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Zitate

Liebe

Wir sind, was sich zusammenbraut

31. Juli 2016
Sind aus dem selben Holz geschnitzt
Wir sind der reine Geistesblitz
Allein nur Ton und unbewusst
Zusammen Sinfonie der Lust

Ja, wir sind ein Gemisch zur Sensation prädestiniert
Eine magische Verbindung und ein Teufelselixier
Ich war allein so leer und halb doch jetzt gehör ich dir
Lass es für immer sein, komm, nimm mich jetzt und nimm mich hier

 

Teufelselixier

Leben Sehen

In der Stadt der Erzähler

22. Mai 2016

Vor Zeiten berichtete man sich von einer geheimnisvollen Stadt. Sie wurde über Jahrhunderte immer wieder gesichtet und ist doch in keiner Karte eingezeichnet. Das hatte auch einen Grund: Sie verschwand meist so schnell wie sie aufgetaucht war. Hunderte weißer Zeltdächer ragten gen Himmel. Laternen auf hohen Stangen säumten den Platz. Die Zelte jedoch standen so dicht, dass es unmöglich war, in die Stadt hineinzugelangen. Sollte es doch einmal jemandem gelungen sein, so stand er erneut vor einer schier unlösbaren Aufgabe. Zwischen den Zelten führte ein Gewirr kleiner Wege hindurch. Viele endeten in Sackgassen. Kam man hinein, fand man nicht mehr heraus. Jene aber, die in der Stadt waren und wieder hinausgekommen sind – und das dauerte meist viele Mondläufe oder gar Jahre – berichteten von einer wundersamen Welt im Innern.

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Leben

Herbsttag

21. August 2015

Frühherbst ist es geworden – für mich zumindest. Andere mögen es Spätsommer nennen.
Ich freue mich auf die reifen Äpfel, darauf, vielleicht noch einmal Brombeeren zu ernten. Ich freue mich auf all die Marmeladen, die ich im Sommer gekocht habe, auf Wollsocken, Nebel auf den Feldern gegenüber. Ich kann es kaum erwarten zu sehen, wie sich die Blätter färben, wie sich alles verändert. Ich mag das Gluckern der Heizung und morgens mit kalten Füßen noch einmal ins Bett schlüpfen; nur noch fünf Minuten. Die Sonne steht bereits tiefer und in den letzten Nächten war es angenehm kühl, sodass ich mich richtig in die Decke kuscheln mochte.
Im Herbst beginnt mein neuer Job, mit dem Mann geht es nach Wien zur verspäteten Hochzeitsreise. Einiges steht noch an, viel ist schon geschehen.
Und abends, da riecht es nicht mehr nach Sommer, es riecht nach Herbst. Ein ganz kleines bisschen.

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

R. M. Rilke
 
Leben

27

7. Juli 2015

twenty seven years twenty seven years old
the only thing i know
the only thing i get told
i’ve gotta sell out if i wanna get sold
don’t want the devil to be taking my soul, I
write songs that come from the heart
i don’t give a fuck if they get in to the chart or not
only way i can be
is to say what i see
and have no shadow hanging over me

i don’t know where i’m running but i know how to run
‚cos running’s the thing i’ve always done
i don’t know what i’m doing but i know what i’ve done
i’m a hungry heart i’m a loaded gun

twenty seven years twenty seven years now
only thing i know
i know that i don’t know how
to please everybody all of the time,
‚cos everybody’s always fucking changing their minds
a little bit faded
a little bit jaded
not gonna stop and i won’t be persuaded
to write words i can’t believe in
to see my face on a video screen

i don’t know where i’m running but i know how to run
‚cos running’s the thing i’ve always done
i don’t know what i’m doing but i know what i’ve done
i’m a hungry heart i’m a loaded gun

twenty seven years twenty seven years done
written six hundred songs only twelve get sung
eighty seven thousand cigarettes have passed through these lungs
and every single day i wish i’d never smoked one
a week brushing my teeth and a week getting my haircut
eight years sleeping i’m still tired when i wake up
a whole year eating and i still lost weight fuck
five proper girlfriends and five messy breakups
twenty seven birthdays twenty seven new years
thirty thousand quid just so i could have a few beers
ever dying old hopes
ever growing new fears
don’t know where i’m going but i know how i got here

i don’t know where i’m running but i know how to run
‚cos running’s the thing i’ve always done
i don’t know what i’m doing but i know what i’ve done,
i’m a hungry heart i’m a loaded gun,
i don’t know where i’m running but i know how to run
‚cos running’s the thing i’ve always done
i don’t know what i’m doing but i know what i’ve done
i’m a hungry heart i’m a loaded gun

Sehen

Sommer

14. Juni 2015

»Manchmal ist es so, als ob das Leben einen seiner
Tage herausgriffe und sagte: „Dir will ich alles schenken! Du sollst
solch ein rosenroter Tag werden, der im Gedächtnis leuchtet, wenn alle
anderen vergessen sind.“ Dies ist ein solcher Tag.«

 

»Es müßte immer Juni sein, dachte sie. Und Abend. Verträumt und still wie der heutige.«

 

Leben

Eltern

17. März 2015

Dein Vater ist kaputt
aber du bist es nicht
Zerbeult und verbogen
und vielleicht nicht ganz dicht
Aber irgendwo darunter bist du seltsam o.k
Beinah unversehrt unter allem, was weh tut

