkt nach dem Aufstehen aufzubrechen. Mit den Fahrrädern fuhren wir in Richtung Innenstadt und merkten natürlich auch sofort, wie groß unser Hunger war. Wir überlegten kurz, holten uns dann aber nur etwas Kleines zum verspäteten Frühstück und beschlossen, später dafür dann noch etwas richtiges zu essen. Nachdem wir in der Stadt alles, was wir brauchten (inklusive eines Kniffel-Blocks!, bekommen hatten, kauften wir Baguettes und Eistee und fuhren dann weiter in den Stadtpark. Dort suchten wir uns ein schönes Plätzchen, aßen und kniffelten dann eine Runde – die Blick der Spaziergänger waren einfach unbezahlbar!
Gegen Nachmittag machten wir uns dann auf den Heimweg, hielten jedoch unterwegs noch bei einem unserer liebsten Cafés direkt am Wasser und aßen dort ein Stück Kuchen. Der Liebste wollte dann noch bei unserem Trödler nach einem Notenständer schauen, wurde aber leider nicht fündig. Dafür entdeckte ich eine alte, wunderschöne Kommode mit Marmoraufsatz. Ich war sofort verliebt und nach kurzem Abwägen kauften wir sie, um die IKEA-Kommode in der Küche zu ersetzen. In einer super Aktion schafften wir sie dann nach Hause und ich hatte an diesem Abend gut damit zu tun, den Inhalt der vorigen Kommode umzusortieren und auszumisten.
(Die Aktion sah übrigens wie folgt aus: Der Liebste borgte sich eine Sackkarre und brachte so das Unterteil der Kommode ohne Schubladen nach Hause, während ich mit dem Fahrrad vorausfuhr. Dann ging es mit dem Auto (under der Sackkarre) zurück zum Trödler, die Marmorplatte und die Schubladen wanderten ins Auto, mit dem ich zurückfuhr; der Liebste nahm sein Rad. Zu Hause musste die Kommode dann noch in den ersten Stock und dort wurde sie einmal komplett geputzt und entstaubt. Wie gut, dass wir so nah am Trödler wohnen!)
Der Samstag war wiederum recht entspannt, morgens mussten wir einkaufen, ich buk einen Kuchen und dann ging es nochmal auf den Balkon meiner Mama (wir haben ja leider keinen eigenen). Abends waren wir bei meinem Vater und seiner Frau eingeladen, wo wir ziiiemlich lecker aßen und ganz lange gemeinsam draußen saßen. Ich hatte ein paar Hochzeitsbilder dabei, die wir anschauten und tief in der Nacht radelten wir dann zurück nach Hause und fielen müde ins Bett.
Am Muttertag schliefen wir dann ziemlich lange und machten nicht wirklich etwas (ich war so müde, dass ich meine Augen zwischendurch eine Stunde auf dem Sofa ausruhen musste…), bevor wir spätnachmittags bei meiner Mama eingeladen waren. Auch mein Bruder war da und wir konnten erneut lange, lange draußen sitzen.

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Ich hatte wirklich ein ganz wunderbares, vollgepacktes, glücklich machendes Wochenende und konnte zwar etwas müde, aber dafür super erholt in die neue Woche starten.

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Leben

Bodhránwochenende

29. Februar 2016

Es gibt so Erlebnisse, die sich für mich nur schwer in Worte fassen lassen. Das vergangene Wochenende gehört zwar dazu, ich möchte es aber trotzdem gern versuchen.

Die Vorgeschichte reicht wohl etwa ein Dreivierteljahr zurück, denn da erfuhr ich erstmalig von jenem Instrument, welches mich seitdem so fasziniert: Ich sah (und hörte) zum ersten Mal eine Bodhrán. Die Bodhrán ist eine irische Rahmentrommel, bei der eine Hand mit dem Tipper spielt, während die andere Hand (die Fellhand) die Tonhöhe verändert. Ein paar sehr beedinruckende Spieler sind beispielsweise John Joe Kelly oder auch Rónán Ó Snodaigh, um nur zwei zu nennen (natürlich gibt es noch viel mehr tolle und vor allem sehr unterschiedliche Spieler).