Ich weiss du willst helfen
Ich weiss du grämst dich
Ich weiss du willst abhauen
Ich weiss du schämst dich

Es ist okay jeder soll fliehen der kann
Wenn du den Fluchtwagen fährst
Schnall dich an

So viel kaputt
aber so vieles nicht
Jede der Scherben
spiegelt das Licht
So viel kaputt
aber zwischen der Glut
zwischen Asche und Trümmern
war irgendwas gut

[Wir sind Helden – Kaputt]
Leben

1. April 2013

Die letzten Tage war meine Mama zu Besuch und es war – wie immer – so schön und entspannt. Wir unternehmen dann sehr viel, schauen gemeinsam Filme, essen sehr lecker; es ist auch für mich wie Urlaub!
Am Donnerstag kam sie spät an und wir bestellten Pizza und unterhielten uns noch lange Zeit. Am  nächsten Tag standen wir dann recht zeitig auf und entschieden uns nach einem ausgedehnten Frühstück, trotz des schlechten Wetters etwas nach draußen zu gehen und unterwegs einen Kaffee zu trinken. Abends gab es dann, wenn auch einen Tag zu spät, die gute grüne Soße (wie meine Mama sie macht) mit Pellkartoffeln und Ei (für sie) und im Anschluss daran sahen wir endlich „Das weiße Band“ – ein toller, berührender, mich nachdenklich stimmender Film. Dann war auch schon Samstag und wir schlenderten ein wenig über eine Einkaufsstraße in der Nähe, ehe es für sie zu einer Gesichtsbehandlung mit Massage (ein Weihnachtsgeschenk von mir und dem Freund, welches nun endlich eingelöst wurde) ging. Am Abend gab es Gemüsecurry mit Reis, Naan, Bhatura und einem weiteren Film, „Es geschah am hellichten Tag“ – wirklich spannend und sehr gut, auch wenn wir schon wussten, worum es ging. Ostersonntag frühstückten wir dann ausgiebig, suchten Osternester, sahen den Schneeflocken vor dem Fenster zu, redeten viel und schon mussten wir sie zum Bahnhof bringen und verabschieden, was für mich nach wie vor schwer ist, weil ich sie kaum gehen lassen mag. Der Freund und ich räumten dann ein wenig auf, sahen fern und nahmen am Abend ein entspannendes Bad.
Heute geht es dann zu den Eltern des Freundes und dafür ist gerade ein leckerer Apfelstrudel im Ofen und backt vor sich hin.
Nur noch wenige Tage und mein vorletztes Semester beginnt. Heute habe ich meine Seminare ausgewählt und ich hoffe, auch zu allen zugelassen zu werden. So wie es aussieht, wird es mein anstrengendstes Semester, doch ich freue mich darauf, den Trott der vorlesungsfreien Zeit (nur unterbrochen durch Arbeit) hinter mir zu lassen und endlich wieder mehr für meinen Kopf zu tun. Bis dahin muss ich jedoch noch eine Hausarbeit schreiben, bei der ich keinen rechten Anfang finden will, dass wird also meine Beschäftigung für die nächsten Tage sein.
Außerdem geht es morgen endlichendlichendlich zu Mumford & Sons und ich kann kaum in Worte fassen, wie sehr ich mich darauf freue!

Leben

14. März 2013

Wir sind zurück, doch noch gar nicht richtig hier.
Die Wäsche ist gewaschen und aufgehängt, das neue Regal (ja, wir haben ein Regal gekauft und mitgenommen…) angebracht und zwischendurch habe ich auch schon zwei Stunden geschlafen, weil es gar nicht mehr auszuhalten war – böser Jetlag!
Drei Bilder gibt es schon einmal, mehr folgen dann bald.

Leben

Fundstück

10. März 2013

„Waiting waiting waiting. I am so terrible at it. It gnaws at my insides, grows in my chest and becomes this monster that I have to extract. Between my clenched teeth, between raged breaths, in the middle of the night, so that it does not contaminate and eats at the throats of people and things around me. It poisons and scratches and burns.
I admire people and things that know how to wait. This quietness inside where there is only fury in me. It is often seen as a weakness, or passivity, to just wait. But it can be the most admirable thing of all.

I imagine that’s what Sleeping Beauty did. Wait. Not sleep really, just a metaphor for a lifetime of waiting. And how strong would one have to be? To wait and wait, alone in a castle full of ghosts, unable to leave. To go about each day, with only oneself for company, and maybe words and maybe music, but no one to speak to and no one to laugh with. Just the deep knowledge that one day things would change, the eternal patience and faith. How strong would one have to be to not lose one’s mind?
She would wait and wait. Maybe scream once in a while, through her burning throat, making sure no monster lived there to swallow her whole. And then just the soft settling of her bones, and her blood, to remember and dream and hope.
And on that day, when the prince come, she would kiss him, because he’s beautiful and he has come just for her, but really what she really wants is the world. Isn’t that why she waited so long? She would smile and say her thank you and leave him behind, because now that she had learned how to wait, she would have to learn how to move.
And really how could one learn how to move properly, if one didn’t know how to wait for the right moment to do so?

I admire them all, those precious few who can stay still long enough for the right moment. To know when life is ready for them. And when they are ready for it.“

[End of march // hier]