Um nun nicht zu weit auszuholen: Ich beschäftigte mich etwas mehr damit und kam so auf die Seiten von Rolf und Guido. Die beiden bieten jeweils im Frühjahr und im Herbst Bodhrán-Weekends an und ich beschloss, dass ich das zu gern irgendwann einmal machen möchte. Nun ergab es sich, dass der Liebste und ich am letzten Wochenende den Freitag frei hatten. Eine Woche zuvor las ich, dass das nächste Bodhrán-Weekend undmittelbar bevorstand, also kontaktierte ich Rolf und fragte ihn, ob noch zwei Plätze und ein Doppelzimmer frei seien. Beides bejahte er nach Rücksprache mit Guido und so meldeten der Liebste und ich uns direkt ohne langes Zögern an.

Freitagnachmittag machten wir uns also auf den Weg zur Proitzer Mühle, wo wir das Wochenende verbringen wollten. Der Weg dorthin war gar nicht so leicht zu finden, durch viele kleine Dörfer, ein langes Stück Wald und viele kleine Straßen entlang fuhren wir, bis wir ankamen. Dort waren auch schon einige andere Teilnehmer, die uns erklärten, wie alles funktionierte. Also holten wir unseren Zimmerschlüssel und bezogen unser Quartier. Ein wunderschönes Zimmer erwartete uns – ich muss aber dazu sagen, dass ich alle Zimmer, die ich so gesehen habe, wirklich schön fand. Überall alte Holzmöbel, alles sehr liebevoll eingerichtet und insgesamt total stimmig.

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Nach dem Abendessen gab es eine Begrüßungsrunde und dann ging es auch direkt los, die erste Bodhránstunde stand an. Ich suchte mir also eine Bodhrán und einen Tipper aus und schon startete Guido mit Erklärungen und unsere kleine Gruppe spielte zum ersten Mal. Das war schon ein ziemlich tolles und aufregendes Gefühl. Sofort spürte ich, wie viel Spaß mit das ganze machte und ich sog alle Informationen, die wir bekamen, förmlich auf. Ganz schnell war die Zeit um und im Anschluss ging es hinüber ins Haupthaus, wo es am Abend eine Slow Session mit Hamburger Musiker*innen geben sollte. Die Stimmung war fabelhaft, die Jigs und Reels nicht zu schnell und so war es auch uns absoluten Anfängern möglich, ein paar Stücke leise mitzuspielen – ein ziemlich erhebendes Gefühl.
Zudem gab es noch ein – eher ungewöhnliches – Whiskytasting. Dieses bestand nämlich darin, dass Interessierte einen Schluck ihres eigenen Whisky mitbringen konnten, um dann auch bei den Anderen zu probieren und sich auszutauschen. Glücklicherweise hatte mein Liebster eine Flasche dabei und so probierte auch ich an diesem Abend mal einen sehr milden Schluck.
Immer wieder ergaben sich gute Gespräche mit den Anderen, bis wir dann gegen zwei Uhr ziemlich müde ins Bett fielen.

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Der nächste Morgen startete etwas langsam mit einem reichhaltigen Frühstück. Die Stimmung war müde aber gut und spätestens nach dem TaKeTiNa-Kurs von Dörthe waren die Meisten wieder wach.
Ich selbst hatte zuvor noch nie TaKeTiNa gemacht und muss sagen, dass es mir wirklich gut gefallen hat. Vor allem für meine Konzentration war es sehr förderlich und hinterher machte sich eine wunderbar angenehme entspannte Wachheit in mir breit. Diese konnte ich auch gleich für die nächste Bodhránstunde, dieses Mal bei Rolf, nutzen. Auch so eine Sache, die mir gut gefallen hat: Alle Gruppen hatten abwechselnd bei Guido und Rolf Unterricht. Beide ergänzen sich wunderbar und ich konnte wirklich ganz viel mitnehmen.
An diesem Vormittag hatte ich zunächst eine andere Bodhrán in der Hand, um ein bisschen auszuprobieren. Und das war wirklich frustrierend für mich! Ich konnte sie einfach nicht gut spielen und wusste nicht, woran es lag. Bis es mir dann aufging: diese war kleiner, dafür aber etwas tiefer. Zwar klang sie wunderbar, doch die Proportionen stimmten für mich einfach nicht. Ich war so froh, als ich mein Instrument wiederfand!
Mittags gab es eine längere Pause zum Essen und Entspannen, bevor nachmittags wieder eine Stunde Unterricht folgte. Nach dem Abendessen gab es dann das nächste Highlight: Zuerst einen Vortrag von Rolf und dann ein wunderbares Konzert.
Kalüün spielten auf der Mühle und begeisterten mich wirklich. Die beiden Geschwisterpaare von der Insel Föhr machen wunderbar friesische Musik. Ruhige und schnelle Stücke wechselten sich ab und die Zeit verging wie im Flug. Glücklicherweise blieb die Band noch, um den Abend mit uns und einigen Sessionmusikern aus Hamburg und Hannover ausklingen zu lassen. Wieder wurde es ein toller, lustiger, und ziemlich langer Abend für fast alle von uns.

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Am nächsten Morgen fiel es mir echt schwer, nicht liegenzubleiben… Irgendwie schaffte ich es aber trotzdem, aufzustehen, meine Sachen zusammenzupacken und rechtzeitig beim Frühstück zu sein. Noch einmal nahmen wir danach am TaKeTiNa teil, hatten die letzte Bodhránstunde bei Rolf und brachen schließlich nach dem Mittagessen bei strahlendem Sonnenschein (wie das ganze Wochenende über) auf.
Ich hatte definitiv richtig viel Spaß und freue mich unglaublich darüber, dass ich mich schließlich dazu entschieden habe meine Bodhrán und meinen Tipper mit nach Hause zu nehmen. Viele der Informationen beginnen, sich zu setzen und ich denke, dass ich tatsächlich mein Instrument gefunden habe. Beim nächsten Workshop möchte ich auf jeden Fall wieder dabeisein !

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Wohnen

In meiner Küche

7. Februar 2016

Hin und wieder gibt es hier ja mal Rezepte aus meiner Küche, heute geht es jedoch um die Küche selbst. Ich liebe sie und ich liebe es, dass auch unsere Gäste sich so gern dort aufhalten. Die Küche ist groß, hell, gemütlich und mit genügend Platz zum Kochen und Schnippeln. Trotzdem gibt es natürlich immer mal wieder die ein oder andere Ecke, die ich gern umgestalten möchte. Im vorletzten Jahr wurde daraufhin eine Wand schwarz gestrichen, im letzten Jahr baute ich mir meinen eigenen Küchentisch – endlich so, wie ich ihn mir wünschte – und an diesem Wochenende war ich (mit Unterstützung des Liebsten) damit beschäftigt, zwei Holzregale zu weißeln, Kupferrohre daran zu befestigen und dieses Konstrukt dann über unserer Arbeitsplatte und der Spüle anzubringen.

Zunächst war es nicht so einfach, eine passende Konstruktion zu (er)finden, mit der die Kupferstangen am Holz hielten. Dann kam ich jedoch auf die Idee, so kleine Möbelfüße festzuschrauben und das Kupferrohr darauf zu befestigen. Bisher hält das wirklich ganz wunderbar und ich hoffe natürlich, dass das auch so bleibt.

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Wenn ich nun in die Küche komme, freue ich mich sehr über diese neue Halterung für Gewürze, Siebe, das Radio und natürlich auch ein bisschen Dekoschnickeldi. Ich bin jedenfalls zufrieden und froh darüber, dass die Küche wieder ein Stückchen mehr Persönlichkeit bekommen hat. Wieder ist sie ein wenig offener, leichter und heller – und sieht nicht mehr so zusammengestückelt aus. Noch dazu war das Ganze wirklich nicht teuer, denn wir haben einfach ein breites Regalbrett der Länge nach durchgesägt, die Konsolen waren noch da und Kupferrohr ist glücklicherweise nicht so teuer.

Im gleichen Zug haben wir übrigens auch eine Wand im Schlafzimmer neu gestrichen, aber die trocknet gerade und so kann ich darüber noch nicht viel berichten.